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Rechenzentrum

Heute gehen wir meistens davon aus, dass Clouddienste ein Allheilmittel sind, da sie die gesamte Software, den Datenzugriff und die Verwaltung bieten, die moderne Unternehmen benötigen, während sie gleichzeitig die direkte Wartung und die Ausgaben für Server vor Ort ersparen.

Clouddienste haben ihre Vorzüge, insbesondere für große Konzerne mit siebenstelligen IT-Budgets, da sie enorme Datenmengen und SaaS-Anforderungen unterstützen. Für kleine und mittlere Unternehmen ist jedoch die Migration zu einer Hybrid-Cloudlösung oder einfach die Beibehaltung der Server vor Ort eine bessere Möglichkeit.

„So kommunizieren wir es auch an unsere Channelpartner“, sagt Katie Mooney
, Global B2B Marketing Manager beim Halbleiterhersteller Micron. „Deshalb sparen diese Unternehmen mit Daten- und Festplattenspeicher von Micron Kosten und behalten die Kontrolle über ihre Daten und Software.“

Unternehmen, die aktuell die Optionen für die Daten- und Softwareverwaltung abwägen, finden im Folgenden einige Faktoren, um das vorhandene IT-Budget optimal zu nutzen.

Geschwindigkeit, wo sie nötig ist

Rechenzentren, die die Cloud unterstützen, bieten Quantität auf Kosten der Qualität. Unternehmen können so viele Daten speichern, wie nötig, wobei die Kosten entsprechend steigen. Dies bietet Vorteile dahingehend, dass Clouddienste mit der Zeit skaliert werden können, bedeutet aber nicht, dass die Datenbanken mit dem häufigsten Zugriff auf Abfragen am schnellsten reagieren. Kurz gesagt, Clouddienste bieten keine Geschwindigkeit, wenn sie gebraucht wird. Dies führt zu einem ineffizienten Benutzererlebnis bei Kunden oder Mitarbeitern, wenn sie Tausende oder gar Millionen von Systemabfragen durchführen. Das Speichern kritischer Daten in aufgerüsteten Servern vor Ort löst dieses Problem auf erschwingliche Weise.

Der Unterschied liegt in der Hardware. Viele Datenfarmen nutzen Festplatten in ihren Servern, die eine entsprechende Kapazität bieten, der Aufgabe jedoch nicht gewachsen sind, wenn es um die Geschwindigkeit geht. Solid-State-Laufwerke sind, je nach Produkt, wesentlich schneller. „Die Micron 5300 SSD führt zum Beispiel 19-mal mehr Datenbankvorgänge pro Sekunde durch, was das Doppelte vieler Festplatten darstellt, sodass diese und andere SSDs eine überlegene Option für anspruchsvolle Arbeitslasten wie Cassandra NoSQL sind“, erklärte Mooney. Für Unternehmen, die solche Arten von Operationen unterstützen, macht das Speichern von häufig verwendeten Daten auf Unternehmens-SSDs vor Ort Sinn, unabhängig davon, ob sich das Unternehmen entscheidet, Daten mit geringer Priorität als Teil eines Hybrid-Plans an einem externen Ort zu speichern.

Schutz der wichtigsten Daten

Datenverletzungen sind einen Albtraum für eine zunehmende Zahl der Unternehmen, die Hackern zum Opfer fallen, welche auf Kundendaten zugreifen, sich an Wirtschaftsspionage beteiligen oder die Unternehmen durch Schadsoftware erpressen. Und die Liste wird immer länger. Im ersten Halbjahr 2019 wurden laut einem Bericht von Risk Based Security 3.800 Verstöße weltweit gemeldet. Diese Verstöße, darunter drei der größten zehn aller Zeiten, bedeuteten eine Steigerung um 54 Prozent gegenüber demselben Zeitraum 2018 und führten zur Offenlegung von mehr als vier Milliarden Datensätzen.

Datenverletzungen können zu Geldbußen, Wiederherstellungskosten und dazu führen, dass sich Kunden betrogen fühlen und ihre Geschäfte mit einem anderen Unternehmen machen. Alles das summiert sich: Laut einer IBM-Studie zum Cost of a Data Breach Report 2019 kostete der durchschnittliche Datenverstoß unter den befragten Unternehmen fast 4 Millionen US-Dollar.

Unternehmen, die ihre Daten externen Rechenzentren anvertrauen, büßen ihre Fähigkeit ein, die Cybersicherheit zu überwachen. Viele kleine und mittlere Unternehmen entscheiden sich dafür, wichtige Datensätze wie proprietäre Geschäftsdokumente und Kundennamen, Adressen und Kreditkartennummern vor Ort zu speichern, wo Server überwacht und gewartet werden können. Diejenigen, die sich für Hybrid-Lösungen entscheiden, behalten ihre sensibelsten Daten vor Ort und unter Kontrolle.

SSDs sind für die Cybersicherheit äußerst wichtig, da sie Selbstverschlüsselung bieten. Keine Firewall oder Cybersicherheitssoftware ist perfekt, daher bietet eine automatische Verschlüsselung auf Hardwareebene einen wichtigen zusätzlichen Schutz, der von HDDs oder Clouddiensten auf HDD-Basis nicht geboten wird. Unternehmens-SSDs bieten zusätzliche Sicherheitslayer. „Die Micron 5300 bietet zum Beispiel mehrere auf Firmware basierende Sicherheitsoptionen sowie Stromausfallschutz für ruhende (Data at Rest) und genutzte (In Flight) Daten sowie Datenpfadschutz für Benutzer- und Metadaten“, sagt Mooney. „Die Beibehaltung von Unternehmens-SSDs vor Ort bietet den IT-Mitarbeitern im Grunde zusätzliche Tools für den Schutz kritischer Unternehmens- und Kundendaten.“

Optimierung des Budgets

Viele IT-Abteilungsleiter stehen vor der Aufgabe, mit mageren Budgets möglichst viel zu erreichen. Ihr Unternehmen hat bereits seine Server vor Ort gekauft. Diese für einen Wechsel in die Cloud aufzugeben, würde einen Verlust der Investition in die Server bedeuten, die nach einer Aufrüstung des Daten- und Festplattenspeichers zu einem Bruchteil der Kosten des Kaufs neuer Server oder einer kompletten Migration in die Cloud wahrscheinlich perfekt in Ordnung sind.

Eine geringe Investition in Hardware vor Ort passt sehr gut zu Hybrid-Lösungen: Aufrüsten der Hardware vor Ort, Begrenzung der Kosten von externem Speicher. Beides kann nach Bedarf skaliert werden, während die Geschwindigkeit gesteigert und die Kontrolle über die am häufigsten verwendeten und sensiblen Daten behalten wird. Wenn man berücksichtigt, dass solche Aufrüstungen schnelleren Zugriff auf die am häufigsten genutzten Dateien bieten und gleichzeitig die Cybersicherheit auf Hardware-Ebene erhöhen, lohnt es sich, eine Vor-Ort- oder Hybrid-Lösung zu erwägen, statt davon auszugehen, dass eine Migration in die Cloud das erfüllt, was der Hype verspricht.  

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