Neue Funktionen für den Clusterbetrieb

Kubermatic stellt KubeOne 1.14 vor

Edge Computing, Kubernetes, Cluster

Kubermatic hat KubeOne 1.14 veröffentlicht und erweitert damit sein Open-Source-Werkzeug für das Management von Kubernetes-Clustern.

Das Update bringt unter anderem Unterstützung für Kubernetes 1.36, eine vereinfachte Verwaltung von Control-Planes auf OpenStack und KubeVirt sowie neue Funktionen für Wartung, Sicherheit und den täglichen Betrieb.

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Mit KubeOne 1.14 richtet Kubermatic die Plattform auf die aktuelle Entwicklung des Kubernetes-Ökosystems aus. Besonders relevant ist die Unterstützung für Kubernetes 1.36.

Im Zuge der Anpassung hat das Unternehmen veraltete Komponenten für den Cloud Controller Manager und die CSI-Migration aus dem Code entfernt. Dadurch soll KubeOne näher am Upstream-Projekt bleiben und gleichzeitig der Aufwand für Wartung und Weiterentwicklung sinken.

KubeOne übernimmt dabei zentrale Aufgaben im Cluster-Lebenszyklus. Unternehmen können damit Kubernetes-Cluster bereitstellen, aktualisieren und verwalten, ohne die einzelnen Schritte vollständig manuell durchführen zu müssen.

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Control-Planes lassen sich einfacher verwalten

Eine wichtige Neuerung betrifft OpenStack und KubeVirt. KubeOne kann die virtuellen Maschinen für die Control-Plane bei diesen beiden Plattformen nun direkt bereitstellen und verwalten.

Dafür ist kein Terraform mehr erforderlich. KubeOne kann damit den Lebenszyklus der entsprechenden Control-Plane-Nodes eigenständig übernehmen. Das vereinfacht insbesondere die Bereitstellung von Clustern in Umgebungen, die auf OpenStack oder KubeVirt setzen.

Automatisierte Wartung für etcd

Auch bei der laufenden Administration setzt das Release stärker auf Automatisierung. Ein neues Add-on zur etcd-Defragmentierung kann die einzelnen etcd-Mitglieder regelmäßig bereinigen.

Die Aufgabe wird über einen konfigurierbaren Kubernetes-CronJob ausgeführt. Damit soll die Leistungsfähigkeit der zentralen Kubernetes-Datenbank langfristig erhalten bleiben, während gleichzeitig manuelle Wartungsschritte entfallen.

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Zertifikate werden zuverlässiger erneuert

Verbesserungen gibt es außerdem beim Zertifikatsmanagement. Der Befehl kubeone certificates renew prüft nun, ob die im Zertifikat hinterlegten Subject Alternative Names mit den konfigurierten alternativen Namen des API-Endpunkts übereinstimmen.

Werden Abweichungen festgestellt, kann KubeOne das Zertifikat automatisch neu erstellen. Damit soll verhindert werden, dass Konfigurationsänderungen am API-Endpunkt zu Problemen bei der Zertifikatsnutzung führen.

Die Web-Benutzeroberfläche von KubeOne erhält ebenfalls zusätzliche Verwaltungsfunktionen. MachineDeployments können nun direkt über die Oberfläche skaliert werden.

Darüber hinaus lassen sich Pods auf einzelnen Nodes anzeigen, Maschinen entfernen und erzwungene Rollouts starten. Administratoren können diese Aufgaben damit erledigen, ohne zwischen verschiedenen Werkzeugen wechseln zu müssen.

Eigene Secrets für Add-ons

Mit dem neuen Bereich customSecrets erweitert Kubermatic außerdem die Möglichkeiten bei der Konfiguration von Add-ons.

Beliebige Secrets können den Add-on-Templates zur Verfügung gestellt werden, ohne vertrauliche Informationen direkt in den Vorlagen hinterlegen zu müssen. Das erleichtert insbesondere die Entwicklung wiederverwendbarer Add-ons für bestimmte Anbieter oder individuelle Umgebungen.

Helm 4 und flexiblere SSH-Konfiguration

KubeOne 1.14 aktualisiert zudem die eingebettete Helm-Bibliothek für HelmRelease-Add-ons auf Helm 4. Damit soll die Plattform mit der aktuellen Entwicklung des Helm-Ökosystems kompatibel bleiben.

Für Umgebungen mit besonders strengen Zugriffsvorgaben gibt es außerdem eine neue Möglichkeit bei Jump- beziehungsweise Bastion-Hosts. Diese können nun einen eigenen SSH-Schlüssel verwenden, der unabhängig vom Schlüssel der Control-Plane-Nodes konfiguriert wird.

Das bietet sich insbesondere für Infrastrukturen an, in denen der Zugriff über dedizierte Bastion-Systeme geregelt und separat abgesichert wird.

Fokus auf weniger manuellen Betriebsaufwand

Mit KubeOne 1.14 verfolgt Kubermatic damit vor allem drei Ziele: aktuelle Kubernetes-Versionen schneller nutzbar zu machen, die Infrastrukturverwaltung zu vereinfachen und wiederkehrende Betriebsaufgaben stärker zu automatisieren.

Die Kombination aus Kubernetes-1.36-Unterstützung, neuen Optionen für OpenStack und KubeVirt sowie Verbesserungen bei etcd, Zertifikaten, Secrets und der Web-Oberfläche richtet sich vor allem an Unternehmen, die Kubernetes-Cluster über unterschiedliche Infrastrukturen hinweg standardisiert betreiben wollen.

(red/Kubermatic)

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