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Flights cancelledFluglinien schützen ihre IT-Infrastruktur oft nur unzureichend gegen Ausfälle. Im schlimmsten Fall könnten zehntausende von Urlaubern ihre Reise nicht antreten.

Sommerzeit, Urlaubszeit. Für viele Menschen heißt das: Mit dem Flugzeug ab in den Süden und an die Strände. Wenn es gut läuft: Denn immer wieder kommt es zu massiven Ausfällen im Flugbetrieb. Für die Urlauber heißt es dann, teilweise auf ungemütlichen Hartschalensitzen im Flughafen ausharren zu müssen und zu hoffen, dass nicht zu viel wertvolle Urlaubszeit verloren geht.

Neben den Klassikern massiver Flugausfälle wie Streiks der Piloten, des Kabinen- und Bodenpersonals oder der Fluglotsen und Vulkanausbrüchen oder der Pleite des gewählten Reiseveranstalters, hat sich in Zeiten der immer wichtiger werdenden IT, ein weiterer Grund gesellt: der IT-System-Ausfall. Jüngst erwischte es die Passagiere von British Airways. Die Fluglinie war tagelang nicht einsatzfähig, weil ein IT-Mitarbeiter in einem unbedachten Moment, ein betriebskritisches System ausgeschaltet hatte, das sich partout nicht mehr einschalten lassen wollte. Kein Einzelfall: Auch Delta und United Airlines waren dieses Jahr schon von schwerwiegenden Systemausfällen betroffen. Über die Anzahl kleinerer, lokaler Ausfälle lässt sich nur spekulieren.

Ist ein IT-Systemausfall höhere Gewalt?

Wenn Piloten streiken oder irgendwo ein Vulkan ausbricht, können sich gestrandete Passagiere damit trösten, dass es in gewisser Weise höhere Gewalt war, die zum ausgefallenen Flug geführt hat. Anders ist das bei Ausfällen von IT-Infrastrukturen, handelt es sich doch bei IT um Technologien, die Menschen entwickelt und gebaut haben. Darauf sollte also Verlass sein. Diese Erwartung der Passagiere deckt sich mit den gesetzlichen Anforderungen. Die Vorschriften regeln seit Inkrafttreten des IT-Sicherheitsgesetzes unmissverständlich, dass kritische Systeme, also Systeme zur Aufrechterhaltung des Flugbetriebs, nach dem aktuellen Stand der Technik abgesichert sein müssen.

Fluglinien haben Nachholbedarf beim Schutz ihrer IT-Infrastruktur

Offenbar haben Anwender kritischer IT-Systeme Nachholbedarf, was den Schutz der IT-Infrastruktur betrifft. Das grundlegende Problem sind veraltete Strategien in puncto Geschäftskontinuität und Notfallwiederherstellung von IT-Systemen. Stichwort: Business Continuity (BC) und Desaster Recovery (DR). Diese Strategien sind bisher nur darauf ausgelegt, Ausfälle der Hardware abzufangen. Zieht ein Mitarbeiter den falschen Stecker, löscht aus Versehen eine Datenbank oder wird das System von Cyberkriminellen attackiert, greifen diese Strategien nicht: Die Hardware funktioniert ja. Tatsächlich aber sind Ausfälle, die nicht auf Hardwarefehlern basieren, recht häufig. Experten schätzen die Anzahl dieser sogenannten „logischen Fehler“ auf rund 30 Prozent. Mit immer zuverlässigerer Hardware und zunehmend ausgefeilteren Methoden von Cyberkriminellen, die mittels Ransomware ganze IT-Infrastrukturen lahmlegen, wird sich dieser Wert wohl künftig weiter erhöhen.

Wiederherstellen und weiterfliegen

Nicht nur Fluglinien, die es sich mit ihren Passagieren nicht verscherzen wollen, sondern viele andere Unternehmen sollten sich schleunigst darum kümmern, ihre Systeme auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und auch logische Fehler in ihre Strategien zur Ausfallsicherheit einbeziehen.

Möglich wird dies durch den Einsatz fortschrittlicher Software, mit der man Systemausfälle in kürzester Zeit wiederherstellen kann. Reisende müssen bis dahin hoffen, dass ihre Fluglinie schon so weit ist. Falls nicht, drohen diesen Fluglinien nicht nur Umsatzeinbußen durch IT-Ausfälle oder verärgerte Kunden, sondern auch empfindliche Strafen durch den Gesetzgeber. 

ournal-Recovery mit CDP

Johan van den Boogaart, ZertoJohan van den Boogaart, Zerto

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