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API

Alle Zeichen der Zeit deuten darauf hin, dass die Nachfrage nach digitaler Innovation wachsen und sich dieses Wachstum kontinuierlich beschleunigen wird.

In der heutigen vernetzten Wirtschaft regiert Software die Welt. Die Marktführerschaft wird zunehmend von der Geschwindigkeit bestimmt, mit der sich Unternehmen an die sich ständig ändernden Bedingungen der Digitalisierung anpassen können, um ihren Kunden neue Anwendungen und eine verbesserte User-Experience zu bieten.

Stockende Integration führt zu stockender Projektabwicklung

Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren noch beschleunigen; so sehr, dass laut IDC innerhalb von fünf Jahren fast zwei Drittel der globalen Unternehmen ihre Wandlung zu digitalen Innovationsfabriken abgeschlossen haben werden. Da jedoch die Nachfrage nach neuer, innovativer Software unablässig steigt, haben viele IT-Abteilungen Mühe, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten.

Die Untersuchungsergebnisse des Connectivity Benchmark Report 2020 zeigen, dass 85 Prozent der globalen Unternehmen sich mit erheblichen Integrationsherausforderungen konfrontiert sehen, die den digitalen Innovationsschub zum Stillstand zu bringen drohen. 

Von den fast 900 verschiedenen Anwendungen, die sich in einem durchschnittlichen Großunternehmen im Einsatz befinden, sind lediglich ein gutes Viertel integriert. Die dazugehörigen Daten sitzen oft in Silos fest. Dies macht es schwierig, ein vernetztes Kundenerlebnis zu schaffen und mit externen Partnern effizient zusammenzuarbeiten. Hinzu kommt, dass nur zwei von fünf globalen Unternehmen alle digitalen Transformationsprojekte des letzten Jahres zum Abschluss bringen konnten, da sie mit enormen Herausforderungen zu kämpfen hatten. Der Status quo ist so nicht haltbar. Viele der traditionellen IT-Betriebsmodelle waren nicht in der Lage sich an die neuen Umstände anzupassen und scheiterten. Nun müssen Unternehmen neue Workarounds finden, um die Projektabwicklung zu beschleunigen.

Die größte ungelöste IT-Herausforderung

Die Integration ist für IT-Abteilungen seit jeher eines der größten Probleme. Dies geht auf die Art und Weise zurück, wie Unternehmen Anwendungen und Datenbanken miteinander vernetzt haben, bevor es moderne Integrationsplattformen gab. Der am weitesten verbreitete Ansatz war die Implementation von kundenspezifischem Point-to-point-Code, der direkt in die zu verbindende Anwendung oder Datenbank eingebettet wurde. Auf diese Weise wurde eine Brücke zwischen zwei Systemen geschlagen, so dass Daten von einem System in das andere übertragen werden konnten, mit dem Ziel Informationen frei durch die Organisation fließen zu lassen und digitale Dienste bereitstellen zu können.

Doch während dies in den Anfängen der IT – als die Systeme noch weniger vielfältig, dynamisch und komplex waren – in einem vernünftigen Umfang funktionierte, schafft es heute mehr Probleme, als es löst. Individueller Integrationscode führt in der Regel zu einer engen Kopplung zwischen Anwendungen, Datenbanken und Geräten, wodurch ebenso enge Abhängigkeiten entstehen, die nur schwer und oftmals riskant zu entwirren sind. Wenn Unternehmen eine neue Anwendung einführen oder die digitale Erfahrung verbessern wollen, müssen sie oft bestehende Integrationen auseinanderdividieren, um die Komponenten der IT-Infrastruktur "neu zu verdrahten". Dies wirkt sich jedoch in vielen Fällen und auf unerwartete Weise negativ auf die Funktionalität aus. Das macht es sehr schwierig und kostenintensiv, Änderungen einzuführen, und fast unmöglich, die für die digitale Transformation notwendige Geschwindigkeit zu erreichen.

