Anzeige

Hacker

Nachdem Cyberkriminelle bereits die Angst um die aktuelle COVID-19-Pandemie ausnutzen, um ihre Phishing-Kampagnen voran zu treiben, versuchen sie nun auch, die deutsche Corona-Task-Force zu unterwandern.

Ein Kommentar von Christine Schönig, Regional Director Security Engineering CER, Office of the CTO bei Check Point Software Technologies.

Während die Welt darum bemüht war, die Corona-Krise an alle Fronten zu bekämpfen, sahen Kriminelle ihre Chance in der globalen Pandemie. Nicht zum ersten Mal versuchen Hacker globale Ereignisse zu ihrem Vorteil zu nutzen. Böswillige Webseiten rund um die Pandemie und Phishing-Kampagnen mit Inhalten zu dem Virus waren die Folge. Und diese Attacken beschränken sich mitnichten lediglich auf die verängstigten Teile der Bevölkerung, die mit zu den leichtesten Opfern zählen. Neue Berichte belegen, dass selbst die Experten an vorderster Front im Kampf gegen die Pandemie zu den Zielen solcher Attacken wurden. Die deutsche Corona-Task-Force besteht mitunter aus Vertretern großer deutscher Konzerne. Über 100 der Mitglieder der Task Force wurden das Ziel von Phishing-Angriffen. Wie viele der Angriffe dabei erfolgreich waren, ist nicht bekannt.

Diese neuen Berichte zeigen einmal mehr, welch große Gefahr Phishing nicht nur in der aktuellen Situation für Unternehmen und Einzelpersonen darstellt. Durch die hohe Skalierbarkeit solcher Angriffe kann jeder ein potenzielles Ziel sein. Umso wichtiger ist es, dass sich auch jeder darüber bewusst ist. Seien es Phishing-Versuche per Mail oder Social-Engineering per Telefon – jeder von uns sollte durchgehend auf der Hut sein, wenn es um das Klicken auf Links oder das weitergeben persönlicher Daten geht. Zudem müssen Sicherheitssysteme in der Lage sein, zusätzlichen Schutz durch solche Bedrohungen zu liefern.

Neben virtuellen Sicherheitsnetzen, die Mails mit maliziösen Inhalten abfangen, bevor sie die Postfächer von Mitarbeitern erreichen, gehören auch zusätzliche Authentifizierungsschritte zu den notwendigen Sicherheitsstandards. Dadurch kann nicht nur der unerlaubte Zugang zu E-Mailkonten erheblich erschwert, sondern auch der Schaden von erfolgreichen BEC-Angriffen (Business Email Compromise) in Grenzen gehalten werden. Unternehmen müssen proaktiv die Sicherheit ihrer Systeme und Infrastruktur an die Gegebenheiten und Trends anpassen, denn selbst wenn der Virus COVID-19 einmal überstanden ist – die virtuellen Gefahren werden leider nicht abebben, im Gegenteil.

Christine Schönig, Regional Director Security Engineering CER
Christine Schönig
Regional Director Security Engineering CER, Check Point Software Technologies

Weitere Artikel

Gesundheitswesen IT

Neun Schwachstellen in Rohrpost-Software von Swisslogic Healthcare

Sicherheitsforscher von Armis, dem Anbieter einer Unified Asset Visibility- und Sicherheitsplattform, geben die Entdeckung von neun kritischen Schwachstellen in der Nexus Control Panel-Software bekannt, die alle aktuellen Modelle der TransLogic Pneumatic…
Hacker

Hacker werden raffinierter und teilen sich Computer Vision-Tools

HP Inc. veröffentlicht mit dem neuen globalen „Threat Insights Report“ eine Analyse von realen Cybersecurity-Angriffen und Schwachstellen. Die Studie zeigt: Cybercrime-Aktivitäten nehmen rasant zu und werden immer raffinierter.
Phishing

Neuer Report zeigt Top Phishing-Maschen auf

Norton Labs, das globale Forschungs-Team von NortonLifeLock, veröffentlicht den zweiten Consumer Cyber Safety Pulse Report. Der quartalsweise erscheinende Report bietet wichtige Einblicke und Erkenntnisse in Cybersecurity-Vorfälle, die Verbraucher zum Ziel…
Hacker Russland

REvil-Ransomware – höfliche und russlandfreundliche Hacker

Vor allem jenseits des Atlantiks sorgte kürzlich ein Bericht der NBC für Furore: Dieser stellte fest, dass die REvil-Ransomware, die für die groß angelegte Kaseya-Supply-Chain-Attacke benutzt wurde, so programmiert ist, dass sie keine russischen Rechner…
Cyber Security

Phishing-Angriffe: 65 Prozent der Opfer machten Schulung

Cloudian veröffentlichte seinen 2021 Ransomware Victims Report. Die Umfrage ergab, dass 54 Prozent der Opfer zum Zeitpunkt des Angriffs bereits an einer Anti-Phishing-Schulung teilgenommen und 49 Prozent einen Perimeter-Schutz installiert hatten.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.