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Verschluesselung Shutterstock 571777555 700

Intellectual Property weg, Strategie kopiert, Ideen abgekupfert? Das passiert nicht selten. Nur die sichere Verschlüsselung der Kommunikation kann hier helfen. Patrick Oliver Graf, Geschäftsführer der NCP engineeering GmbH sprach darüber mit Ulrich Parthier, Publisher it security.

Herr Graf, wie hat sich NCP in den vergangenen Jahren in puncto Portfolio, Mitarbeiter und Umsatz entwickelt?

Patrick Oliver Graf: Man kann sagen, dass wir auf allen Gebieten organisch gewachsen sind. Neue Produkte, heute fast 70 Mitarbeiter, weiter stark wachsend und das Unternehmen ist wirtschaftlich gut aufgestellt.. Wir sind bereits seit über 32 Jahren am Markt und nicht mehr nur in der DACH-Region ein anerkannter und zuverlässiger Partner mit einem Produktportfolio von Enterprise bis KMU.

NCP hat sich die Stellung als Premium-Hersteller hart erarbeitet und unter allen Marktbegleitern eine Sonderstellung. Wir haben einen hohen Anspruch an Qualität und Zuverlässigkeit. Unsere Produkte sind universell einsetzbar, so sind zum Beispiel unsere Clients kompatibel zu Juniper, Cisco, Palo Alto und allen anderen wichtigen Herstellern, deren Produkte in erster Linie Server-centic sind. Und lassen sie mich das sagen, diese Anbieter sind erstmal Firewall-Hersteller und hier auch richtig gut, aber bei der Anbindung von Clients bei gleichzeitiger zentraler Verwaltung der Server- und Client-Seite eher schwach. Und genau da liegt unsere Stärke und die notwendige Differenzierung, Wir kooperieren dadurch sogar miteinander wie unsere weltweite, strategische Partnerschaft mit Juniper zeigt. Das verschafft uns weltweit einen Zugang zum Enterprise-Markt.

Märkte und Partnerschaften, wie geht es hier voran?

Patrick Oliver Graf: Neben dem Kernmarkt DACH haben wir in den letzten Jahren schrittweise neue Märket wie The Americas und International (Rest Of The World) erschlossen. Juniper war ein weiterer Meilenstein beim Ausbau unserer Technologiepartnerschaften. Sie können sich vorstellen, dass dies nicht nicht nur positive Auswirkungen auf den Umsatz hat, sondern auch auf die Visibilität und Analystenmeinungen.

Gerade haben wir mit noris networks ein weiteres Abkommen geschlossen, um uns in der Cloud-Thematik noch besser aufzustellen. Ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche langjährige Partnerschaft ist die Firma Lancom Systems, jetzt Teil von Rohde & Schwarz, und weitere Kooperationen werden folgen.

Ein Blick auf ihre Website zeigt, dass sie sich still und heimlich in einem weiteren Geschäftsfeld positioniert haben, „Secure Communications für IIoT und Remote Access“, also dem Thema Software für Remote Access und Industrie 4.0.

Patrick Oliver Graf: Das haben Sie richtig gesehen Wir beobachten dieses Geschäftsfeld schon seit einigen Jahren. Und nicht nur das: wir haben auch schon sehr früh angefangen, hier erste Lösungen zu liefern. Wir sind ja anerkannter Marktführer bei Remote Access, aber natürlich entwickelt sich die Welt weiter. Was haben wir getan? Wir verbinden nun zwei Welten, die sonst miteinander kollidieren würden, die klassische IT-Welt oder Office-Welt und die Industrie- (IIoT-)Welt. Letzter wird ja von sogenannten „non-Internet-Devices“ bestimmt.. Wir sind heute einer der ersten Hersteller, der nicht nur Beratung liefert , sondern viel wichtiger: Lösungen. Die Anbindung, eine Brücke zwischen den Welten war unser Anliegen und das ist ein riesiger Mehrwert für die Kunden.

Möglich war dies durch die Architektur der NCP-Produkte, die auf drei Säulen basiert: dem Client, dem Gateway auf der Serverseite und der Management-Software. Die Software ist bei allen Komponenten der Schüssel. So sorgt unsere Management-Software in einer einzigen Konsole für den Rollout, das Lizenzmanagement, Maintenance, Transparenz und Compliance. Das ist eines unserer Alleinstellungsmerkmale.

Die Management Software als Brücke verbindet zum einen und macht Unternehmen zum anderen also sicher. Industrie-Software produziert Daten, Daten, Daten, die ja irgendwo hin müssen und sie müssen sicher sein beginnend in puncto Authentifizierung, Kommunikation und Speicherung. Denken Sie als Beispiel an Kernkraftwerke, Wasserwerke, Windparks, Sicherheitskameras etc.

Das Thema IIoT bedeutet aber auch zwingend eine neue zusätzliche Thematik und damit neue Partnerschaften und Kooperationen?

Patrick Oliver Graf: Sie haben recht und das Thema nimmt gerade Fahrt auf, es werden neue Partnerschaften entstehen, neue Technologie- und Vertriebspartner hinzukommen. Wir haben dies lange beobachtet, gerade weil auch die Cloud-Thematik neu hinzukam. Bei dieser Technologie stehen Geräte und eben nicht Menschen im Mittelpunkt. Erst als wir alle Puzzleteile zusammengesetzt haben und uns sicher waren das Richtige zu tun, sind wir den Schritt in Richtung Produktentwicklung gegangen.

