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Agile Methoden sind derzeit in aller Munde. Was viele nicht wissen: Sie sind nicht nur in größeren Unternehmen erfolgreich einsetzbar, sondern auch in kleinen und mittleren. Entscheidend ist, dass das Konzept auf ihre mittelständischen Belange individuell zugeschnitten ist. 

Agilität ist keine Strategie oder Struktur, sondern eine Denk- und Handlungsweise. Diese in Unternehmen einzuführen, ist momentan ein prominentes Thema in der Unternehmensführung. Dass das Thema Agile nicht nur zu großen Firmen, sondern auch zu kleinen und mittelständischen passen kann, ist vielen hingegen nicht klar. Dass es funktioniert, belegt die IT-On.NET Süd GmbH aus Hüfingen. Das IT-Systemhaus kann seit Beginn des vergangenen Jahres fünf Prozent mehr Gewinn und 25 Prozent mehr Vertragsumsatz verbuchen – dank einer mittelstandsgerechten agilen Führungsmethode.

Agile Unternehmensführung auch im Mittelstand

Paula BrandtWährend in größeren Unternehmen agile Methoden bereits gang und gäbe sind, sind kleine und mittlere Firmen oft noch verunsichert, ob und inwieweit ein Einsatz zu ihren mittelständischen Belangen passt. Paula Brandt (Bildquelle: Markus Schwarze Porträtfotographie), Expertin für Unternehmensführung, hat eine agile Führungsmethode speziell für KMU entwickelt: Go for the 100. „Die Methode hilft inhabergeführten Firmen ab einer Größe von 30 bis 40 Mitarbeitern dabei, ihre strategischen Ziele sicher neben dem Tagesgeschäft zu erreichen und somit die Unternehmensführung zu verbessern“, so Brandt. „Die Mitarbeiter finden sich dabei in selbstorganisierten Teams zusammen und lernen schrittweise, ihre Zielsetzung unabhängiger von der übergeordneten Leitungsebene zu erreichen.“ Die Methode ähnelt dabei einer Menükarte, aus der ausgewählt werden muss, was zur jeweiligen Firma passt. Dabei ist die Methode nicht nur für IT-Systemhäuser geeignet, sondern auch für weitere Branchen. „Go for the 100 wird für jedes Unternehmen mit den passenden Inhalten speziell zugeschnitten“, so Brandt.

Pilotprojekt für die „Go for the 100"-Methode

Als Pilotprojekt für ihre Methode konnte Brandt die IT-On.NET Süd GmbH mit Sitz in Hüfingen gewinnen. Seit 2006 ist das aktuell 17 mitarbeiterstarke IT-Systemhaus Teil der IT-On.NET Gruppe mit Hauptsitz in Düsseldorf. Es bietet ein umfassendes Angebot an modernen IT-Dienstleistungen für den deutschen Mittelstand. Das Unternehmen übernimmt die gesamte EDV oder einzelne IT-Teilbereiche seiner Kunden. Darüber hinaus konzipiert und realisiert es Internet-Anwendungen und entwickelt dynamische und datenbankbasierte Systeme.

IT.On.NET Süd stand - wie viele mittelständische Unternehmen – vor einem generellen Problem: Strategische Ziele blieben aufgrund der hohen Arbeitsbelastung durch das operative Geschäft auf der Strecke. Zu ihnen zählten beispielsweise:

  • Den guten Ruf ausbauen, um qualifizierte, gute Bewerber für offene Stellen zu bekommen.
  • Einen sauberen und reibungslosen Übergang vom bisherigen Geschäftsmodell zu einem neuen durchführen – neben dem laufenden Tagesgeschäft und mit Mitarbeitern, die den Wandel mittragen und gestalten.
  • Den Automations- und Standardisierungsgrad bei den IT-Betriebskunden erhöhen.
  • Die Kunden auf dem Weg in die digitale Transformation unterstützen und begleiten.

Derartige strategische Vorhaben rutschten auf der Prioritätenliste des Unternehmens stets nach hinten. Auftragsabwicklung und Kundenbetreuung erforderten nahezu die gesamte Kapazität der Mitarbeiter.

Um der Situation Einhalt zu gebieten, führte Jürgen Gut, Geschäftsführer von IT-On.NET Süd und Beirat im Systemhausverbund iTeam, unter Beratung von Brandt die Methode Go for the 100 im Unternehmen ein – mit dem Ziel, sein Team konsequent auf gemeinsam erarbeite Ziele und Teilziele hin auszurichten. Das von Brandt entwickelte Verfahren stellte hierbei sicher, dass diese Ziele auch tatsächlich erreicht werden, und zwar von Mitarbeitern, die die Herausforderungen wirklich meistern wollen.

Gesteckte Ziele wurden erreicht

Die Zahlen, die bei IT-On.NET Süd erreicht wurden, spiegeln den Erfolg der agilen Führungsmethode wider: fünf Prozent mehr Gewinn und 25 Prozent mehr Vertragsumsatz. Und das zeigt Wirkung über die Unternehmensgrenzen hinaus: „Unser Erfolg spricht sich in der Region herum. Das verschafft unserem Unternehmen eine natürliche Glaubwürdigkeit, die keine Stellenanzeige oder sonstige Marketing-Investments in diesem Maße verursachen können“, so Gut. Und Brandt ergänzt: „Dadurch, dass der Fokus des Unternehmens nun auf der konsequenten Verfolgung einiger ausgewählter Ziele liegt, haben die Mitarbeiter ausreichend zeitliche Kapazitäten, um diese auch umzusetzen.“ Seit Gut die Methode im Unternehmen eingeführt hat, ziehen die Mitarbeiter an einem Strang; der Zusammenhalt im Team hat sich deutlich verbessert.

Jürgen Gut, Geschäftsführer, Mitgründer und Gesellschafter
Jürgen Gut
Geschäftsführer, Mitgründer und Gesellschafter, IT-On.NET Süd GmbH
Jürgen Gut (Jahrgang 1970) ist seit 2006 Geschäftsführer, Mitgründer und Gesellschafter der IT-On.NET Süd GmbH mit Sitz in Hüfingen, Baden-Württemberg. Das Tochterunternehmen der Düsseldorfer IT-On.NET GmbH bietet ein umfassendes Angebot an modernen IT-Dienstleistungen für den deutschen Mittelstand im süddeutschen Raum und verantwortet für die Unternehmensgruppe den IT-Betrieb und IT-Support bundesweit; Quelle: IT-On.NET Süd GmbH

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