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PolitikerAuch online wird um die Wählerschaft gekämpft: Julia Klöckner ist die unbestrittene Social-Media-Queen – Kandidaten in Baden-Württemberg liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen auf Facebook und Co – AfD hinkt auf ihren sozialen Netzwerken den Konkurrenten hinterher.

Der Wahlkampf für die Landtagswahlen am 13. März befindet sich auf der Zielgeraden. Wer im Social Web die Stimmen der Wähler für sich gewinnen kann, steht allerdings schon jetzt fest: Julia Klöckner, CDU-Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin in Rheinland-Pfalz, lässt die landesweite politische Konkurrenz mit einem Klout-Score von 68 weit hinter sich: Ihre Facebook-Fans belaufen sich auf über 35.000, auf Twitter folgen ihr knapp 42.500 Menschen. Immerhin fast 1.000 Follower verzeichnet sie auf Instagram, auch einen eigenen YouTube-Kanal besitzt sie. Auch Malu Dreyer, SPD-Spitzenkandidatin und amtierende Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz, lässt sich nicht lumpen und kommt sogar auf knapp 45.000 Likes auf ihrer Facebook-Seite. Auf den anderen Kanälen macht sie sich allerdings rar und präsentiert sich bei Twitter nur über den Account der Landespartei.

Rheinland-Pfalz: Kopf-an-Kopf-Rennen unter den größeren Parteien

Social-Media-Gewinner Landatagswahlen März 2016Zumindest auf Social Media wissen sich die Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen zu behaupten: Eveline Lemkes Tweets lesen fast 9.500 Menschen, auf Facebook verzeichnet sie über 2.000 Likes; so schafft sie es auf einen Klout Score von überdurchschnittlichen 52. Ihr Kollege Daniel Köbler ist auf Facebook aktiver und hat dort 5.300 Fans, auf Twitter folgen ihm fast 3.000 Menschen – das ergibt einen Klout Score von 50 für den Fraktionsvorsitzenden. Auch Volker Wissing, Vorsitzender der FDP Rheinland-Pfalz braucht sich mit über 4.500 Follower bei Twitter und über 3.000 Likes auf Facebook nicht zu verstecken. Zusätzlich hat er einen Instagram-Account mit knapp 400 Follower, was ihm einen Klout Score von 64 bringt – Platz zwei nach Julia Klöckner.

Die Linke könnte von etwas mehr Social-Media-Bewusstsein bei ihren Kandidaten profitieren: Kathrin Meß hat mit 20 Anhängern kaum Follower auf Twitter (und bis dato noch nie getwittert), auf Facebook hat sie nur eine Seite für ihre privaten Freunde. Ähnlich sieht es bei Jochen Bülow von den Linken aus: Seine Facebook-Seite hat nur knapp 500 Fans, auf anderen Kanälen ist er nicht zu finden. Während zumindest die Spitzenkandidaten in Rheinland-Pfalz die Bedeutung der sozialen Medien für ihren Wahlkampf erkannt haben, bleibt das Potenzial der sozialen Netzwerke für viele Kandidaten noch unentdeckt.

Heißer Endspurt in Baden-Württemberg

Auch wenn laut Prognosen in Baden-Württemberg Bündnis 90/Die Grünen und die CDU fast gleichauf liegen, zeigt ein Blick auf die Social-Media-Kanäle, dass es im Ländle im Kampf um die Wählergunst insgesamt beschaulicher zugeht: Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen verzeichnet mit 21.000 Likes auf Facebook mehr Fans als seine Konkurrenz auf diesem Kanal, verzichtet aber komplett auf Twitter und Instagram und postet selbst in der heißen Wahlkampfphase wenig. Spitzenkandidat Guido Wolf von der Union inszeniert sich auch online als Mann der konstanten Töne: Auf Instagram, wo sein Team für ihn postet, hat er nur wenig mehr als 100 Follower, verbucht allerdings gut 10.000 Facebook-Fans. Auf YouTube hat auch er seit einem Jahr einen eigenen Kanal, allerdings nur 5 Videos gepostet. Dafür ist er nicht auf Twitter vertreten.

