KI-bezogene Sicherheitsvorfälle

KI-Nutzung – Unternehmen kämpfen mit Sicherheits- und Kontrollproblemen

KI-Sicherheit

Künstliche Intelligenz hat in vielen Unternehmen längst den Sprung vom Experiment in den Arbeitsalltag geschafft. Mit der zunehmenden Verbreitung steigen jedoch auch die Herausforderungen rund um Sicherheit, Transparenz und Kostenkontrolle.

Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Jamf, für die 687 IT- und Sicherheitsverantwortliche befragt wurden.

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Mehr KI bedeutet nicht automatisch mehr Kontrolle

Laut der Studie setzen bereits knapp drei Viertel der befragten Unternehmen KI-Lösungen in unterschiedlichem Umfang ein. Gleichzeitig wächst mit jeder weiteren Integration die Komplexität der Verwaltung.

Besonders auffällig: Unternehmen mit einer weit fortgeschrittenen KI-Nutzung sind deutlich häufiger von Sicherheitsproblemen betroffen als Organisationen, die sich noch in einer frühen Einführungsphase befinden. Die Wahrscheinlichkeit für einen KI-bezogenen Sicherheitsvorfall liegt dort laut den Ergebnissen um rund 40 Prozent höher.

Als zentrale Ursache nennen die Studienautoren fehlende Transparenz. Während neue KI-Anwendungen und Funktionen immer schneller in Geschäftsprozesse eingebunden werden, können viele Unternehmen deren Nutzung nicht ausreichend überwachen oder steuern.

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Die Auswirkungen sind bereits heute spürbar. Rund 22 Prozent der Befragten berichten von mindestens einem KI-bezogenen Vorfall, der entweder zusätzliche Kosten, Sicherheitsprobleme oder beides verursacht hat.

Darüber hinaus sehen fast 60 Prozent der Teilnehmer solche Vorfälle als akutes Unternehmensrisiko an. Damit entwickelt sich die Frage der KI-Governance zunehmend von einem strategischen Zukunftsthema zu einer operativen Aufgabe im Tagesgeschäft.

Unternehmen setzen auf Produktivität und Governance

Trotz der Risiken bleibt die Bereitschaft zur Nutzung von KI hoch. Für die kommenden zwölf Monate stehen insbesondere drei Themen auf der Agenda vieler IT-Abteilungen:

  • Automatisierung von IT-Prozessen
  • Einsatz KI-gestützter Produktivitätswerkzeuge
  • Aufbau und Weiterentwicklung von Governance-Strukturen

Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen den Einsatz von KI nicht bremsen möchten. Stattdessen suchen sie nach Wegen, Innovationen mit Sicherheits- und Compliance-Anforderungen in Einklang zu bringen.

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Vier Herausforderungen prägen den KI-Alltag

Die Studie von Jamf identifiziert mehrere Problemfelder, die Unternehmen aktuell besonders beschäftigen.

Schatten-KI erschwert die Kontrolle

Viele Beschäftigte nutzen KI-Anwendungen eigenständig, ohne dass diese offiziell von der IT freigegeben wurden. Dadurch verlieren Unternehmen den Überblick darüber, welche Daten in externe Systeme gelangen und wie diese verarbeitet werden.

Neue KI-Agenten erweitern die Angriffsfläche

Moderne KI-Lösungen arbeiten zunehmend autonom und werden direkt in Entwicklungsumgebungen, Befehlszeilenwerkzeuge oder Geschäftsprozesse integriert. Herkömmliche Kontrollmechanismen erfassen diese Anwendungen häufig nur unzureichend.

Immer mehr Software enthält KI-Funktionen

Zusätzlich integrieren Softwarehersteller kontinuierlich neue KI-Funktionen in bestehende Produkte. Für Unternehmen bedeutet das einen steigenden Aufwand bei Bewertung, Freigabe und Verwaltung der eingesetzten Lösungen.

Kosten bleiben schwer kalkulierbar

Auch die wirtschaftliche Seite bereitet vielen Organisationen Schwierigkeiten. Nutzungsabhängige Preismodelle, unterschiedliche Abonnements und parallele KI-Angebote erschweren die Einschätzung, welche Investitionen tatsächlich einen messbaren Nutzen bringen.

Governance wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor

Nach Einschätzung von Jamf steht die nächste Phase der KI-Einführung nicht mehr im Zeichen der Technologie selbst. Stattdessen rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie Unternehmen den Überblick über ihre KI-Landschaft behalten.

Je stärker KI in Anwendungen, Arbeitsabläufe und Endgeräte eingebunden wird, desto wichtiger werden Transparenz, Kontrolle und Risikomanagement. IT- und Sicherheitsteams müssen nachvollziehen können, welche Systeme auf Unternehmensdaten zugreifen, wie Entscheidungen getroffen werden und wo potenzielle Gefahren entstehen.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Unternehmen, die frühzeitig tragfähige Governance-Strukturen etablieren, bessere Voraussetzungen schaffen, um die Vorteile von KI langfristig und sicher zu nutzen.

(red/Jamf)

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