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1913 führte Henry Ford in seiner Autofabrik das Fließband ein. Damit revolutionierte er nicht nur die Automobilproduktion, sondern die gesamte industrielle Fertigung. In den 70er Jahren brachte die Weiterentwicklung in Elektronik und Informationstechnologie die Industrie 3.0 mit weiteren Automatisierungen.

Heute stehen wir in den Startlöchern für die vierte industrielle Revolution – angetrieben durch den Ruf der Kunden nach qualitativ hochwertigen, individualisierbaren und dennoch erschwinglichen Produkten, ermöglicht durch Digitalisierung, Vernetzung und intelligente Automatisierung. Audi zeigt heute, wie die Produktion von morgen aussieht – in einer Smart Factory.

Auto nach Maß

Führerlos fährt die Karosserie des aktuellen Sportwagen R8 durch das Werk in Neckarsulm, denn Fords Fließband ist aus der Smart Factory verschwunden. Es ist fahrerlosen Transportfahrzeugen, kurz FTF, gewichen, die durch die Produktionshalle fahren. 

Audi FTF

0,8 Meter pro Sekunde ist die Spitzengeschwindigkeit des FTF

Sie dienen auch als Hebebühne und heben die Karosserie selbstständig bis auf mehr als 1,2 Meter. Mit Hilfe präziser Sensoren orientieren sich die FTF an Umgebungsmerkmalen sowie an Radiofrequenz-Identifikations-Marken, sogenannten RFID-Chips. Die unterschiedlichen Montageschritte werden an 200 modularen Montageinseln durchgeführt.

Dieser Aufbau der Produktion gibt den dortigen Mitarbeiterteams mehr Freiraum und Flexibilität, da er eine dynamische Taktung pro Insel je nach Arbeitsaufwand zulässt. Die Teams müssen ihre Arbeit nicht mehr an die Geschwindigkeit des Fließbands anpassen. Ist eine Montageinsel nicht erforderlich, weil der Kunde beispielsweise keine Sitzheizung bestellt hat, umfährt das FTF diese Station. Jedes einzelne Auto wird passgenau nach den Wünschen des Kunden zusammengestellt.

20 Prozent produktiver

Taucht ein Problem an einer der Montageinseln auf, steht damit nicht mehr die gesamte Montage still. Das FTF fährt autonom eine alternative Station an. Die Umstellung auf ein neues Modell ist denkbar einfach. Es werden die notwendigen Inseln für die zusätzlichen Arbeitsschritte aufgebaut, in das System eingebunden und schon ist die Produktion im Gange. Dadurch wird die gesamte Produktion flexibler und um rund 20 Prozent produktiver. Geleitet wird der Produktionsablauf von einem zentralen Steuerungssystem. Es ist mit allen Transportfahrzeugen vernetzt und kommuniziert mit den Montageinseln. Dadurch erkennt es, welche Arbeitsinsel gerade fertig geworden ist und leitet das nächste autonome Transportfahrzeug dorthin.

Audi Drohnen

Drohnen: Die kleinen Helfer bei Smart Factory

In einer Smart Factory kommen unterschiedlichste moderne Technologien zum Einsatz. Drohnen fliegen durch die Werkshallen, erledigen schnelle Aufträge und bringen einzelne Ersatzteile zu den Montagestationen. 3D-Metall-Laserdrucker fertigen komplexe Werksmaterialien aus Alu-Staub und neue Mitarbeiter erlernen neue Arbeitsschritte mit Hilfe von Virtual-Reality-Datenbrillen. Die Produktion in der Industrie 4.0 ist digital, vernetzt, intelligent gesteuert – und heute schon Realität.

blog.audi.de
 


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