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SAP

Für die weltweit geschätzten 35.000 ERP-Kunden von SAP geht es nicht darum, ob sie auf S/4HANA migrieren – sondern wann und wie. Eine aktuelle Studie des IT-Unternehmens LeanIX zeigt, dass sich die meisten Unternehmen erst in der Anfangsphase dieses gewaltigen Transformationsvorhabens befinden. 

Mit 80 Prozent wird die Identifizierung von Abhängigkeiten der komplexen ERP-Landschaft im Unternehmen am häufigsten als Herausforderung genannt. Auch wenn Enterprise Architekten als Spezialisten für die Offenlegung solcher Strukturen gelten, wird ihre Expertise offenbar zu wenig eingesetzt: Nur knapp die Hälfte der befragten Architekten hält ihre Einbindung in die SAP S/4HANA-Transformation für ausreichend. Ein Hinweis darauf, dass Unternehmen einer wichtigen Ressource im eigenen Haus zu wenig Beachtung schenken.

SAP S/4HANA bietet Unternehmen mit seinem postmodernen ERP-Ansatz eine Vielzahl von Chancen – und doch agiert der Markt zögerlich. Gartner geht Ende des 4. Quartals 2020 davon aus, dass 26 Prozent der Bestandskunden die Suite lizensiert haben. Von diesen ist wiederum nur etwas mehr als die Hälfte bereits live. Konkret bedeutet das: Erst 14 Prozent der weltweit 35.000 SAP-Bestandskunden haben die Transformation zu S/4HANA abgeschlossen.

Wo stehen die Unternehmen in der SAP S/4HANA- Transformation und welche Rolle spielen die EA-Teams? Insgesamt 91 Unternehmen nahmen im April 2021 an der LeanIX SAP S/4HANA Survey teil. Über 50 Enterprise Architekten, die in S/4HANA-Transformationen involviert sind oder waren, haben darüber hinaus einen weiteren detaillierten Einblick in ihren Arbeitsalltag gewährt.
 

Zwei Drittel der Unternehmen in der Anfangsphase der Transformation

S/4HANA ist für fast alle ein Thema: 94 Prozent der befragten Unternehmen mit SAP als ERP- Anbieter planen die Transformation oder haben sie bereits abgeschlossen. Doch wie im Gesamtmarkt ist der Prozess bei den meisten Organisationen noch nicht weit fortgeschritten: 32 Prozent der Befragten in der LeanIX SAP S/4HANA Survey befinden sich in der Planungsphase und ebenso viele in der ersten Vorbereitungsphase des laufenden Projekts.

 


Quelle: LeanIX


Komplexität der SAP-Landschaft ist die größte Herausforderung

Gefragt nach den Herausforderungen in der S/4HANA-Transformation nennen 80 Prozent die Identifizierung von Abhängigkeiten innerhalb der komplexen und hochintegrierten ERP- Landschaft. 67 Prozent der befragten Enterprise Architekten beschreiben das Erstellen einer klaren Roadmap und Zielarchitektur der zukünftigen SAP-Landschaft als Hürde, knapp 60 Prozent das Housekeeping von SAP-Legacy-Applikationen und Technologie-Landschaften.

Mit Hilfe moderner EA-Tools können Architekten genau solche Komplexitäten abbilden und eine umfassende Transparenz zur Verfügung stellen, die alle Ebenen der IT-Architektur durchdringt. Doch wann und wie intensiv sind die EA-Spezialisten in ihren Unternehmen an der S/4HANA-Transformation beteiligt?
 

EA-Teams vor allem zu Beginn der S/4HANA-Transformation involviert

Fast alle befragten EA-Spezialisten sind oder waren in die Planungs- und Vorbereitungsphase der SAP S/4HANA-Transformation ihrer Unternehmen involviert. Weniger als die Hälfte und nur ein Drittel der Architekten ist an der Implementierung oder dem finalen Roll-out beteiligt.

In der Anfangsphase der Transformation müssen Unternehmen eine Vielzahl bedeutender Entscheidungen treffen – bezogen auf die vorhandene IT-Systemlandschaft, die strategischen Zielsetzungen und darüber, ob die ERP-Suite in der Cloud oder On-Premise betrieben werden soll. Ein Verständnis der Abhängigkeiten zwischen allen IT-Assets ist die Voraussetzung dafür.

Enterprise Architekten können diese Daten in hoher Qualität liefern und die SAP-Welt in Bezug zur umgebenden IT-Landschaft abbilden. Transparenz herstellen, Szenarien zur Migration entwickeln sowie Überschneidungen und Abhängigkeiten identifizieren: Diese drei klassischen Anwendungsfälle eines modernen EA-Managements spielen zu Beginn der Transformation eine wichtige Rolle – und nahezu alle Architekten scheinen in dieser Phase involviert zu sein. Es stellt sich jedoch die Frage, wie intensiv sie tatsächlich eingebunden werden.




Quelle: LeanIX


Fast zwei Drittel der Architekten geben an, stark in die Herstellung von Transparenz über die bestehende IT-Infrastruktur involviert zu sein. Doch weniger als die Hälfte der EA-Spezialisten verzeichnet ein vergleichbares Involvement bei der Entwicklung von Migrations-Szenarien und der Identifikation von Projekt-Überschneidungen und -Abhängigkeiten.
 

Enterprise Architekten halten ihre Einbindung für ausbaufähig

Nur knapp die Hälfte der Enterprise Architekten empfindet ihr Involvement in die SAP S/4HANA-Transformation im Unternehmen als ausreichend. Ein gutes Drittel bezeichnet es sogar als „zu niedrig“ beziehungsweise „viel zu niedrig“. Das überrascht nicht. Die vorliegende Studie hat gezeigt, dass viele von ihnen nur zum Teil in Themen eingebunden werden, für die sie doch eigentlich die ausgewiesenen Spezialisten im Unternehmen sind.
 



Quelle: LeanIX


Potenzial im eigenen Haus für S/4HANA-Transformation nutzen

Mit dem Blick auf das Ende des Supports für SAP ECC läuft den Unternehmen bei S/4HANA die Zeit davon und auch die personellen Ressourcen für die externe Beratung werden knapp: Soweit die bekannten Themen im öffentlichen Diskurs. Die aktuelle SAP S/4HANA Survey fügt der Diskussion einen weiteren Aspekt hinzu, denn offenbar setzen viele Unternehmen ihre eigenen Ressourcen weniger stark ein als möglich. Damit verschenken sie wertvolles Potenzial, wie LeanIX-CEO André Christ erklärt: „Enterprise Architekten können mit ihrem Know-how entscheidend zu einer erfolgreichen S/4HANA-Migration beitragen. Es geht um eine Transformation für das gesamte Business, nicht nur um eine rein technologische Veränderung. Und genau hier liegt die besondere Stärke der Architekten: Sie liefern nicht einfach Daten, sondern verknüpfen die IT-Landschaft mit den Business Capabilities des Unternehmens und bieten somit eine gemeinsame Sprache für Business und IT. Sie sind in der Lage, alle relevanten Stakeholder schnell zu identifizieren und einzubinden. Das ist von großer Bedeutung, damit ein so gewaltiges Transformationsvorhaben auch gelingen kann.”

www.leanix.net


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