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Digitale Welt

Wir stehen am Anfang einer unvorstellbar großen Welle der Veränderung bzw. des technischen Wandels der Wirtschaft und der Gesellschaft. Unternehmen, Behörden und andere Organisationen sind gefragt auf diesen Wandel zu reagieren und sich im Rahmen der digitalen Transformation neu zu orientieren.

Im Folgenden hat SoftGuide 10 Tipps herausgearbeitet, um einen Rahmen für zukünftige Handlungsweisen zu geben. Diese Tipps sind nicht nur an Unternehmen oder Organisationen wie z.B. NGOs, NPOs gerichtet, sondern auch an Behörden, die ebenfalls einem gewissen nationalen und internationalen Wettbewerb ausgesetzt sind und zudem Einfluss auf wichtige volkswirtschaftliche Parameter haben.

Tipp 1 - Denken Sie agil!

Agilität ist in aller Munde. Unser Tipp bezieht sich auf die Fähigkeit dynamisch, selbstbewusst und optimistisch an neue Gegebenheiten heranzutreten. Beispielsweise kann das ein agiles Projektmanagement sein oder einfach nur, wenn die Geschäftsführung mit dem Scooter zur Arbeit anrollt. Es geht in diesem Tipp nicht nur allein um agile Methoden wie beispielsweise SCRUM oder KANBAN, sondern um die generelle Einstellung.

Tipp2 - Planen Sie nicht alles bis zum Ende durch!

Agilität erreichen Sie unter anderem auch dadurch, dass Sie nicht alles bis zu Ende denken, versuchen die kleinsten Details zu erfassen oder unbedingte Kostenkontrolle und Termintreue einhalten. Es geht hier auch um die Abkehr von dem ganzheitlichen Prinzip und der Gründlichkeit. Beispielsweise kann es von Vorteil sein, wenn ein Industrieunternehmen nicht das vollendete Produkt ausliefert, sondern es beim Kunden noch “nachreifen” lässt. Ähnlich ist es bei Dienstleistern, die neue Leistungen erstmal versuchsweise anbieten. Verfeinerungen werden dabei beispielsweise durch flexible Softwareupdates smarter Produkte, das Try and Error-Prinzip durch Sensoren oder umfangreichere Datenerfassung unterstützt.

Tipp 3 - Erkennen Sie den Wert von Daten!

Datengetriebene Geschäftsmodelle sind äußerst erfolgreich (z.B. Alphabet, Amazon, Facebook). Oft geht es um große Datenmengen, die meist zum Verstehen der Kunden genutzt werden (Big Data). Aber auch in Industrie 4.0 und IoT spielen Daten eine wichtige Rolle. Durch die Verarbeitung unformatierter Daten, Big Data oder Data Mining können viele neue Erkenntnisse gewonnen werden, die in allen Geschäftsbereichen vorteilhaft nutzbar sind. Durch datengetriebene Geschäftsmodelle werden immer mehr Industriebetriebe zu Dienstleistern und Behörden können effizienter den Anforderungen einer modernen Gesellschaft gerecht werden. Wichtig ist es dabei nicht nur große Datenmengen zu generieren und darzustellen, sondern auch einen Mehrwert herauszuarbeiten. Für Behörden stellt sich beispielsweise die Frage, inwieweit IoT und Blockchain Bürgerdienste bzw. Verwaltungsabläufe verbessern können.

Tipp 4 - Seien Sie verspielt – werden Sie zum Kind!

Seien Sie verspielt und weniger ernst. Besonders bei der Entwicklung neuer moderner Geschäftsmodelle oder digitaler Strukturen raten wir weniger umsatz- oder gewinnorientiert zu sein. Versuchen Sie stattdessen ein kleines Stück weit die Welt zu verbessern. Suchen Sie den gesellschaftlichen Benefit. Es gilt demnach erstmal ein Projekt verspielt anzugehen. Was dann hinterher dabei herauskommt, sieht man dann ja schon. Es kann viel mehr sein, als Sie hätten planen können!

