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Halloween

Wer als Freelancer tätig ist, braucht oft einen langen Atem und einen kühlen Kopf. Vom Schreckgespenst „Überstunden“ bis hin zum Poltergeist „Steuererklärung“ gibt es eine Reihe von schaurigen Hürden, die Freelancer überwinden müssen.

Doch mit etwas Planung sind die meisten Horrorszenarien gar nicht so gruselig. Wie sie vermieden werden können, weiß Thomas Maas, CEO von freelancermap.

1. Horrorszenario: Schwankendes Einkommen

Als besonders unangenehm empfinden 44 Prozent der befragten Selbstständigen die Unsicherheit über ihre finanzielle Situation, genauer: ein schwankendes Einkommen. Es muss nur ein Kunde in Zahlungsverzug geraten, die Auftragslage stagnieren oder der Steuerbescheid ins Haus flattern und schnell befinden sich Freiberufliche in einer wirtschaftlichen Misere. Kann in solch einem Moment nicht auf ein finanzielles Polster zurückgegriffen werden, ist das Erschrecken meist groß. Aus diesem Grund raten die Befragten dringend dazu, sich einen Puffer in Höhe von rund 15.000 Euro anzulegen, um ein böses Erwachen zu vermeiden.

2. Horrorszenario: Projektakquise vernachlässigt 

Freie Experten müssen ständig Akquise betreiben - dass die fortlaufende Kundengewinnung herausfordernd sein kann, bestätigen auch 62 Prozent der Befragten des Freelancer-Kompass. Ein gut gepflegtes Netzwerk und eine professionelle Internetpräsenz steigern die eigene Sichtbarkeit und sind für ein erfolgreiches Business ein Muss. Sind erst einmal Kundenprojekte gewonnen, können auch Folgeaufträge einfacher akquiriert werden. Daher sollte das Netzwerk an bestehenden Kunden gut gepflegt werden, um auch für zukünftige Projekte auf dem Radar zu bleiben. Ein wichtiger Tipp: Die eigene Präsenz auf Freelancer-Portalen steigert die Chance, von Recruitern gefunden zu werden. Umgekehrt können Freelancer auch nach passenden Projekten suchen und Kunden direkt anschreiben.

3. Horrorszenario: Fehlende Work-Life-Balance 

Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeits- und Privatleben zu pflegen – das wünscht sich jeder Erwerbstätige. Und doch sehen sich hier gerade Selbstständige großen Herausforderungen gegenüber. Besonders das Bedürfnis nach einer stabilen finanziellen Situation zwingt viele dazu, über ihre Belastungsgrenze hinaus zu arbeiten. Fast 30 Prozent der Befragten gab an, zu Beginn ihrer Karriere zu wenig Urlaub genommen zu haben. Auch funktioniert eine Work-Life-Balance erst dann optimal, wenn “Work” und “Life” so wenig Berührungspunkte wie möglich haben. Genau diesen Spagat sehen 36 Prozent der Selbstständigen als eine der größten Hürden: die Trennung von Beruf und Privatem. Was dagegen getan werden kann? Hier ist eine Checkliste möglicher Maßnahmen, um die Arbeit aus der Freizeit herauszuhalten: 

  • Gehen Sie zum Arbeiten in Co-Working-Spaces oder zu ihrem Auftraggeber ins Büro
  • Richten Sie sich Ihr Home-Office nach Möglichkeit in einem gesonderten Raum ein – so können Sie nach Feierabend die Arbeit wortwörtlich hinter sich lassen
  • Setzen Sie sich Arbeitszeiten, zu denen Sie am produktivsten sind 
  • Definieren Sie Zeiten, in denen Sie für Kunden erreichbar sind
  • Nutzen Sie Produktivitäts-Tools, um Ihre Aktivitäten nachzuverfolgen und Mehrarbeit zu erkennen
  • Machen Sie (Mittags-)Pausen abseits vom Arbeitsplatz
  • Räumen Sie sich bewusst Zeiten für Freunde, Familie oder sich selbst ein

4. Horrorszenario: Die Bürokratie frisst mich auf 

Buchhaltung erledigt sich leider nicht wie von Geisterhand. 25 Prozent der Freelancer finden, dass die Rechnungsführung besonders unangenehm ist, 64 Prozent sind für eine generelle Minderung der bürokratischen Prozesse für Selbstständige. Zwar möchte jeder Freelancer so viel wie möglich selbst erledigen und nicht aus der Hand geben, jedoch sollte die eigene Buchhaltung nicht unterschätzt werden. Wer kein Zahlen-Profi ist, sollte sich Hilfe von einem Experten, zum Beispiel einem Steuerberater, holen. Sparfüchse sind zudem mit Buchhaltungs-Tools gut beraten. 

Fazit: Selbstständigkeit hat Gruselmomente – ist aber kein Horrorszenario 

Sicher ist: Das Dasein als Freelancer ist mit vielen Herausforderungen verbunden, die als Schreckensmomente immer dann auftauchen, wenn Freischaffende sie am wenigsten erwarten. Wer Hürden wie Projekt- und Zeitmanagement meistert, kann seine Selbstständigkeit vollkommen genießen. Denn mit einer strukturierten Planung in puncto finanzielle Rücklagen, Eigenmarketing, Rechnungsführung und Work-Life-Balance, ist ein gutes Freelancer-Business ganz ohne Horrorszenarien vorprogrammiert. 

Thomas Maas, CEO
Thomas Maas
CEO, freelancermap
Bevor Thomas Maas 2011 als Projektleiter bei freelancermap einstieg, war er bei Immowelt unter anderem im Produktmanagement tätig. Sein beruflicher Werdegang begann mit einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Dort stellte er fest, dass er nicht nur Spaß am Verkaufen hatte, sondern vor allem daran mit Menschen zu reden und diese von seinen Ideen zu überzeugen. Seine Vorliebe für das Internet entfaltete sich dann im anschließenden Studium der Wirtschaftsinformatik an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Da Maas schon immer im technischen Bereich tätig war und selbst als Freelancer für Firmen Webseiten baute, festigte sich bei ihm schnell der Wunsch, webbasiert zu arbeiten. Heute setzt er sich als CEO von freelancermap mit großer Leidenschaft dafür ein, dass sich auf der Plattform professionelle Freelancer, Freiberufler, Selbstständige und Unternehmen für die Arbeit an spannenden Projekten zusammenfinden können.

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