Verzahnung von Content und E-Commerce für individuelle Kundenerlebnisse

Beim Einkaufen in stationären Geschäften gehören ansprechende Storedesigns mit dekorierten Schaufenstern und einladenden Produktarrangements sowie Beratungsgespräche zum Kauferlebnis  dazu. Auch beim Online-Shopping erwarten immer mehr Kundinnen und Kunden  individuelle, emotionale und informative Einkaufserfahrungen.

„Vielen reicht es  nicht mehr aus, wenn man ihnen nur spröde Produktdaten serviert. Sie wollen  hingegen digitale Kanäle mit umfassenden Informationen, die sie auf einer  persönlichen Ebene ansprechen“, sagt Andreas Karasek, Geschäftsführer der  Agentur SEM Berater und Online-Marketing-Spezialist, und ergänzt: „Die  Verzahnung von Content-Marketing und E-Commerce gewinnt deshalb an  Bedeutung. Unternehmen sollten also ihren Content zunehmend strategisch in  die digitale Customer Journey ihrer eigenen Kunden integrieren und ihre  Expertise sowie Beratungsleistungen auch in der Online-Welt anbieten.“ 

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Inhalte an jedem Touchpoint  

Lange waren in Online-Shops nur knappe Produktinformationen und SEO-Texte zu finden. Benötigten potenzielle Käuferinnen und Käufer weitere Informationen, mussten sie sich diese woanders zusammenrecherchieren. Durch den Trend des  Content-Commerce spielen Inhalte aber eine immer wichtigere Rolle, um Online 

Kunden während des gesamten Kaufprozesses zu inspirieren, aufzuklären und  zu unterhalten. „Die gesamte digitale Customer Journey sollte dabei von Content  unterstützt werden: vom ersten Herumscrollen auf der Website oder in den  Social-Media-Kanälen über die Produktauswahl und den Kauf bis zur Lieferung  und anschließenden Nutzung. In jeder Phase und an jedem Touchpoint müssen  Interessierte und Käufer auf die benötigten Inhalte und Informationen zugreifen  können“, so Karasek. Texte, Bilder, Videos und Chat-Angebote sollten hochwertige Kauferlebnisse schaffen, da Kunden die angebotenen Produkte nicht anfassen oder ausprobieren können. Vor allem bei technischen Produkten,  Reisen oder auch Mode ist der Beratungsbedarf meist sehr hoch – Kundinnen  und Kunden haben oft viele Fragen und wollen Unterstützung bei der  Kaufentscheidung.  

Content-driven Commerce für umfassende Customer Journey  Neben Produktbeschreibungen und -daten wie Spezifikationen, technische  Daten, Preise und Lieferinformationen gehören also auch Bilder, Videos und  Animationen vom Produkt und dessen Anwendung sowie Anleitungen,  redaktionelle Beiträge wie Blogs, Ratgebertexte oder Testberichte auf die  eigenen digitalen Kanäle. Konfiguratoren, FAQ-Bereiche, Chatfunktionen,  Bewertungen, Anzeigen und E-Mail-Newsletter runden das Informationsangebot  ab. Auf Social-Media-Plattformen lassen sich zudem noch Anzeigen oder  Affiliate- und Influencer-Kampagnen einbinden. „Durch Content-driven Commerce können Unternehmen ihren Kunden so auch online exklusive Kauferlebnisse bieten. Dies ermöglicht, nicht nur die Kunden an sich zu binden  und sich von Wettbewerbern abzuheben, sondern auch die Kaufquote zu  erhöhen. Gleichzeitig bringt es Vorteile für die Suchmaschinenoptimierung. Hochwertiger Content bewirkt nämlich, dass die sogenannten Crawler, die  Websites auslesen, anhand von Algorithmen verschlagworten und die indexierten Daten in der Ergebnissuche der Suchmaschinen anzeigen“, erklärt  Karasek. Websites sollten daher sowohl einwandfrei lesbar und gut strukturiert  sein als auch umfassende Antworten auf die jeweiligen Fragen der  Suchmaschinen bereitstellen.  

Erfolg durch personalisierte Inhalte  

Durch das umfassende Content-Angebot besteht allerdings auch die Gefahr,  dass manche Kundinnen und Kunden überfordert werden. Deshalb ist es wichtig,  ihnen nur die Inhalte zu präsentieren, sie sie zum jeweiligen Zeitpunkt ihrer  Customer Journey benötigen und die sie auch interessieren. Der Erfolgsfaktor  besteht also in personalisierten Inhalten. „Individualisierte Newsletter,  Kampagnen oder Produktvorschläge sprechen potenzielle Kunden auf einer persönlichen Ebene an und filtern Produkte und Services raus, die sie nicht  interessieren. Unternehmen können Inhalte personalisieren, indem sie  verschiedene Kundengruppen und sogenannte Buyer Personas erstellen. Meist  übernehmen das mittlerweile aber Algorithmen, die Websitebesucher oder  Kunden aufgrund bestimmter Merkmale wie Geschlecht, Alter oder Interessen in  verschiedene Gruppen einteilen“, berichtet Karasek. Je mehr Daten  Unternehmen zur Verfügung stehen, desto personalisierter und erfolgreicher  lassen sich Inhalte letztlich ausspielen.

www.sem-berater.de

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