Vielen Gründern von Firmen mit modernen, erfolgreichen Geschäftsmodellen ging es ursprünglich weniger um Gewinnmaximierung und Umsatz. Sie waren bzw. sind Idealisten, Enthusiasten, Nerds, die etwas „cooles“ machen wollten. Diese Einstellung ist beispielsweise auch immer noch in Silicon Valley verbreitet. Technisch gesehen, betreten wir mit der digitalen Welt vor allem Neuland, bei dem unsere konventionellen Vorstellungen nicht unbedingt erfolgreich sind. Die digitale Welt an sich und die Verbindungen der digitalen Welt mit der realen Welt sollten Sie daher mit Kinderaugen betrachten: neugierig, unkonventionell und unvoreingenommen.

Tipp 5 - Gehen Sie Bottom Up vor!

Der klassische Systemansatz geht eher Top-Down vor und versucht ständig den Überblick zu behalten. In der Praxis setzt sich dann aber oft ein sich abwechselndes Top Down und Bottom Up durch. Um der digitalen Transformation zu begegnen, sollten Sie eher Bottom Up vorgehen: Beobachten Sie die Möglichkeiten! Fragen Sie sich: “Können wir das gebrauchen, verwenden oder umsetzen?” Der Bottom-Up-Ansatz hat dabei das Ziel, die Aufmerksamkeit auch auf Dinge zu richten, die eigentlich nichts mit dem originären Geschäft zu tun haben. Das sind genau solche Dinge, die zwar technisch, interessant, modern und „cool“ sind, aber ansonsten für das Unternehmen zudem nicht relevant sind. Erst durch Fragen wie: „Was könnten wir damit anfangen?“ Wie könnten wir das für uns umsetzen?“ ergibt sich evtl. eine Relevanz für das eigene Geschäftsmodell oder gar ein neues Geschäftsmodell in Verbindung mit den bisherigen Leistungen.

Tipp 6 - Bleiben Sie flexibel!

Versuchen Sie flexibel zu bleiben bzw. zu werden. Bauen Sie nichts für die Ewigkeit. Stellen Sie sich auf rasant verändernde Rahmenbedingungen ein. Das können z.B. neue bzw. veraltete Hardware oder Schnittstellen, neue oder auslaufende technische Möglichkeiten, gesetzliche Veränderungen, neue Standards bzw. Zertifizierungen, sich verändernde Wünsche und Anforderungen von Kunden, Zulieferern, Mitarbeitern oder Kooperationspartner und disruptive Märkte sein.

Tipp 7 - Dokumentieren Sie Abläufe und IT!

Berücksichtigen Sie, dass besonders IT-Stellen schwer zu besetzen sind. Aufgaben, Abläufe und besonders Schnittstellen sollten daher gut dokumentiert sein, um das Anforderungsprofil für neue Stellen auf ein realistisches Maß zu begrenzen. Der digitale Wandel wird viele vor große Herausforderungen stellen und Veränderungen erfordern. Das beste Change-Management kann aber keine unstrukturierte und inflexible IT kompensieren. Auch wenn sich für viele Unternehmen, Behörden und andere Organisationen die komplette IT wandeln wird (z.B. Cloud, KI, Big-Data, IoT, Connectivity, Mobilität und neue Geschäftsmodelle), basiert sie dennoch auf vorhandene Strukturen und Dokumentationen. In der Regel muss das Kerngeschäft oder die Kerndienstleistung unbedingt in Takt bleiben.

Tipp 8 - Vernetzen Sie sich und die Dinge!

Nicht nur für die Industrie 4.0 spielt die Vernetzung eine wichtige Rolle. Alle Unternehmen, Behörden und Organisationen sollten sich weiter vernetzen. Das gilt innerhalb der Organisationen und miteinander. Bilden Sie ECO-Systeme, die über Vernetzung zusammen mehr Leistungen erbringen können als die Summe der Einzelleistungen aller Beteiligten. Beziehen Sie auch die digitale Welt mit ein und benutzen Plattformen und Social Media.

Deutlich wird die Vernetzung bei smarten Produkten. Plötzlich haben Industrieunternehmen eine direkte Verbindung zu Ihren Kunden. Das hat oft sehr weitreichende Folgen für das ganze Unternehmen. Connectivity wird eine immer größere Rolle bei allen Wirtschaftsorganisationen spielen. Man kann davon ausgehen, dass das Internet zunehmend mit der realen Welt verschmelzen wird. Zwar sind wir alle morgen noch keine Cyborgs, die einen digitalen RFID-Sender implementiert haben, um zu bezahlen, sich zu identifizieren, Zutritt zu erhalten etc, aber vielleicht übermorgen.

