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Rechenzentrum

Gerade in Zeiten von Corona ist die Wichtigkeit von funktionierenden Internetverbindungen enorm. Wir waren im Gespräch mit dem Spezialisten, um zu erfahren, welche Strategie Unternehmen und Organisationen verfolgen sollten, um in Zukunft für eine Situation, wie wir sie gerade erleben, gut aufgestellt zu sein. Ein Interview mit Dr. Gerald Berg – Process Manager Sales & Marketing bei Rosenberger OSI.

Um die Ausbreitung des Corona Virus zu verlangsamen ist „Social Distancing“ das Gebot der Stunde. Dadurch hat sich unser Leben in den letzten Wochen vermehrt in die Online-Welt verlagert. Die überwiegende Anzahl der Arbeitnehmer ist im Homeoffice, Kinder lernen übers Internet und Streaming- sowie Gaming-Plattformen werden vermehrt genutzt. Welche Rolle spielen Rechenzentren in diesen Zeiten?

„Ohne funktionierende Rechenzentren wäre das digitale Leben und Arbeiten überhaupt nicht möglich. Denn Rechenzentren sind auch die Voraussetzung für Cloud-Dienste. Konkret bedeutet dies, dass wann immer Online-Dienste genutzt werden, im Hintergrund eine Verbindung zu einem Rechenzentrum aufgebaut wird. Sie haben somit die zentrale Rolle bei der Verarbeitung großer Datenmengen. Egal ob Videokonferenz, WhatsApp-Nachricht oder ein einfaches Telefonat. Rechenzentren sind permanent im Spiel. Nur wenn eine schnelle und stabile Internetanbindung gewährleistet ist, ist die flächendeckende Verfügbarkeit digitaler Infrastrukturen und Dienste gegeben.

Der Datenverkehr ist in den vergangenen Wochen rasant angestiegen – in Deutschland allein um knapp 10 Prozent. Der deutsche Commercial Internet Exchange (DE-CIX) in Frankfurt, welcher weltweit der größte Internet-Knotenpunkt ist, hat Anfang März mit 9,1 Terabit je Sekunde einen Rekordwert gemessen. Unsere Datenverkabelung wird mehr denn je beansprucht. Was ist der entscheidende Punkt, dass die Netze den derzeitigen Anforderungen Stand halten können?

„Klare Strukturen sowie Skalierbarkeit und Redundanz sind das A und O für den reibungslosen Ablauf in Rechenzentren. Grundlage für die klare Struktur ist das ISO-OSI-Siebenschichten-Referenzmodell. Es definiert die Anwendung als oberste Priorität. Den ersten Layer, also die erste Schicht des Referenzmodells, bildet die physikalische Infrastruktur, die den Datentransport übernimmt. Dazu zählen neben der IT-Verkabelung auch die Komponenten wie etwa Layer-l-Switches. Die IT-Verkabelung – nach EN 50600 / DIN EN 50173-5 - ist für die Verfügbarkeit von Applikationen elementar. Um es auf den Punkt zu bringen: Ohne funktionierende Daten-Verkabelung sind keine IT-Anwendungen verfügbar. Die fatale Folge wäre, dass Geräte wie Server, Switches und Speicher nicht mehr miteinander kommunizieren und Daten austauschen können. Die Verarbeitung, Bereitstellung und Sicherung der Informationen wären ebenfalls nicht möglich. Dieses Szenario belegt, welche entscheidende Rolle die Verkabelung spielt.“

Wir erleben gerade, dass das soziale Leben von heute auf morgen stillsteht und wir gezwungen sind, ohne Vorwarnung und ohne großen Vorlauf remote von zu Hause zu arbeiten. Geschwindigkeit, Ausfallsicherheit und Leistungsfähigkeit unseres Netzes sind essenziell. Was würden Sie Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen raten, damit sie künftig für einen solchen Zustand gewappnet sind?

„Aufgrund der digitalen Transformation hat die Datenverkabelung in Unternehmen und Organisationen jeder Größe in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Indem sich durch die Corona-Krise unser Leben vermehrt in die Online-Welt verlagert hat, ist die Rolle von Rechenzentren und der zugrundeliegenden Verkabelungsinfrastruktur so essenziell wie nie zuvor. Erbringt beispielsweise eine Verbindung zu einem physischen Server hinsichtlich der Latenzzeit und dem notwendigen Datendurchsatz nicht die erforderliche Leistung, wirkt sich das unmittelbar auf andere Komponenten des Netzwerks aus. So ist möglicherweise auch der Zugriff auf alle weiteren, virtuellen Geräte betroffen, die ein solcher Server bedient. Wir erleben dies beispielsweise gerade, wenn die Verbindung zu einer Online-Konferenz abbricht oder VPN-Verbindungen überlastet sind, sodass es im Home-Office Probleme gibt, auf unternehmensinterne Server zuzugreifen.