Der einzige Weg ist API

Individueller Code ist eindeutig kein gangbarer Integrationsansatz mehr. Stattdessen sollten Organisationen einen “API-led Connectivity” Ansatz einführen und den Systemen, die sie verbinden müssen, eine Anwendungsprogrammierschnittstelle (API) voranstellen. Dadurch entsteht eine lose Kopplung zwischen Anwendungen, Daten und Geräten, so dass Änderungen schnell vorgenommen werden können, ohne die bestehenden Integrationen oder die Funktionalität der digitalen Dienste zu beeinträchtigen. Dadurch wird es einfacher, Innovationen zu beschleunigen und neue Produkte und Services schneller bereitzustellen, ohne das Risiko von Geschäftsunterbrechungen oder explodierenden Kosten zu erhöhen. APIs sollten jedoch nur dort von Grund auf neu entwickelt werden, wo dies auch einen Mehrwert schafft. Beispielsweise werden SaaS-Anwendungen häufig mit Standard-REST-APIs geliefert, die für die Verbindung mit anderen Anwendungen und Diensten verwendet werden können, so dass Unternehmen nicht mehr ihre eigenen, maßgeschneiderten APIs entwickeln müssen.

Organisationen können diese Strategien noch weiter ausbauen, indem sie die Selbstbedienung und Wiederverwendung sowohl interner als auch externer APIs fördern. Auf diese Weise können sie viel besser auf regulatorische Anpassungen und Marktänderungen reagieren und schneller Innovationen vornehmen, um sich neue Chancen zu erschließen. Der beste Weg, dies zu erreichen, besteht darin, APIs in einem Application Network freizulegen, wodurch ein modulares Unternehmen mit einer flexiblen Integrationsschicht geschaffen wird, welche die Komplexität der digitalen Transformation reduziert und beherrschbar macht. IT-Assets und -Fähigkeiten können so leichter von Mitarbeitern, Partnern und Dienstleistern genutzt und wiederverwendet werden, so dass sie zu „Citizen-Integratoren“ werden, die ihre eigenen Dienste und digitalen Services erstellen, ohne eine einzige Zeile Code schreiben zu müssen.

Der britische mobile Finanzdienstleister Atom Bank ist eine solche Organisation, die die Vorteile dieses nachhaltigeren Integrationsansatzes erkannt hat. Verwendete die Bank früher eng gekoppelte Point-to-Point-Integrationen und kundenspezifischen Code zur Verbindung ihrer Systeme, schränkte dies ihre Fähigkeit ein, schnell neue digitale Lösungen zu schaffen. Die Atom Bank setzte auf API-led Connectivity, um zu einem agilen, skalierbaren Betriebsmodell überzugehen. Sie erstellt jetzt nur mehr die Hälfte der APIs. Da nun auch jedes Asset wiederverwendbar ist, wurde ihr Entwicklungszyklus von einem Monat auf einen Tag verkürzt. Infolgedessen ist die Atom Bank in der Lage, mit der Geschwindigkeit Innovationen auf den Markt zu bringen, die ihre Kunden von ihr erwarten.

Alles deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach digitaler Innovation weiter wachsen und sich beschleunigen wird. Angesichts der Tatsache, dass sie bereits jetzt Mühe haben, mit dem bestehenden Druck Schritt zu halten, ist es für IT-Verantwortliche unerlässlich, einen neuen und nachhaltigeren Ansatz zur Lösung der größten ungelösten IT-Herausforderung zu finden. Dies ist eine unabdingliche Voraussetzung, wenn sie ihr Unternehmen zukunftssicher aufstellen wollen. Die eng gekoppelten Integrationen der Vergangenheit sind nicht länger geeignet für die Anforderungen moderner digitaler Unternehmen. Nur mit einer flexiblen Integrationsschicht, die auf den Prinzipien der API-led Connectivity und Wiederverwendbarkeit aufbaut, werden die Unternehmen von heute den Wandel zur digitalen Innovationsfabrik erfolgreich meistern können.

 

Rüdiger Fabian, AVP DACH
Rüdiger Fabian
AVP DACH, Mulesoft

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