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Hybrid-Cloud

Fast alle Unternehmen arbeiten inzwischen mit einer oder sogar mehreren Clouds. Ein paralleler Betrieb verschiedener Dienste in Kombination mit einer On-premises-Architektur erschwert angesichts der zahlreichen Silos, die dabei fast automatisch entstehen, allerdings die Arbeit der IT-Administratoren. Die Lösung: eine Hybrid-Cloud, die eine einheitliche Infrastruktur und eine konsistente Verwaltung bietet. 

Das optimale Zusammenspiel von bewährten On-premises-Anwendungen und Legacy-Systemen stellt bereits seit Jahrzehnten eine Herausforderung für die Unternehmens-IT dar. Längst haben aber auch Cloud-Lösungen aufgrund ihrer Vorteile in puncto Agilität, geringerer Anfangs-Kosten und Geschwindigkeit Einzug in die Unternehmen gehalten. Nicht selten kommt es vor, dass kostenlose Cloud-Speicher sogar für wichtige Geschäftsprozesse genutzt werden.

Wenn Unternehmen sich aber auf die Cloud-Reise begeben, ohne eine grundlegende Strategie in der Hinterhand zu haben, nehmen sie nicht nur Sicherheitsrisiken in Kauf – sie laufen auch Gefahr, weitere Silos aufzubauen und den Managementaufwand zu erhöhen. Cloud-Anwendungen, On-premises-Lösungen und Legacy-Systeme, die lediglich punktuell miteinander verbunden sind, führen zu einer starken Fragmentierung der Unternehmens-IT und damit zu einer deutlich höheren organisatorischen Komplexität. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass laut Experten in den nächsten fünf Jahren mehr Applikationen und Lösungen bereitgestellt werden als in den vergangen 40 Jahren zusammen, braucht es dringend einen konsistenteren Ansatz. 

Traditionelle IT-Architekturen haben ausgedient

Wie sehr die gleichzeitige Nutzung von heterogenen Public- und Private-Cloud-Services die Verwaltung der IT erschwert, zeigt die jüngste Studie der Enterprise Strategy Group (ESG) im Auftrag von Dell Technologies und Intel, für die weltweit über 1.250 IT-Entscheider befragt wurden. Demnach beklagen 73 Prozent den hohen Aufwand, der dadurch entsteht, dass jede Cloud-Plattform über eigene Technologien, Schnittstellen und Prozesse verfügt, die nicht ausreichend kompatibel sind. Für IT-Abteilungen, die für jede Plattform ein eigenes Tool nutzen, ist es schlichtweg unmöglich, schnell und kosteneffizient zu arbeiten.

Anstatt die unterschlichen Ansätze nun kritisch gegeneinander abzuwägen, sollten Unternehmen mit einem hybriden Ansatz lieber das Beste aus beiden Welten herausholen. Das schließt firmeninterne Rechenzentren, öffentliche Clouds und die aufkommende Edge mit ein. Unter einer Hybrid-Cloud versteht man im Gegensatz zu einer Multi-Cloud die Kombination mehrerer Clouds unterschiedlicher Typen (Public oder Private) mit einem möglichst hohen Grad an Integration oder Orchestrierung untereinander. Dem zugrunde liegt eine Infrastruktur, die mit Hilfe von APIs, Middleware oder Container die Portabilität von Workloads vereinfacht. 

Unternehmen müssen heutzutage in der Lage sein, Daten und Anwendungen nahtlos über den Cloud-Bestimmungsort ihrer Wahl zu verschieben und so jederzeit einen wirklich agilen Hybrid-Cloud-Ansatz zu schaffen. Dank eines konsistenten Betriebsmodells und eines einheitlichen Managements bringen sie dabei die Vorteile der Wolke in ihr Rechenzentrum. Sie können zudem Betriebs-, Verwaltungs- und Sicherheits-Best-Practices auf alle Clouds übertragen und sie bis an den Netzwerkrand ausdehnen. Ein echter hybrider Ansatz erlaubt es dabei, die unterschiedlichen Umgebungen mit einem einzigen Control Panel zu überwachen und zu automatisieren.

Die Zeiten und der Aufwand für die Pflege von Multi-Cloud-Umgebungen sinken dadurch erheblich. Unternehmen erhalten zudem Transparenz über alle ihre Assets, unabhängig davon, wo sie sich befinden. In einer Hybrid-Cloud können Unternehmen darüber hinaus Virtualisierung oder Container in jeder öffentlichen oder privaten Cloud ausführen, was eine maximale Flexibilität für Entwickler ermöglicht.

Die Cloud ist kein Ort, sondern ein Betriebsmodell 

Der As-a-Service-Ansatz ist dabei der Türöffner zur hybriden Cloud. Bei einem Software-definierten Rechenzentrum wird die gesamte Infrastruktur virtualisiert und als Service bereitgestellt. So lassen sich verschiedenste Dienste kurzfristig dazubuchen, und auch die generelle Kapazitätserweiterung ist mehr als einfach: Die benötigten IT-Ressourcen können flexibel angepasst werden, ohne dass dazu neue physische Komponenten erworben werden müssen. Management, Security und Monitoring des Data Centers laufen ebenso vollständig softwarebetrieben und können damit schnell an den individuellen Bedarf angepasst werden.

Das Zubuchen von Kapazitäten, das sich genau am momentanen Bedarf orientiert, verlagert die Kosten von der Capex- auf die Opex-Seite. Das bringt für Unternehmen eine hohe Flexibilität mit sich: Sie müssen nicht Unsummen investieren, ohne zu wissen, wie sich das Geschäft in den nächsten Jahren entwickelt. Vielmehr können sie klein anfangen und bei Bedarf nach oben oder unten skalieren. So sind auch 74 Prozent der für die ESG-Studie Befragten davon überzeugt, dass eine Hybrid-Cloud mit ihrer Agilität zu handfesten Einsparungen bei den Infrastrukturkosten führt.

Cloud Management braucht ein System

Lediglich fünf Prozent haben aber bereits ein konsistentes Cloud-Management-System eingeführt. Die Unternehmen, die bereits eine entsprechende Plattform nutzen, sehen jedoch durchaus die Vorteile: So haben laut der Studie 90 Prozent eine höhere Effizienz und vereinfachte Abläufe erreicht, 87 Prozent die Zeit für Markteinführungen reduziert und 81 Prozent das Innovationstempo erhöht, 77 Prozent konnten die Entwicklungszyklen ihrer Anwendungen beschleunigen und 74 Prozent Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Maschinelles Lernen erfolgreich implementieren. 

Unternehmen, die eine oder mehrere Public Clouds zusätzlich zu ihrer Private Cloud im Einsatz haben, kommen auf Dauer nicht an einer Cloud-Management-Lösung vorbei: Sie schützt IT-Abteilungen vor der Komplexitätsfalle und sorgt dafür, dass die Verantwortlichen den Überblick über Workloads und Prozesse behalten. 

Christian Winterfeldt, Director Sales Modern Datacenter (MDC)
Christian Winterfeldt
Director Sales Modern Datacenter (MDC), Dell Technologies

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