Um Wählerstimmen zu kämpfen scheint in letzter Minute FDP-Kandidat Hans-Ulrich Rülke mit fast 100 Posts auf Facebook im beobachteten Zeitraum im Februar – die sehen allerdings nur knapp 4.000 Fans. Auf Instagram beglückt er seine immerhin über 500 Follower mit derzeit fast 1.000 Posts, so bringt er es auf einen Klout Score von 49. Auch auf YouTube ist der FDP-Kandidat neuerdings zu finden, hat innerhalb von zwei Wochen drei Videos gepostet. Nils Schmid von der SPD scheint ebenfalls die Bedeutung von Social Media erkannt zu haben: Auf dem Kurznachrichtendienst lesen etwas mehr als 4.000 Anhänger seine Tweets. Er hat mit 59 Punkten den besten Klout Score in Baden-Württemberg und die zweitmeisten Facebook-Fans (fast 10.500), die er mit genauer Uhrzeitanzeige und sehr persönlich an seinem Wahlkampf teilhaben lässt: „17.33 Uhr - Wahlkampf macht hungrig. Und in Überlingen gab es eine Torte mit unserem roten Löwen drauf. Wow!“ (Post vom 4. März Abend). Die Linke hinkt hier den Großen kaum hinterher: Bernd Riexinger hat über 6.500 Follower bei Twitter, auf Facebook beachtliche 9.000 Likes und erreicht einen Klout Score von ebenfalls 59. Seine Kollegin Gökay Akbulut, die zusammen mit ihm um den Einzug ins Parlament kämpft, hat hingegen einen persönlichen Facebook-Account, der nur für Freunde einsehbar ist; bei Twitter hat sie kaum Follower.

Sachsen-Anhalt: Wahlkampf findet auf einer anderen Bühne statt

Die Werbung um die Wählerschaft in Sachsen-Anhalt findet wohl auf einer anderen Bühne statt – die Kandidaten scheinen Social Media generell weniger zu nutzen: Ministerpräsident Reiner Haseloff von der CDU verdankt seinen Klout Score von 56 seinen knapp 9.500 Followern auf Twitter, denn auf Facebook kann er nur etwas mehr als 2.500 Likes verbuchen. Frank Sitta von der FDP, die dort mit der 5-Prozent-Hürde ringt, hat ebenfalls einen Klout Score von 59 – bestimmt nicht nur den 1.200 Follower auf Twitter zu verdanken. Auf Instagram folgen ihm über 2.000 Menschen, seine Facebook-Seite verzeichnet gut 2.700 Likes.

Wulf Gallert von der Linken, der laut Prognosen zweitstärksten Partei in Sachsen-Anhalt, hat mit knapp 3.000 Likes die meisten Fans und den zweitbesten Klout Score von 53 durch fast 1.800 Follower auf Twitter; SPD-Kandidatin Katrin Budde hält sich von Twitter fern, ihre Facebook-Seite hat 2.800 Fans. Auch Claudia Dalbert von den Grünen könnte für die Wahl von etwas mehr Engagement in den sozialen Kanälen profitieren: Sie hat 3.000 Fans auf Facebook und etwas über 1.000 Follower auf Twitter. Zwar ist sie auch auf Instagram zu finden, zählt dort allerdings nur ganz wenige Follower. So schafft sie es aber immerhin zu einem Klout Score von 47.

Aufholjagd der AfD nicht Social Media zu verdanken – Piraten unter ferner liefen

Die Alternative für Deutschland (AfD), die gerade einen Endspurt sondergleichen (nach letzten Prognosen bei teils knapp unter 20 Prozent) hinlegt, verdankt dies wohl kaum den Social-Media-Auftritten ihrer Kandidaten: André Poggenburg in Sachsen-Anhalt hat nicht mal 400 Follower auf Twitter und nur 2.000 Likes bei Facebook bei unregelmäßigem Postings. In Rheinland-Pfalz zählt der Kandidat Uwe Junge weniger als 2.300 Fans auf Facebook und besitzt keinen Twitter-Account. Hier sticht der Kandidat Jörg Meuthen in Baden-Württemberg heraus, der sich zwar auf nur einen Kanal konzentriert, dafür auf Facebook aber fast 10.000 Likes verzeichnet.

Und was ist mit den Piraten? Dort, wo die Partei einen Kandidaten ins Rennen schickt (Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz), hat der Kandidat keinen Facebook-Account, sondern twittert nur an die wenigen 100 Follower – dafür aber regelmäßig, was ihnen zu einem Klout-Score von 54 (Michael Knödler, Baden-Württemberg) und 47 (Thomas Marc Göbel, Rheinland-Pfalz) verhilft.

Über die Landesgrenzen hinweg liegen zumindest die Bundesparteien im Klout-Score vor der Landtagswahl gleichauf: CDU mit 67, Bündnis 90/Die Grünen 67, SPD leicht vorne mit 70, FDP 63, Die Linke 67, AfD 69 und Die Piraten 68.

Die Recherche hat Lithium Technologies im Zeitraum von 18.2. bis 4.3.2016 unternommen. Lithium unterstützt Unternehmen weltweit dabei, über die Integration von externen sozialen Netzwerken und webeigenen Communities erfolgreiche Beziehungen zu Kunden und Konsumenten aufzubauen.

 

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