Pawsey mit bei Raumtemperatur arbeitenden On-Premises-Quantencomputer

Quantencomputer

Das Pawsey Supercomputing Research Centre, eine Forschungseinrichtung für Supercomputing, kündigt die Installation des weltweit ersten bei Raumtemperatur arbeitenden diamantbasierten Quantencomputers in seinem Supercomputing-Zentrum an.

Der zum Einsatz kommende Quantenbeschleuniger (Quantum Accelerator) wurde vom deutsch-australischen Start-up Quantum Brilliance entwickelt und passt in ein 19-Zoll-Server-Rack. Er nutzt synthetisches Diamant, das einen Betrieb bei Raumtemperatur und damit in nahezu jeder Umgebung ermöglicht.

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In diesem Projekt wird erstmals ein Quantencomputersystem in ein Supercomputerzentrum integriert. Mit dem Feldversuch wollen die Partner hybride Modelle des Quanten- und des klassischen Rechnens demonstrieren und weiter erproben. Dafür wird der Quantum Brilliance Quantenbeschleuniger mit Setonix, dem neuen, hochmodernen HPE Cray Ex Supercomputer von Pawsey, gekoppelt.

„Die Installation des Quantenbeschleunigers von Quantum Brilliance ist ein wichtiger Schritt und ein Paradebeispiel dafür, dass Australien die Quantenforschung vorantreiben und den realen Praxisnutzen aufzeigen will“, sagt Mark Stickells, Executive Director bei Pawsey. „Nachdem die Grenzschließungen im Zusammenhang mit Covid aufgehoben wurden, haben wir mit Hochdruck an der Fertigstellung der Installation dieses Quantensystems gearbeitet. In unserer Partnerschaft wollen Pawsey und Quantum Brilliance gemeinsam demonstrieren, wie sich klassische und Quanten-Rechenleistung in einer Weise kombinieren lassen, die es in einer HPC-Umgebung noch nie gegeben hat.”

Andrew Horsley, CEO von Quantum Brilliance, erklärt: „Für Quantum Brilliance ist die Installation ein wichtiger Schritt. Unser Ziel ist es, Quantentechnologie kleiner, flexibler und überall einsetzbar zu machen. Dieser Feldversuch zeigt, welche zentrale Rolle HPCs bei der Co-Entwicklung von Quantentechnologien spielen – und wie sie beim Verbessern der Technik unterstützen und die Produktentwicklung beschleunigen können.“ Andrew Horsley weiter: „Vom Mainframe zum Mainstream – das ist unsere Vision für die Quantentechnologie. Damit sie in Mobiltelefonen, Autos, für Plattformen und überall dort zum Einsatz kommen, wo es sinnvoll ist. Die Zusammenarbeit mit Pawsey ist ein erster Schritt, um dieses Ziel zu erreichen.“

Im Rahmen des Projekts entwickeln die Partner eine Diagnose- und Engineering-Lösung für den Betrieb eines Quantencomputers in einer HPC-Umgebung. Dabei steht für das Team im Fokus, Wartungsdaten zu erheben und -zyklen zu optimieren, die Kombination der Rechenleistung von klassischen und Quantencomputern (Co-Processing) zu demonstrieren und das System mit Setonix zu integrieren.

Pawsey unterstützt mit seiner Infrastruktur die Arbeit von mehr als 4.000 Forschenden und wird diese Gelegenheit nutzen, um sie fit für die Quantentechnologie zu machen und ihnen bei ihren Algorithmen zu helfen.

Die Integration des Quantenbeschleunigers in die HPC-Architektur soll Forschenden zeigen, wie klassische und Quantensysteme zusammenarbeiten können. „Wir schaffen eine Testumgebung, auf der reale Anwendungen ausprobiert werden können. Das ermöglicht den Forschenden eine effektivere Arbeit und schnellere Ergebnisse – davon profitiert die Wissenschaft als Ganzes“, sagt Mark Stickells. „Wir freuen uns darauf zu sehen, wie Unternehmen und Wissenschaftler HPC als Drehscheibe nutzen, um neuartige klassisch-quantische Codes mit Setonix und dem Quantenbeschleuniger zu erforschen – ein Schritt in die Zukunft des Hybrid-Computings.“

Die australische Wissenschaftsbehörde CSIRO hat mit den Empfehlungen in „Growing Australia’s Quantum Technology Industry“ eine Roadmap herausgegeben – die Partnerschaft zwischen Pawsey und Quantum Brilliance ist dafür ein wichtiger Meilenstein.

www.quantumbrilliance.com

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