IIoT, da sehen sie also noch jede Menge Wissens- und Handlungsbedarf auf der Anwenderseite?

Patrick Oliver Graf: Auf einer Security-Veranstaltung trafen wir die Analysten von Frost & Sullivan und diskutierten die Thematik ausführlich. Beide Seiten hatten auch unterschiedlich Sichtweisen auf das Thema. Daraus ist das Whitepaper „Absicherung des IoT auf Unternehmensebene“ entstanden. Es befasst sich mit wichtigen Überlegungen zum Verwalten sicherer Datenverbindungen in IIoT-Szenarien.

Dazu zählen:

  • IIoT in der Praxis
  • die Notwendigkeit Datenverbindungen in der IIoT abzusichern
  • das Absichern sämtlicher Geräte über alle Plattformen und Authentifizierungsmethoden hinweg
  • Wie verbindet man die Produktions-IT und die traditionelle Unternehmens-IT

Auch sie haben jede Menge offene Planstellen, die Weichen sind also weiterhin auf Wachstum gestellt?

Patrick Oliver Graf: In der Tat, wir wollen weiter kräftig im zweistelligen Bereich wachsen. Alle Voraussetzungen dafür sind geschaffen. Beim Thema Mitarbeiter/innen kann ich nur sagen „fähige Mitarbeiter bitte melden“ Gerade im Bereich Software-Entwicklung, Systems Engineering und Product Management haben wir Bedarf.

Sie bezeichnen ihr Unternehmen auf ihrer Website als technologischer Weltmarktführer. Wie begründen sie diesen Anspruch?

Patrick Oliver Graf: Das hat mehrere Gründe. Wir haben:

  • ein einzigartiges Produkt-Portfolio für professionelles Arbeiten in einem ganzheitlichen VPN,
  • eine Spitzentechnologie in allen VPN Client- und Server-Komponenten,
  • ein einmaliges zentrales Management System für Industrie 4.0 und Remote Access VPN,
  • Sicherheitslösungen für die Unternehmens IT und Industrie 4.0
  • und eine End-to-End Sicherheit auf Basis eines dynamischen Sicherheits-Managements zur Verhinderung von Industrie- und Wirtschaftsspionage
  • und deshalb nicht zuletzt über 35.000 Kunden weltweit

Was bedeutet in diesem Zusammenhang „ganzheitlich“?

Patrick Oliver Graf: Ganzheitlich bedeutet, NCP liefert eine Lösung, VPN heißt für viele oft nur der Client und diese Software gibt es manchmal sogar als Freeware. Zwei Punkte sind es, die den Unterschied machen. Die Gegenkomponente zum Client ist das VPN Gateway und zweitens die Management-Software. Nur alle alle drei Komponenten zusammen bedeuten eine ganzheitliche Lösung. Und: ganz neu ist jetzt noch zusätzlich unsere Anbindung an die Industrie 4.0-Welt.

Letztens las ich von Performance-Optimierungen ihrer VPN-Lösung. Was kann man sich darunter vorstellen?

Patrick Oliver Graf: Software wird ständig optimiert, das ist so etwas wie ein permanentes Doing. Lassen sie mich da an einem Beispiel verdeutlichen. In großen Unternehmen arbeiten teilweise zig-tausend Anwender gleichzeitig über eine definierte Server-Landschaft. Es entstehen Peaks. Die Server-Software muss das leisten und verarbeiten können. Vieles ändert sich ständig: Architekturen, Betriebssysteme, Multipozessortechniken, Chipsätze und Netzwerktechniken, Protokolle etc. müssen unterstützt werden, um optimal genutzt werden zu können. NCP stellt all dies sicher, wir sehen uns da gegenüber dem Mitbewerb als eine Art Leuchtturm.

Spannende Frage: wie geht sieht ihre Roadmap aus?

Patrick Oliver Graf: Eines ist mit Sicherheit wichtig: Man muss sich fokussieren, um Technologie- und Marktführer zu bleiben. Stand jetzt leben wir in einer hybriden Welt. Wir sind im Bereich Remote Access groß geworden. Aber auch diese Welt muss sich gegen neue Bedrohungsszenarien wappnen und wir stellen uns diesen Herausforderungen . Außerdem sind wir nun auch in der IIoT-Welt unterwegs. Es gilt hier, die gleiche Marktstellung wie in der klassischen IT-Welt zu entwickeln und Marktführer zu werden. 

Wie sehen sie das Thema Verschlüsselung auf der Anwenderseite? Wäre es nicht schön, wenn man eine allumfassende Lösung für eMail, Daten, Anwendungen, die Cloud, Ende-zu-Ende implementieren könnte?

Patrick Oliver Graf: Schön wäre es, aber nicht realistisch. Wir hätten dann eine eierlegende Wollmilchsau, heißt es gäbe nur einen Anbieter. Ist das gut? Jeder Anbieter hat durchaus seine Stärken, mehrere Hersteller sind also per se gut, wenn Sie sich problemlos ergänzen. Mein Lösungsvorschlag heißt also „best of breed“ für Firewall, Endpoint Security, sichere Kommunikation/E-Mails,. Es ist der sinnvollste Ansatz das Beste aus allen Welten miteinander zu verbinden. Für uns als Anbieter bedeutet das Innovation und Fokussierung statt Verzettelung.

Herr Graf, vielen Dank für das Gespräch!

 

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