VERANSTALTUNGEN

IT-Sourcing 2018
03.09.18 - 04.09.18
In Hamburg

DILK 2018
17.09.18 - 19.09.18
In Düsseldorf

abas Global Conference
20.09.18 - 21.09.18
In Karlsruhe

it-sa 2018
09.10.18 - 11.10.18
In Nürnberg

Digital Marketing 4Heroes Conference
16.10.18 - 16.10.18
In Wien und München

Cybercrime Schaedling 8571163 500

Kaspersky Lab hat mit der Spyware ‚Skygofree‘ ein sehr fortschrittliches mobiles Implantat entdeckt. Die Android-Spionage-Malware ist seit dem Jahr 2014 aktiv und wurde für zielgerichtete Cyberüberwachung entwickelt, möglicherweise auch für offensive Cyberoperationen. 

Zu den fortschrittlichen Funktionen von Skygofree zählt beispielsweise die Möglichkeit, standortbasierte Audioaufnahmen über infizierte Geräte zu machen. Die Spyware wird über Internetseiten, die Seiten führender Mobilfunknetzbetreiber imitieren sollen, verbreitet.

Skygofree ist eine hochentwickelte, mehrstufige Spyware, die Angreifern die vollständige Fernsteuerung eines infizierten Geräts ermöglicht. Das Spionageprogramm wurde kontinuierlich weiterentwickelt, seit die erste Version Ende des Jahres 2014 erstellt wurde und nun die Möglichkeit bietet, umliegende Gespräche und Geräusche zu belauschen, wenn ein infiziertes Gerät an einen bestimmten Ort gelangt. Weitere fortschrittliche Funktionen sind die Verwendung von Zugangsdiensten zum Diebstahl von WhatsApp-Nachrichten und die Möglichkeit, ein infiziertes Gerät mit von den Angreifern kontrollierten WLAN-Netzwerken zu verbinden.

Das Implantat verfügt über mehrere Exploits für den Root-Zugriff und ist auch in der Lage, Bilder und Videos aufzunehmen sowie Anruferlisten, SMS-Nachrichten, Standortlokalisierung, Kalenderereignisse und geschäftsbezogene Informationen, die sich im Gerätespeicher befinden, zu erfassen. Eine Besonderheit ist zudem, dass der Schädling den bei führenden Geräteherstellern eingebauten Batteriesparmodus umgehen kann: Das Implantat fügt sich automatisch in die Liste der ,geschützten Apps‘ ein, so dass es bei ausgeschaltetem Bildschirm nicht automatisch beendet wird und weiterlaufen kann.

Die Kaspersky-Experten fanden 48 verschiedene Befehle, die von Angreifern implementiert werden können, was ihnen maximale Flexibilität ermöglicht.

In erster Linie zielt Skygofree auf Android ab. Die Angreifer scheinen allerdings auch ein Interesse an Windows-Nutzern zu haben. So fanden die Experten von Kaspersky Lab eine Reihe kürzlich für Windows entwickelter Module.

Ursprung von Skygofree liegt wahrscheinlich in Italien

Die meisten für die Verbreitung des Implantats verwendeten gefälschten Landingpages wurden im Jahr 2015 registriert, als laut den telemetrischen Daten von Kaspersky Lab die Verbreitungskampagne am aktivsten war. Die Kampagne ist noch aktiv, die letzte Domain wurde im Oktober 2017 registriert. Laut den Daten von Kaspersky Lab gab es bis heute mehrere Opfer in Italien.

„Fortschrittliche mobile Malware ist sehr schwer zu identifizieren und zu blockieren; das haben die Entwickler von Skygofree eindeutig zu ihrem Vorteil genutzt, indem sie ein Implantat erschaffen und entwickelt haben, das Ziele intensiv ausspionieren kann, ohne Verdacht zu erregen“, sagt Alexey Firsh, Malware Analyst, Targeted Attacks Research, bei Kaspersky Lab. „Angesichts der Artefakte, die wir im Malware-Code und bei unserer Analyse der Infrastruktur entdeckt haben, gehen wir stark davon aus, dass sich hinter dem Entwickler der Skygofree-Implantate ein italienisches IT-Unternehmen verbirgt, das Überwachungslösungen anbietet, ähnlich wie das HackingTeam.“

Mobile Security stärken

Sicherheitsmaßnahmen, um sich vor fortschrittlicher mobiler Malware zu schützen:

  • Auf allen mobilen Endgeräten sollte eine zuverlässige Sicherheitslösung installiert sein – wie die Unternehmenslösung Kaspersky Security for Mobile [2] –, die mobile Bedrohungen erkennt und blockiert.
  • Bei E-Mails von unbekannten Personen oder Organisationen mit unerwarteten Anfragen oder Anhängen sollte Vorsicht geboten sein.
  • Bevor auf Links geklickt wird, sollten Webseiten auf Integrität und Ursprung überprüft werden. Im Zweifelsfall kann der Service Provider kontaktiert werden.
  • Systemadministratoren sollten die Application-Control-Funktionalität in ihren mobilen Sicherheitslösungen aktivieren, um potenziell gefährliche Programme zu kontrollieren, die für solche Angriffe anfällig sind.

Kaspersky Lab entdeckt die Versionen von Skygofree für Android unter der Bezeichnung ,HEUR:Trojan.AndroidOS.Skygofree.a‘ und ‚HEUR:Trojan.AndroidOS.Skygofree.b‘ sowie die Windows-Samples unter ,UDS:DangerousObject.Multi.Generic‘.

Weitere Informationen, einschließlich einer Liste der Skygofree-Befehle, Kompromittierungsindikatoren, Domainadressen und die Gerätemodelle, auf die Exploit-Module des Implantats abzielen, sind hier zu finden. 

kaspersky.com/enterprise-security/mobile

GRID LIST
Tb W190 H80 Crop Int 9545f4619b643c50d0bb0d4b57c05b77

Neue Lösungen verbessern Sicherheit von Apps

Inzwischen ist der größte Teil des Datenverkehrs und der Informationen, die von…
Smartphone und Stethoskop

Smartphones: Zuhören? Wahrscheinlich nicht. Zusehen? Aber klar!

Hören Apps wie Facebook oder Amazon uns stets zu? Nehmen sie unsere privaten Gespräche…
Mobile Devices Security

Container-Lösung für mobile Behörden-Systeme

Mobile Systeme müssen in Behörden hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen. Das…
LTE

Mobilfunkstandards 4G und 5G bieten kaum Schutz

Über Sicherheitslücken im Mobilfunkstandard LTE können Angreifer herausfinden, welche…
Mobile Security

Daten auf mobilen Endgeräten richtig schützen

Durch neue Sicherheitsrichtlinien wie die DSGVO und vermehrte Cyberangriffe müssen…
Mausefalle

HeroRat: Malware verwandelt Android-Smartphones in digitale Wanzen

Der europäische IT-Security-Hersteller ESET warnt vor der mobilen Malware HeroRat. Sie…
Smarte News aus der IT-Welt

IT Newsletter


Hier unsere Newsletter bestellen:

 IT-Management

 IT-Security