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Plattform

Digitale Vernetzung kann eine Chance sein. Für kleinere Unternehmen stellt sie allerdings oft ein Problem dar, vor allem wenn die eigene IT-Abteilung keine ausreichenden Ressourcen zur Verfügung hat.

Abhilfe schaffen Anbieter von iPaaS-Lösungen: Mit vorgefertigten neutralen Integrationsplattformen rüsten sie Unternehmen für die Herausforderungen der neuen Märkte.

Daten, Daten, und noch mehr Daten: Interne und externe Rechnungsabteilungen, Sensor-Arrays, Paketboten und Haushaltsgeräte, alles will vernetzt sein. Alles will vernetzt sein. Denn nur wer Teil eines digitalen Ökosystems ist, das Anbieter und Nachfrager verbindet, kann heute im Wettbewerb um Kunden und beim stetig steigenden Kostendruck mithalten.

Digitale Plattformen ermöglichen genau dies. Sie gestalten Logistik-, Bestell- und Buchungsvorgänge so komfortabel wie möglich. Und damit öffnen sie auch kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Marktzugänge. Sie ermöglichen Prozessoptimierungen durch mehr Transparenz, bessere Nachverfolgbarkeit sowie höhere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Und sie befähigen weniger finanzstarke Betriebe, die IT-Anforderungen großer Partner problemlos und ohne umfangreiche Investitionen in eigene Hard- und Software umzusetzen.

Besonders für KMU werden damit die Vorteile einer umfassenden Digitalisierung greifbar: automatisierte Datenintegration, flexible Gestaltung von Dashboards und bedürfnisgerechte Anpassung von User Interfaces. Sie ermöglichen einen unmittelbaren Zugang zu Angeboten und Prozessen anderer Unternehmen. Kurz: Plattformlösungen liberalisieren die Teilhabe an Informationen, Strukturen und Netzwerken, indem sie Angebot und Nachfrage mit geringen Kosten und wenig technischem Aufwand zusammenbringen – egal, wie groß die Nutzergruppen sind.

Vor allem im B2C-Bereich ist die digitale Plattformökonomie in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Ob Amazon, Alibaba, Google, Netflix, Spotify, Booking.com oder Airbnb – alle diese Anbieter konnten in ihren Geschäftsfeldern in kürzester Zeit spezifische Plattformen etablieren. Das Potenzial haben inzwischen auch Unternehmen im B2B-Bereich erkannt. Immer mehr Betreiber von Plattformen entstehen und ermöglichen auch kleineren Unternehmen, von den Vorteilen der Vernetzung zu profitieren.

Supply-Chain-Visibility leicht gemacht: Plattformen in der Logistik

In der Logistikbranche haben sich Plattformdienste bereits durchgesetzt, etwa logistics.cloud, eine globale Lösung auf Basis der Technologie des Softwareherstellers Lobster aus dem Münchner Süden. Auf der neutralen Integrationsplattform können Partner ohne den Aufbau einer eigenen IT-Lösung mit ihrem System andocken. Über die Plattform wird die Verbindung zu den Systemen der Partnerunternehmen hergestellt und der gegenseitige Datenaustausch organisiert. Hohe Investitionskosten und tiefgreifendes IT-Know-how sind nicht nötig. So eröffnet sich für kleine Unternehmen die Möglichkeit, problemlos alle gewünschten Formate und Kommunikationswege der Partnerunternehmen zu bedienen. Damit entsteht ein vollständig digitaler Prozess, der Transparenz schafft, Nachverfolgbarkeit sicherstellt und viele Möglichkeiten für die Automatisierung von Abläufen bietet. Neben Logistikern wie Lufthansa Cargo oder Hellmann Worldwide Logistics und Industrieunternehmen wie Schaeffler oder Liebherr nutzen auch immer mehr mittelständische Firmen die Vorteile von logistics.cloud.

Die Plattform bietet einen pay-per-use-Service, um die jeweils notwendigen Daten automatisiert abzuholen, zu transformieren und letztlich zu verteilen.

Die Marktplätze von heute sind digital: Plattformen im Handel

Auch in anderen B2B-Bereichen sind Plattformlösungen auf dem Vormarsch. Der im SDAX notierte Stahl- und Metallhändler Klöckner & Co. SE aus Duisburg etwa erzielt nach eigenen Angaben inzwischen fast die Hälfte seines Umsatzes digital. Immer mehr Anteil daran hat die digitale Handelsplattform XOM Materials. Sie erreichte im Jahr 2020 bereits ein Warenhandelsvolumen von 140 Millionen Euro. Insgesamt prognostiziert Klöckner für 2021 den Anstieg des Umsatzes auf eine Milliarde Euro. Die Basis bilden auch hier automatisierte Einkaufs- und Vertriebsprozesse. Dazu kommen weitere Instrumente wie KI-basierte Preisgestaltungen.

