Aus der Not eine Tugend machen

Fachkräftemangel: Wie IT-Abteilungen große Lücken effektiv schließen

Fällt das interne IT-System aus, gleicht das in modernen Unternehmen aller Branchen einem Supergau. Doch zum Glück gibt es für derlei Probleme eine personell gut bestückte IT-Abteilung – oder etwa nicht? Genau hier liegt die große Problematik, denn vor allem in der Informationstechnik zeichnet sich durch den anhaltenden Fachkräftemangel eine enorme Lücke zwischen offenen Stellen und qualifizierten Arbeitssuchenden ab.

„Aufgrund des kontinuierlichen Wachstums der IT-Branche gibt es mehr und mehr Digitalunternehmen in Deutschland und damit einhergehend eine Vielzahl von nicht besetzbaren Arbeitsplätzen“, schildert Jerome Evans, Gründer und Geschäftsführer der firstcolo GmbH. Da sich die Personalgewinnung in dieser Situation als besonders kompliziert erweist und ein großer Aufwand betrieben werden muss, um qualifiziertes Personal zu identifizieren sowie für sich zu gewinnen, braucht es zusätzlich dazu einen alternativen Lösungsansatz. Nicht zuletzt könnte dieser in einer Auslagerung an Managed Service Provider liegen.

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Ausgeprägte Digitallandschaften stark betroffen

Durch den stark wachsenden Datenstrom, der sich aus einer sich immer weiter digitalisierenden Industrie ergibt, herrscht ein sehr großer Bedarf an Datenverarbeitungskapazität. Am effektivsten lassen sich diese sensiblen Informationen in externen Datacentern speichern. Im Ausbau dieser Anlagen liegt weiterhin die Zukunft. „Über 60 Prozent der Rechenzentrumsflächen befinden sich im Rhein-Main-Gebiet. Hier spüren Anbieter von Rechenzentrumsdienstleistungen den Fachkräftemangel am stärksten“, erklärt Evans. Es entsteht somit durch den Neu- sowie Ausbau von Datacentern eine Vielzahl von Arbeitsplätzen, die sich nur schwer besetzen lassen. „Da zunehmend weniger Fachkräfte für die ausgeschriebenen Stellen nachrücken, wird sich die Lage in den nächsten Jahren noch verschlimmern“, führt der Experte aus. Durch den Aufbau einer modernen System-Infrastruktur über externe Dienstleister benötigen Unternehmen jedoch nicht mehr zwangsläufig große IT-Teams, um dem riesigen Datenvolumen Herr zu werden – gänzlich ohne internes Personal geht es allerdings auch nicht.

Starke Marke als Mitarbeitermagnet

Um die rar gesäten Fachkräfte ausfindig zu machen, für sich zu gewinnen und langfristig zu binden, ist die Außendarstellung für Digitalunternehmen von großer Bedeutung. „Gerade jetzt erweist es sich als wichtiger denn je, das Employer-Branding zu optimieren und den Fokus als Rechenzentrums-Anbieter stärker auf HR-Exzellenz und damit das Wohl der Mitarbeitenden zu legen“, stellt Evans klar. Extern sowie auch intern bedarf es einer Steigerung der Arbeitsattraktivität. In Bereichen wie der IT-Branche können sich qualifizierte Arbeitssuchende die passende Stelle häufig aussuchen, sodass finanzielle Rahmenbedingungen zwar mitentscheidend sind, allerdings nicht den letztendlichen Ausschlag für die Entscheidungsfindung geben. Moderne Arbeits- und gute Organisationsstrukturen zahlen stark auf die Zufriedenheit ein. „Die allermeisten Stellen lassen sich nur besetzen, wenn IT-Unternehmen als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen werden und sie ein hohes Maß an Zeit und Energie in die Suche und Ansprache von potenziellen Kandidaten stecken“, so der Experte abschließend. Möchten Arbeitgeber also dem vorherrschenden Fachkräftemangel trotzen, gilt es eine moderne IT-Infrastruktur mit einer angemessenen Outsourcing-Strategie zu kombinieren, um potenziellen Kandidaten optimale Arbeitsbedingungen mit an die Hand zu geben.

Jerome Evans

firstcolo GmbH -

Gründer und Geschäftsführer

Jerome Evans ist Geschäftsführer der firstcolo GmbH. Seit über 15 Jahren befasst er sich mit IT-Dienstleistungen, speziell Datacentern und kümmert sich um den Aufbau und Betrieb von Rechenzentren.
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