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Neue WegeIT-Entscheider stecken in der Klemme: Ein erheblicher Anteil ihrer Budgets ist heute durch ERP-Anwendungen gebunden, die als On-Premise-Installation laufen. Für Zukunftsthemen bleiben nicht genügend Ressourcen. Hybride Systeme könnten einen Ausweg aus dem Dilemma bieten.

Sind ERP-Systeme klassischen Zuschnitts in einem dynamischen und hochvolatilen Marktumfeld noch zukunftsfähig? Das Beratungsunternehmen PriceWaterhouseCoopers (PwC) streut in seinem Report „Beyond ERP“ Zweifel. „CIOs überdenken ihre ERP-Strategie dank modularer, cloud-basierter Geschäftsanwendungen, die praktikable Alternativen zu den schwerfälligen, unflexiblen und teuren Systemen bieten, die lange die Branche dominiert haben“, schreiben die PwC-Experten.

In einem Strategieschwenk hat sich das allerdings noch nicht niedergeschlagen. Derzeit steht noch das Update und das Upgrade der bestehenden ERP-Systeme im Fokus. Nach einer Umfrage des Analyseinstituts Forrester Research unter 1.085 ITEntscheidern in Europa und Nordamerika räumen 75 Prozent der Befragten dem Update bestehender Anwendungen eine hohe oder gar kritische Priorität ein – der höchste Wert in der Studie. Upgrades und Releasewechsel folgen mit 68 Prozent knapp dahinter. Allerdings sind das nicht die Themen, mit denen man derzeit beim CEO oder dem Vertrieb punkten kann. Das Top-Management erwartet von den IT-Verantwortlichen mehr Engagement für Themen wie Business Intelligence, Kollaboration und der Kreation nutzwertiger mobiler Apps. Hybride Systeme sollen in den Budgets und Personalressourcen die dazu nötigen Freiräume schaffen.

Hybride SAP-Systeme: Systemlandschaft

Bild: Die Systemlandschaft.

Bei der Implementierung von hybriden IT-Infrastrukturen verbleiben unternehmenskritische IT-Leistungen im eigenen Rechenzentrum (On-Premise) und werden über Legacy-Systeme erbracht. Erweitert werden diese Systeme um IT-Leistungen aus der Cloud. Dabei ist es zielführend, Lösungen und Daten in die Cloud zu geben, die durch eine hohe Änderungsdynamik der Anforderungen einen hohen Aufwand für Betrieb und Wartung verursachen. Dazu zählen Spezialanwendungen für Außenwirtschaft und Logistik, die pflegeund änderungsintensiv sind.

Kostenvorteile für hybride Systeme?

In welchen Konstellationen lohnt sich der Einsatz hybrider ERP-Systeme? Das Software- und IT-Beratungshaus AEB nennt in dem Factsheet „Optimierte SAP-Systeme in Außenwirtschaft und Logistik“ fünf Kriterien, die Unternehmen analysieren sollten:

  • Gesamtkostenbetrachtung. Hier sind Implementierungskosten, Hardwarekosten, Lizenz bzw. Transaktionskosten, Aufwand für Wartung und Betrieb zu beachten. Bei einem Fünfjahresvergleich durch das Beratungsunternehmen PwC lagen die Hybridsysteme in diesem Punkt deutlich vorn.
  • Integration in die Systemlandschaft. Eine entscheidende Frage: Wie gut passen Cloud-Lösungen in bestehende IT-Systeme, deren Kern laut einer Studie des SAP-Beratungsunternehmens CBS zu 87 Prozent ein globales SAPERP- System ist?
  • Funktionalität und Usabilty. Mit welcher Systemlandschaft können die funktionalen Anforderungen des Fachbereichs besser erfüllt werden?
  • Service und Fachkompetenz des Anbieters. Unternehmen sollten nicht nur die Softwarelösung prüfen, sondern im Sinne des Risikomanagements auch den Anbieter selbst. Zu den Kriterien zählt die finanzielle Stabilität ebenso wie Qualität des Services und des Supports.
  • Datenschutz und Datensicherheit. Bei einer Integration von Cloud-Lösungen sind sowohl die Sicherheit der Datenübertragung als auch des Rechenzentrums selbst Grundanforderungen.

Weitere Informationen:

Das AEB-Factsheet „Optimierte SAP-Systeme in Außenwirtschaft und Logistik“ bietet einen Überblick über die Pros und Contras hybrider Systemlandschaften. Es soll unter www.aeb.com/hybrides-sap zum kostenlosen Download zur Verfüfung stehen.

Den Artikel finden Sie auch in it management März 2016 auf S. 36.

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