Smartphone-Sicherheit: Datenklau und Ransomware sind größte Gefahren

Das SANS Institute, eine der weltweit renommiertesten und größten Schulungs- und Zertifizierungsorganisationen rund um das Thema Informationssicherheit, stellt die Ergebnisse des aktuellen Reports über die sichere Nutzung von Mobilgeräten vor. Der Report beschäftigt sich mit den größten Sorgen und Gefahren der Befragten zum Thema „Sichere Smartphone-Nutzung“.

In der Umfrage wurde die Frage gestellt, welche die größte Sorge der Befragten bezüglich der Sicherheit ihrer Mobilgeräte sei. Mehr als 55 Prozent gaben an, dass die Möglichkeit von Datenklau und Ransomware-Attacken sie am meisten beunruhige.

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„Benutzer werden durch speziell gestaltete, ansprechende Sprache über SMS/iMessage oder eine andere Messaging-Plattform dazu gebracht, auf bestimmte Links zu klicken. Von den Angreifern wird darüber hinaus der Mechanismus der „Overlay“-Anwendungen genutzt. Diese Overlays, die wie legitime Anwendungen aussehen sollen, enthalten Trojaner, die entwickelt wurden, um Benutzerdaten zu stehlen und an weitere Angreifer zu senden. Entgegen der landläufigen Meinung nutzt mobile Malware seltener Zero-Day-Schwachstellen, sondern eher bekannte, gemeldete Sicherheitslücken, in der Hoffnung, dass sie auf nicht gepatchte Systeme oder Anwendungen abzielt, um in mobile Geräte einzudringen und dort Schaden anzurichten“, kommentiert Heather Mahalik, SANS Senior Instructor und Kursleiterin für „FOR585: Smartphone Forensic Analysis In-Depth“.
 

Wichtige Präventionsmaßnahmen, um Einfallstore auf Mobilfunkgeräten zu schließen, sind Updates und das sichere Herunterladen von Apps und Programmen. Das automatische Herunterladen von Updates ist eine erste wichtige Maßnahme. Fast 93 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr jetziges mobiles Betriebssystem auf dem aktuellen Stand ist. 

Ebenso wird empfohlen, dass Apps nur über den zugehörigen Store heruntergeladen werden sollten, da diese sicherer sind als die Installation von Anwendungen von außerhalb der offiziellen Stores. Ein ebenso wichtiger Punkt ist das Passwort; biometrische Passwörter sind empfehlenswert, man sollte jedoch auch immer ein alphanumerisches Backup-Passwort nutzen.

Viele Firmen nutzen eine Mobile Device Management (MDM)-Lösung, um Smartphones sicherer zu machen. Dies kann die Gerätesicherheit erheblich erhöhen, da es einige der risikoreicheren Prozesse überwachen kann, die mit Aktivitäten auf mobilen Geräten verbunden sind. Trotzdem sind Nutzer immer noch die „last line of defense“. Sie entscheiden, ob Updates automatisch geladen werden, ob sie ein sicheres Passwort haben und ob sie nur Apps aus dem zugehörigen Store laden.

www.sans.org

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