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Die an Popularität gewinnenden Online-Händler üben einen immer stärkeren Druck auf den traditionellen Einzelhandel aus. Der Online-Markt entwickelt sich rasend schnell, neue Websites kommen fast täglich hinzu.

Im immer stärker werdenden Kampf der Online-Präsenzen ist inzwischen eine „virtuelle Schlacht“ um die beste Technologie zur Verbesserung des Einkaufserlebnisses entfacht, denn jeder Online-Händler möchte der Konkurrenz einen Schritt voraus sein. 

Ein wichtiger Faktor zur Verbesserung der Einkaufserfahrung für Online-Kunden ist die Geschwindigkeit. Die Aufmerksamkeitsspanne der meisten Online-Shopper ist sehr kurz und die Zeit, die eine Seite zum Laden des Produktsortiments benötigt, kann über den Einkauf entscheiden.

In einer Studie, durchgeführt von Strangeloop, verlassen 57 Prozent der User eine Website nach drei Sekunden, wenn die Inhalte nicht schnell genug geladen werden. 

Was muss der Online-Händler berücksichtigen, um sich von der Konkurrenz abzuheben und der Schnellste zu sein?

Seitenauslastung richtig steuern

Intern werden im Einzelhandel viele Kämpfe ausgetragen. Die Marketing-Teams wollen moderne Websites mit mehr Inhalten und anspruchsvollen Kampagnen, was jedoch zu sehr hohem Traffic auf der Internetpräsenz führt. Auf der anderen Seite versuchen IT-Abteilungen die Websites für unvorhersehbare Auslastungen zu skalieren. Am Ende des Tages verfehlen Werbebanner, Kampagnen und attraktive Websites ihre Wirksamkeit, wenn Besucher aufgrund zu langer Ladezeiten die Seite schon nach wenigen Klicks wieder verlassen. 

E-Händler sind oft in einem Teufelskreis gefangen: Online-Kunden fordern schnellere Transaktionen, auch wenn die Zahl der Besucher auf einer Website unerwartet steigt und sich dadurch die Ladezeiten verlängern. Wenn die Seite zu lange lädt, kann das Geschäfts- und Online-Kunden auch von künftigen Besuchen abhalten. Online-Händler stehen vor der Herausforderung, mit diesem großen Verkehr auf den Internetseiten richtig umzugehen. Sie müssen kritische Back-End-Entscheidungen treffen, um das Problem zu lösen, bevor es sich auf den Umsatz auswirkt.

Kürzere Wege für Daten

Die Geschwindigkeit, mit der eine Website angezeigt wird, hängt häufig davon ab, wo sich der User und der Standort der Web-Server befinden. Wenn sich ein Webserver beispielsweise in Deutschland befindet, lädt die Seite für einen deutschen Käufer schneller als für einen Käufer in USA. Je näher der Server sich am Käufer befindet desto besser. Latenz, oder die Geschwindigkeit, mit der sich Daten im Netzwerk bewegen, wird auch durch die Anzahl von „Sprüngen“ zwischen verschiedenen Server-Standorten beeinflusst. Je weniger Übergänge zu anderen Servern vonstattengehen, desto schneller erreichen die Inhalte den Besucher der Internetseite. 

Spitzenverkehr

Eine große Auswirkung auf die Ladezeiten haben auch saisonale Haupteinkaufszeiten wie Weihnachten oder Sonderaktionen, denn hier erleben E-Tail-Websites in der Regel außergewöhnliche Spitzen im Seitenverkehr. Auch zu Aktionstagen steigen die Zugriffszahlen meist signifikant. Diese so genannten „Flash-Verkehr“-Ereignisse können zum Verhängnis jeder Website werden, wenn diese nicht darauf vorbereitet ist. Eine selbstbetriebene Netzwerkinfrastruktur kann unter Umständen besonders in solchen Spitzenverkehrszeiten nicht ausreichen. Wenn die Seite langsamer wird, verschlechtert sich auch das Einkaufserlebnis – dies schädigt den Ruf eines Unternehmens sowohl bei neuen als auch bei bestehenden Kunden. Große CDN-Anbieter können hier Abhilfe leisten, indem sie ihre globale Caching-Infrastruktur zur Verfügung stellen und die Daten in die Cloud verlagern. Die Daten werden überall auf der Welt in den Caching-Clustern in den Rechenzentren zwischengespeichert und auf dem schnellsten und kürzesten Weg zum Endkunden geschickt. So ist die Verfügbarkeit zu keiner Zeit beschränkt und die Leistung, Zuverlässigkeit und gleichbleibende Qualität der Website bei Belastungsspitzen und Benutzeranstürmen für Endkunden weltweit gewährleistet.

Die Lösung heißt Content Delivery Network

Worauf sollte ein Online-Händler achten? Viele Händler nutzen immer häufiger Content Delivery Networks (CDN), wodurch sich die Ladegeschwindigkeit einer Seite um bis zu 250 Prozent steigern lässt. Ein CDN ist ein Netzwerk aus leistungsfähigen Servern, die Inhalte auf verschiedene Orte auf der ganzen Welt zwischenspeichern. Dies liefert eine wichtige zusätzliche Bandbreite, nimmt die Belastung von einem zentralen Server und liefert Inhalte an User ohne große Entfernungen überbrücken zu müssen. Während einige Unternehmen ihre eigenen CDNs nutzen, ist dies für kleinere Online-Shops zu kostspielig. Hier empfiehlt es sich, das CDN-Management an einen externen Dienstleister, wie z.B. Level 3 Communications, auszulagern. Dieser liefert die entsprechende Kapazität und ist kosteneffizienter, weil die Kapazität an die tatsächliche Nutzung angepasst wird. Besonders für einen internationalen Online-Händler ist eine entsprechende Infrastruktur sehr wichtig. Kunden können weltweit auf die Website zugreifen - ohne lange Ladezeiten oder Qualitätsbeschränkung. 

