Net.Law.S 2018
20.02.18 - 21.02.18
In Nürnberg, Messezentrum

CESIS 2018
20.02.18 - 21.02.18
In München

SAMS 2018
26.02.18 - 27.02.18
In Berlin, Maritim proArte

Plentymarkets Online-Händler-Kongress
03.03.18 - 03.03.18
In Kassel

Search Marketing Expo 2018
20.03.18 - 21.03.18
In München, ICM – Internationales Congress Center

EU-Flagge

Der Countdown läuft: Bis zum 25. Mai 2018 müssen Unternehmen die Neuerungen der seit 2016 geltenden Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) umgesetzt haben. Die Verschärfungen betreffen vor allem die Rechenschafts- und Nachweispflicht beim Umgang mit personenbezogenen Daten sowie die Meldepflicht im Fall von Datenpannen.

Gleichzeitig steigt auch die Höhe möglicher Bußgelder deutlich. Um auch in Zukunft rechtskonform aufgestellt zu sein, müssen Prozesse angepasst oder neu aufgesetzt werden.

Die neuen Datenschutzrichtlinien gemäß der DS-GVO betreffen alle Unternehmen gleichermaßen. Überall, wo zur Erledigung von Aufträgen personenbezogene Daten erhoben und gespeichert werden, ist künftig noch mehr Sorgfalt gefragt. Ein wesentlicher Aspekt der Neuregelung ist die Verschärfung der sogenannten Rechenschafts- oder Nachweispflicht. So müssen Unternehmen künftig jederzeit nachweisen können, dass sie verwendete Daten rechtmäßig verarbeiten. „Ein solcher Nachweis kann beispielsweise über entsprechende Einwilligungen oder Verträge mit dem jeweiligen Kunden erbracht werden“, erläutert Timo Gehle, Leiter IT-Strategie, IT-Sicherheit & Datenschutz im Consulting der DATEV eG. Im Rahmen seiner Tätigkeit nimmt er auch die Aufgabe des externen Datenschutzbeauftragten für Steuerberatungskanzleien und Unternehmen wahr und kennt daher die mit Datenschutz-Fragen verbundenen Probleme aus seiner täglichen Praxis.

Rechenschafts- und Nachweispflicht

Darüber hinaus gelten von Mai an grundsätzlich schärfere Bestimmungen für den Umgang mit personenbezogenen Daten. „Sie dürfen überhaupt nur für bestimmte und festgelegte Zwecke erhoben und verarbeitet werden“, so Gehle. „Außerdem müssen Unternehmen sicherstellen, dass falsche Daten unverzüglich berichtigt oder gelöscht werden.“ Daten, die nicht mehr benötigt werden, sind ebenfalls sofort zu löschen. Darüber hinaus gilt für personenbezogene Daten, dass sie über technisch-organisatorische Maßnahmen angemessen gegen unrechtmäßige Verarbeitung geschützt und vor unbeabsichtigtem Verlust oder Zerstörung gesichert sein müssen. Verstöße gegen die Rechenschaftspflicht können Unternehmen bis zu vier Prozent ihres Jahresumsatzes (maximal 20 Millionen Euro) kosten.

Der gleiche Bußgeldrahmen gilt auch bei Verstößen gegen die sogenannten Betroffenenrechte. „Dazu zählen die Informationspflicht des Unternehmens, das Auskunftsrecht des Betroffenen sowie – je nach Situation – sein Recht auf Berichtigung oder Löschung“, fasst Datenschutz-Experte Timo Gehle zusammen. „Deshalb ist es in diesem Bereich unbedingt nötig, entsprechende Prozesse aufzusetzen und nachvollziehbar zu dokumentieren.“

Datenpannen zügig melden

Klar definiert ist in der DS-GVO der Umgang mit Datenpannen. Diese müssen binnen 72 Stunden der zuständigen Aufsichtsbehörde gemeldet werden. Ebenso sind die potenziell Betroffenen unverzüglich zu informieren. „Diese Verpflichtung können Unternehmen nur einhalten, wenn sie dafür spezielle Mechanismen etabliert haben“, stellt Gehle fest. „Darüber muss sich unmittelbar nach Bekanntwerden einer Datenpanne feststellen lassen, wer von der Panne betroffen ist und ob ein Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen besteht.“ Darüber hinaus muss im Prozess definiert sein, wie der Vorfall anschließend dokumentiert wird und wie sichergestellt ist, dass die Meldung an die Aufsichtsbehörde im vorgegebenen Zeitrahmen erfolgt. Unternehmen, die gegen die Vorgaben verstoßen, können mit einem Bußgeld von bis zu zwei Prozent ihres Jahresumsatzes (maximal 10 Millionen Euro) belegt werden.

Datenschutzbeauftragter wird noch wichtiger

Nach wie vor müssen Unternehmen, in denen mehr als neun Personen mit der Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind, einen Datenschutzbeauftragten (DSB) benennen. Dessen Position wird sogar gestärkt: Sollte er bislang auf die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Regeln im Betrieb hinwirken, ist er künftig dafür zuständig, diese Einhaltung zu überwachen. Damit die Beauftragten diese neue Aufgabe ausfüllen können, sollten Unternehmen verstärkt auf deren entsprechende Aus- und Fortbildung achten. „Vor dem Hintergrund der verschärften Regelungen empfiehlt sich, die Qualifikation des DSB noch einmal zu überprüfen“, betont Timo Gehle und ergänzt: „Ab Mai 2018 müssen die Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten auch öffentlich zugänglich gemacht und den Aufsichtsbehörden gemeldet werden.“

www.datev.de
 

GRID LIST
Tb W190 H80 Crop Int 706ed058ba0004d4fe9159b0807ac61f

WhatsApp und Co. können für Unternehmen teuer werden

Mit Inkrafttreten der EU-Datenschutzverordnung werden Kommunikationstools wie WhatsApp…
Frau hält EU-Flagge

DSGVO und Versicherer – Eins nach dem Anderen

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung stärkt den Datenschutz und die Rechte der Versicherten…
Tb W190 H80 Crop Int 41266e15a4e5a9846fa11a56dc162bde

Compliance-Check testet Datenschutzpraxis von Unternehmen

Der europäische Security-Hersteller ESET stellt Organisationen und Unternehmen einen…
Datenschutz

Ab 2018 haften Geschäftsführer in Millionenhöhe

Wenn Geschäftsführer und Vorstände die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nicht…
Security Specialist

Der moderne Datenschutzbeauftragte

Mittlerweile ist Datenschutz in aller Munde, unter anderem durch neue Regularien, die in…
Marcel Mock

Zweiter Anlauf für den Verschlüsselungsstandort Nummer 1 | Statement

Wir dürfen gespannt sein, wie die neue Bundesregierung die vom letzten Kabinett…
Smarte News aus der IT-Welt

IT Newsletter


Hier unsere Newsletter bestellen:

 IT-Management

 IT-Security