Daten aus Freilandhaltung: Plattformen in der Landwirtschaft

Mit der Plattform 365FarmNet hat der Landmaschinenhersteller CLAAS ein Tochterunternehmen an den Start gebracht, das Betriebe mit Bezug zur Landwirtschaft miteinander verbindet. So können sie Maschinenfuhrparks managen, Maschinendaten in Echtzeit erfassen, überwachen und auswerten, aber darüber hinaus auch immer mehr zusätzliche Dienste in Anspruch nehmen. Dazu gehören Informationen und Produkte zu Tierhaltung und Pflanzenschutz ebenso wie spezifische Wetterinformationen für die Landwirtschaft, Versicherungen und andere Dienstleistungen. Die Plattform bietet mit mehr als 50 Partnern und über 50.000 registrierten Landwirtinnen und Landwirten sowohl CLAAS als auch den registrierten Nutzern und Anbietern vielfältige Vorteile.

Die Vorteile neutraler Integrationsplattformen

Digitale Plattformen haben drei konkrete Vorteile.

Erstens entstehen mit den Anbietern von Plattformen neue IT-Unternehmen. Sie bringen spezifisches Fachwissen im Bereich der Datenintegration mit und können auf der Basis von No-Code-Software flexible Lösungen zur Verfügung stellen.

Zweitens entstehen für kleine Unternehmen kostengünstige Möglichkeiten, Kunden- und Lieferantenbeziehungen über Plattformen ohne Investitionen in Hard- und Software zu digitalisieren. Die Folgen daraus sind höhere Transparenz und verbesserte Prozesse.

Drittens verändern sich Märkte, da jetzt auch der Mittelstand Zugänge erhält, die bisher nur investitionsstarken Unternehmen vorbehalten waren.

Vor allem für KMU dürfte es inzwischen interessant sein, die Augen nach neuen Plattformen offen zu halten und so weitere Geschäftsfelder und/oder Marktzugänge zu erschließen. Und mit den richtigen IT-Partnern können diese Unternehmen darüber hinaus sogar selbst zu Betreibern eigener Plattformen werden, ohne vertieftes IT-Know-how und große Budgets mitzubringen.

Viel Effekt mit geringem Investment

Das Logistik-Beispiel zeigt, worauf es ankommt und wie die einzelnen Bestandteile zusammenspielen:

Vorgefertigte, neutrale Plattformen sind besonders praktisch, wenn sie wie die Lösung von Lobster im Frontend auf Low- oder No-Code-Technologie basieren: Ein Unternehmen passt die Plattformen spezifisch den jeweiligen Bedürfnissen an, ohne die dafür notwendige Architektur selbst entwickeln zu müssen. Im Hintergrund arbeitet eine Software zur automatisierten und standardisierten Datenintegration. Die Software konvertiert Datenformate, vermittelt zwischen Teilnehmern und sorgt dafür, dass alle Partner die jeweils notwendigen Daten in ihren Systemen verarbeiten können. Und die eigene IT-Abteilung hat keinen zusätzlichen Aufwand, weil die komplette Betreuung der Datenströme als Managed Service angeboten wird und die Verarbeitung der Daten in der Cloud erfolgt.

Neutrale Integrationsplattformen setzen sich immer mehr durch. Denn sie bieten Unternehmen jeder Größe unkomplizierte Lösungen für ein komplexes Problem. Mit ihnen lassen sich Prozesse digitalisieren und optimieren, Dienstleistungen für unterschiedliche Kundenbedürfnisse abdecken, anpassen sowie jederzeit erweitern und sie bieten kostengünstigen Zugang zu neuen Märkten. 

Steffen Brehme, Geschäftsführer und Leiter Software-Entwicklung
Steffen Brehme
Geschäftsführer und Leiter Software-Entwicklung, Lobster DATA GmbH
Steffen Brehme studierte ab 1988 in Tralee (Irland) Informatik. Nach Abschluss war er Anfang der 90er Mitgründer von SimpleWork (Warenwirtschafts-System), das man 96 verkaufte. Anfang 97 wurde er Interims-IT-Leiter bei Maxdata, Ende 97 war er Mitgründer der Beans AG (Shop-System), 2002 Mitgründer der Lobster DATA GmbH (gut 150 Mitarbeitende, 10 Standorte, 1500 Kunden). Steffen ist Leiter Software-Entwicklung und Geschäftsführer bei Lobster und der geistige Vater des Hauptprodukts Lobster_data, Standard-Software für Datenintegration.

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