Die Zukunft ist mobil

Um den heutigen Anforderungen im E-Commerce gerecht zu werden, müssen Online-Händler ein Multi-Channel-Shopping-Erlebnis bieten, denn die Performance auf mobilen Geräten wird immer wichtiger. Laut einer von Strangeloop* durchgeführten Umfrage nutzen vier von fünf Smartphone-Nutzern Online-Shops auf ihren mobilen Geräten. Die Zahlen unterstreichen die gesteigerte Bedeutung der mobilen Nutzung, es muss allerdings noch viel getan werden, um das Shopping-Erlebnis auf Handys zu verbessern. Die Umfrage von Strangeloop* zeigt zudem, dass eine Verkaufs-Website im Durchschnitt elf Sekunden zum Laden benötigt. Das ist weitaus mehr als der Verbraucher bereit ist zu warten, denn schon nach drei Sekunden ist die Geduldsgrenze der meisten User erreicht.

Die zunehmende Anzahl an 4G-Netzen verbessert zwar die Erfahrung der Internetnutzung auf Smartphones, aber Einzelhändler müssen auch in Backhaul-Services und mobile CDNs investieren, um Inhalte auf Endgeräte schneller liefern zu können. Für den Verbraucher führt dies zu einer besseren, störungsfreien Wiedergabe von multimedialen Inhalten und einen schnelleren Zahlungsverkehr – der Einzelhändler kann so einen treuen Kundenstamm gewinnen.

Die weiter steigende Nutzung mobiler Endgeräte bedeutet für die IT-Abteilungen von Einzelhändlern, dass diese in die Websiteoptimierung investieren müssen, denn nur so können sie eine schnelle Lieferung der Inhalte sicherstellen, egal ob der Nutzer auf die Website direkt oder über eine App zugreift. Der mobile Handel bedeutet dann nicht nur eine Erweiterung der Online-Umsätze, sondern auch ein Mechanismus zur Erhöhung der Kundentreue.

Fazit

Einfach nur online sein ist nicht mehr genug: Online-Händler müssen sich bei der Einkauferfahrung von der Konkurrenz absetzen, um loyale Kunden zu gewinnen. Geschwindigkeit ist hier ein absolut kritischer Aspekt. Des Weiteren müssen Händler auch immer neue Möglichkeiten erschließen, um Verbraucher zu erreichen und einen guten Eindruck zu hinterlassen. Das nächste große Schlachtfeld ist der mobile Zugang zu Inhalten, denn hier spielt die Geschwindigkeit eine ebenso große Rolle spielen wie bisher auf Webseiten. 

Das alte Mantra des Einzelhandels sagt: der Kunde hat immer Recht. Was früher als Anweisung für das Verkaufspersonal in einem Geschäft galt, den besten Service und ein hervorragendes Einkaufserlebnis zu bieten, gilt heute ebenso für den Online-Handel – auch hier muss der Service umfassend, engagiert und schnell sein. Online-Händler erreichen eine erhöhte Kundenzufriedenheit mit einer Optimierung der Online-Präsenz. Damit der Käufer schnell und störungsfrei einkaufen kann.

Von Gerald Rubant, Director Sales, Enterprise, Deutschland & Nordeuropa bei Level 3 Communications, ein globaler Anbieter für Kommunikationsdienstleistungen mit eigenen Glasfasernetzen in drei Kontinenten und Kunden in 60 Ländern. 

 


Allgemeine Tipps zum Verringern der Ladezeiten auf Ihrer Webseite

  • Online-Käufer sind oft ungeduldig. Stellen Sie sicher dass Ihre Website-Performance unkompliziert und die Wiedergabe von Inhalten möglichst schnell ist.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie über eine große Netzwerkkapazität verfügen, damit die Inhalte Ihrer Website auch während Verkehrsspitzen schnell und ohne Unterbrechungen wiedergegeben werden.
  • Nutzen Sie Browser Caching. Die Bilder von wiederkehrenden Besuchern auf Ihrer Webseite werden lokal vom Rechner des Besuchers geladen und belasten Ihre Webseite nicht.
  • Reduzieren Sie die Cookie-Größen.
  • Vermeiden Sie das Laden von Elementen von externen Seiten. Der verlinkte Inhalt kann auf einem langsamen Server gehostet sein, das bremst dann auch Ihre Webseite.
  • Verringern Sie Bildergrößen. Laden Sie Bilder nur in der Größe, die wirklich notwendig ist. 
  • Minimieren sie JavaScript. 

So optimieren Sie das Nutzererlebnis

  • Vermeiden Sie lange Anmeldeformulare. Beschränken Sie die Anmeldung auf E-Mail-Adresse und Passwort. 
  • Verwenden Sie "Call-to-action"-Tasten für höhere Konversionsraten. Achten Sie darauf die Tasten durch richtige Positionierung, Größe und Design hervorzuheben.
  • Erstellen Sie möglichst klare Suchfunktionen um den Kunden eine schnelle und einfache Suche zu ermöglichen. 
  • Bieten Sie Ihren Kunden einen möglichst einfachen Bestellvorgang durch unkompliziertes Hinzufügen von Artikeln in den Warenkorb.
  • Erstellen Sie eine 'Pfadnavigation', damit Kunden zu jeder Zeit wissen, wo sie bei der Kaufabwicklung sind, wie viele Schritte sie bereits abgeschlossen haben und wie viele sie noch absolvieren müssen. 

(*Quelle: Strangeloop)

Weitere Informationen zu Level 3 Communications:

www.level3.eu.com/de

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