Tipp 9 - Beziehen Sie die Mitarbeiter mit ein!

Zunächst denkt man bei der digitalen Transformationen an die IT oder an Maschinen. Das ist falsch! Menschen sind genauso involviert. Zum einen als Treiber zum anderen sind sie wichtiger Bestandteil im Veränderungsprozess und müssen auch weiterhin eine effiziente und fruchtbare Symbiose mit der Technik bilden. Die Akzeptanz der Mitarbeiter spielt eine wichtige Rolle. Versuchen Sie Mitarbeitern Vorteile für Änderungen aufzuzeigen. Auch Mitarbeiternetzwerke bieten beispielsweise viele Potenziale und werden bereits sehr erfolgreich eingesetzt.

Tipp 10 - Holen Sie sich Unterstützung!

Sie müssen nicht alles alleine stemmen. Zum einen besteht vor allem im Bereich der IT ein Fachkräftemangel und zum anderen sind die Änderungen und Neuerungen in der IT enorm und kaum zu überblicken, wenn IT nicht zum Tagesgeschäft gehört. Außerdem sind typische Änderungen in der digitalen Transformation wie z.B. Industrie 4.0, IoT, Cloud-Auslagerungen, KI usw. meist mit weiteren tiefgreifenden Änderungen verbunden. Allein um die Tragweite abzuschätzen, sollten Sie externe Kapazitäten wie z.B. IT-Dienstleister in Betracht ziehen.

Setzen Sie auch aktuelle, moderne und flexible Software ein! Durch disruptive Veränderungen der Rahmenbedingungen kann es sein, dass z.B. Filialen gebildet oder bestehende Geschäftsstellen zusammen gezogen werden müssen, Betriebsstätten zu verlagern oder neue Geschäftsmodelle zu integrieren sind. Die aktuelle Aufbau- und Ablauforganisation, besonders die IT, sollte das idealerweise händeln können.

Als problematisch erweist sich oft, dass alte Ressourcen (z.B. Mitarbeiter, Austauschhardware, Patches) nicht mehr verfügbar sind. Besonders häufig berichten uns Unternehmer von alten Excel-Lösungen, die “ausgeufert” sind oder davon, dass die Entwickler der vorhanden Software nicht mehr verfügbar sind. 

Business Analytics, Mobilität und Social Media sind drei Beispiele für die eine moderne Software gewappnet sein sollte. Setzen Sie auf anpassbare Lösungen und erfragen Sie den Umgang des Customizings. Prüfen Sie auch die Möglichkeit betriebswirtschaftliche Software aus der Public Cloud zu beziehen. Software, Plattformen und IT-Infrastruktur werden dabei typischerweise als Service bezogen. Berücksichtigen Sie, dass wahrscheinlich viel mehr Datenquellen und Schnittstellen zu verarbeiten sind, als zunächst angenommen.

Fazit:

Die digitale Transformation bringt für Unternehmen, Behörden und andere Organisationen enorme Herausforderungen mit sich. Es macht wenig Sinn, die notwendigen Aufgaben alleine bewältigen zu wollen. Hierfür wären die Problemstellungen viel zu dynamisch. Rufen Sie das Potenzial über Softwareanbieter oder IT-Dienstleister ab. 
 


 

Uwe Annuß, Geschäftsführer
Uwe Annuß
Geschäftsführer, SoftGuide GmbH & Co.KG
Uwe Annuß studierte in Göttingen Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Wirtschafts­in­for­ma­tik und befasste sich schon sehr früh mit Themen der KI und der Verarbeitung unformatierter Daten. Er programmiert leidenschaftlich gerne und entwickelte bereits 1996 die Plattform SoftGuide - einen Marktplatz für kommerzielle Software. Neben der Analyse des kommerziellen Software­marktes richtet sich sein Hauptaugenmerk derzeit vor allem auf Themen der digitalen Transformation. 

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