Damit Rechenzentren den aktuellen Anforderungen standhalten können, spielt hier neben der performanten Hardware und deren unterbrechungsfreie Versorgung - Energieversorgung, Kühlung und Sicherheit - insbesondere die Datenverkabelung eine bedeutende Rolle. Die Verkabelung der IT-Infrastruktur, die seit 1991 Kernkompetenz von Rosenberger OSI ist, wird oft nicht in der Wertigkeit berücksichtigt, die ihr gebührt. Gerade heute sollte aber jedem bewusst, sein dass die Verkabelung das Rückgrat für die Kommunikation im Rechenzentrum ist.

Bei einer bedarfsgerechten Verkabelung sind jedoch mehrere Faktoren entscheidend. Ein wichtiger Parameter für eine zuverlässige Datenübertragung ist eine performante Verbindung. Dies beinhaltet eine sachgemäße Installation der Verkabelung sowie eine kontinuierliche Qualitätskontrolle. Während der Installation sind höchste Sorgfalt, ein umfassendes Know-how und die Verfügbarkeit der erforderlichen Ressourcen entscheidend. Denn die immer anspruchsvolleren IT-Applikationen sind zunehmend weniger fehlertolerant und erfordern dadurch auch hinsichtlich der Verkabelung eine absolut kompromisslose Qualität – nicht nur der Komponenten, sondern auch des Services. So ist beispielsweise ein wesentlicher Faktor für eine hohe Netzwerk-Performance das sorgfältige Auflegen der Steckverbinder. Alle Arten von Verschmutzungen müssen hierbei vermieden werden, weshalb die Steckerverbinder-Stirnflächen vor der Installation mit geeigneten Reinigungswerkzeugen gesäubert und anschließend mikroskopisch begutachtet werden sollten. Fehlende Sorgfalt geht sonst zulasten des Datendurchsatzes.

Diesem Sicherheitsgedanken tragen zum Beispiel unsere Verkabelungssysteme mit dem Qualitätsmerkmal PreCONNECT PURE Rechnung. Durch versiegelte LWL-Kupplungsinterfaces auf den Trunkkablen werden Steckerstirnflächen während der Installation und vor Inbetriebnahme vor Verschmutzung und Beschädigung geschützt.

Zusammenfassend würde ich mir wünschen, dass Unternehmen und Organisationen ein verstärktes Augenmerk auf die Verkabelung der IT-Infrastruktur legen. Diese ist die Grundlage dafür, dass der erforderliche Datenverkehr in Volumen und Qualität reibungslos stattfinden kann. Wir stehen als Verkabelungsexperten gerne bereits in einer frühen Phase der Projektierung unterstützend mit unserer jahrelangen Erfahrung zur Seite.

Darüber hinaus kann es meiner Erfahrung nach wettbewerbsentscheidend sein, immer am Puls der Zeit zu bleiben, sich schon jetzt auf die Entwicklungen der nächsten Jahre einzustellen und eine zukunftssichere Rechenzentrums-Infrastruktur aufzubauen. So ist beispielsweise der Hunger unserer Gesellschaft nach Daten und deren permanenter Verfügbarkeit – von wo immer man sich auch aufhält - die Ursache für die in den letzten Jahren sehr dynamische Geschwindigkeitsevolution. Tranceiverhersteller bringen immer neue höhere Geschwindigkeiten auf den Markt. Mittels 400GBASE-SR8 und dem neuen Verkabelungssystem PreCONNECT SEDECIM können bei der Nutzung von 2 x 8 OM4 Fasern eine 400Gbit/s Übertragung erreicht und damit höchste Datenübertragungsraten bewerkstelligt werden.

Um über die neusten Technologien informiert zu sein und im Marktumfeld mithalten zu können, gilt es sich permanent mit Spezialisten auszutauschen. Als Gesprächspartner stehen hier unter anderem unsere Produktmanager, die den Markt kontinuierlich beobachten und neue Trends im Blick haben, zum Informationsgespräch und zur Beratung zur Verfügung.“


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