Hohes Volumen an personenbezogenen Daten

Was IT-Entscheider von der Cyber-Abwehr der WM 2026 lernen können

Laut Cynthia Overby, Director of Strategic Security Solutions, ZCOE bei Rocket Software, schafft  die Fußball-Weltmeisterschaft ein attraktives Umfeld für Cyberkriminelle, doch es gibt wirksame Gegenmaßnahmen.

„Die Austragungsorte der Weltmeisterschaft empfangen derzeit Millionen von Menschen,  darunter Spieler, Offizielle, Sponsoren und Medienvertreter. Da viele von ihnen stark auf  vernetzte Geräte und öffentliche Netzwerke angewiesen sind, entsteht ein erheblich erweitertes  Angriffsfeld für Cyberkriminelle. Smartphones, Laptops und andere internetfähige Geräte sind  besonders gefährdet, insbesondere wenn sie mit ungesicherten WLAN-Netzwerken verbunden  werden. 

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Darüber hinaus werden Berichten zufolge groß angelegte Phishing-Kampagnen mit gefälschten Ticketangeboten, manipulierten Merchandising-Websites und fingierten Nachrichten  eingesetzt, um Fans zur Preisgabe sensibler persönlicher und finanzieller Daten zu verleiten. 

Das hohe Volumen an personenbezogenen und finanziellen Daten, das von Reiseanbietern,  Unternehmen der Hospitality-Branche sowie den Veranstaltern verarbeitet wird, erhöht das  Risiko zusätzlich und macht diese Systeme zu attraktiven Zielen für Datendiebstahl. Auch  staatlich unterstützte Angreifer stellen eine potenzielle Bedrohung für kritische Infrastrukturen  dar. Mögliche Ziele von Malware-Angriffen sind unter anderem Videowände in Stadien,  kommunale Verkehrssysteme sowie die Ticketing-Plattformen des Turniers. 

Selbst Personen, die nicht vor Ort sind, bleiben gefährdet, da Cyberkriminelle verstärkt  betrügerische Streaming-Websites nutzen, um Schadsoftware zu verbreiten und Endgeräte zu  kompromittieren. 

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Um die Weltmeisterschaft sowohl digital als auch physisch abzusichern, sollten die  Organisatoren auf mehrschichtige Sicherheitskonzepte und proaktive Schutzmaßnahmen setzen. Dazu gehört insbesondere die konsequente Implementierung von E-Mail Authentifizierungsstandards über alle offiziellen Turnier- und Partner-Domains hinweg. Ebenso  entscheidend ist die strikte Trennung von Operational Technology (OT) – etwa  Stadionbeleuchtung, Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen (HLK) sowie digitalen  Anzeigesystemen – von Unternehmensnetzwerken und öffentlichen WLAN-Infrastrukturen. 

Darüber hinaus sollten eine identitätsbasierte Zero-Trust-Architektur etabliert sowie Multi Faktor-Authentifizierung und streng begrenzte Zugriffsrechte für alle Drittanbieter  vorgeschrieben werden, die an Betrieb und Verwaltung der Infrastruktur beteiligt sind. Dadurch  lässt sich das Risiko unbefugter Zugriffe während der Veranstaltung deutlich reduzieren.“

Autorin: Cynthia Overby, Director of Strategic Security Solutions, ZCOE bei Rocket Software

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