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Low Code

Low-Code ist heute Mainstream, ist in vielen Branchen bereits eingeführt und beschleunigt die Digitalisierung. 69 Prozent der befragten deutschen IT- Führungskräfte und Entwickler nutzen Low-Code bereits in ihrer Organisation, mehr als die Hälfte auch für komplexe, unternehmenskritische Bereiche.

Die Siemens-Tochter Mendix hat heute die Ergebnisse der internationalen Studie „State of Low-Code 2021“ zum Status Quo der Low-Code-Technologie in der von Corona geprägten Arbeitswelt veröffentlicht. Zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut Reputation Leaders hatte der Marktführer im Bereich Low-Code für Unternehmen im Mai und Juni dieses Jahres 2.025 IT-Experten aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden, China, den USA und Großbritannien befragt. Die Ergebnisse zeigen die in den letzten Jahren stark gestiegene Bekanntheit, die heute vielseitigen Einsatzbereiche sowie Potenziale von Low-Code auf, das gegenüber klassischer Softwareentwicklung die Realisierung von Digitalisierungsprojekten schneller und günstiger ermöglicht.

Bedarf an Unternehmenssoftware wächst schneller als weltweit verfügbare Programmierer-Kapazitäten

Das Digitalisierungstempo, das sich seit März 2020 weltweit massiv beschleunigt hat und mit einer hohen Nachfrage nach Software-Anwendungen verbunden ist, hat auch IT-Experten überrascht: 50% aller weltweit Befragten haben die heutige Dimension an hohen Zeit- und Ressourcen-Druck nicht erwartet. 74% der europäischen Studienteilnehmer gehen von einem weiter beschleunigten Bedarf an Software aus, 69% sehen mit Sorge auf die fieberhafte Nachfrage nach Software-Entwicklern. So liegen rund 80% aller Softwareprojekte heute bereits im geplanten Zeitplan um Monate zurück. In Deutschland wird die Situation ähnlich, wenn auch nicht so extrem wie in den anderen Märkten eingeschätzt: 67% der befragten deutschen IT-Experten erwarten eine beschleunigte Nachfrage nach Software-Entwicklung. Das Gefühl der besonderen Dringlichkeit, den „Software-Stau“ zu lösen, verspüren 44% der Deutschen – ein Wert, der dem weltweiten Durchschnitt entspricht. Interessant erscheint ein Unterschied in den

Konsequenzen, die die Befragten ziehen wollen: Ein im Ländervergleich vergleichsweiser hoher Anteil fällt bei den deutschen Befragten auf die Absicht, mehr externe Entwickler einstellen zu wollen (26%). In Anbetracht des Fachkräftemangels scheint es, dass die deutschen IT-Verantwortlichen hier entweder konservativer oder zögerlicher gegenüber neuen, günstigeren und schnelleren Technologien wie Low-Code eingestellt sind oder höhere Kosten in Kauf nehmen wollen. Während in den USA 29% noch viel konsequentere, neue Wege in der Software-Entwicklung einschlagen, sind in Deutschland bisher nur 19% bereits entschieden dafür. 

Hohe Akzeptanz für Low-Code als Alternative, um Software-Nachfrage gerecht zu werden

Low-Code ist heute weitgehend bekannt und häufig etabliert. Die Notwendigkeit für Alternativen gegenüber der klassischen Software-Entwicklung sieht eine überwiegende Mehrheit deutlich: Fast zwei Drittel der Befragten (weltweit 65%, Deutschland 60%) sehen Low-Code im digitalen Umbruch auch langfristig als einen Trend, den ihr Unternehmen nicht verpassen darf. Und das nicht nur zukünftig, sondern bereits jetzt: Weltweit 77% sowie in Deutschland 69% geben an, Low-Code Business-Applikationen bereits in ihrer Organisation einzusetzen. Hohe Relevanz bescheinigen die deutschen Befragten Industrie-Anwendungen: 54% sehen in Low-Code das Potenzial, der industriellen Fertigung digitalen Schwung zu verleihen.

Bei den Vorteilen von Low-Code ergibt sich ein deutliches Bild: 45% der deutschen IT-Experten überzeugen schnellere Entwicklungsprozesse, 44% die geringeren Kosten und 41% sehen eine bessere, kollaborative Zusammenarbeit zwischen IT und Fachabteilung. Als weitere Pluspunkte für Low-Code zählen eine verbesserte Responsivität, Kundenzufriedenheit und die Entlastung der bestehenden IT-Ressourcen bei jeweils 36% der Befragten. Interessant sind auch die vergleichbaren Antworten von Nicht-Low-Code-Nutzern: Sie sehen als die größten Probleme bei der Software-Entwicklung, dass Prozesse zu lange dauern (47%), alte Legacy-Systeme weitergeführt werden müssen (45%) und zu wenig Kollaboration und Austausch Projekte bremsen (35%) – Kernargumente für überzeugte Low-Code-Anwender.

Nicht nur bei IT-Entscheidern, auch bei Entwicklern in Deutschland selbst hat die Low-Code-Technologie enorm an Zuspruch gewonnen. Bei 38% der traditionellen Software-Developer sehen die Befragten sogar Begeisterung für die alternative Low-Code-Entwicklung. Nur 2% halten sie aktuell für resistent gegen Low-Code. IT-Entwickler schätzen zugleich, dass fast 49% der alltäglichen Arbeitsprozesse über Low-Code erledigt werden können.

Vielfältige Einsatzfelder von Low-Code, auch bei unternehmenskritischen Anwendungsbereichen

Modellbasierte, visuelle Softwareentwicklung über Low-Code involviert mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Digitalisierung und wird heute vielseitig in unterschiedlichen Branchen eingesetzt. Die wichtigsten Einsatzgebiete sind laut den deutschen Befragten Anwendungen für komplexe, individuelle Unternehmenssoftware (37%), industrielle IoT-Apps (35%), für automatisierte, existierende Arbeitsprozesse (35%), für Data Modeling und Visualisierung (34%) sowie für automatisierte Anwendungen der Robotic Process Automation (31%). Weitere Beispiele sind Produktivitätsanwendungen für die automatisierte Datenerfassung und -verwaltung, Apps für Kundeportale oder als erweiterte Funktionen von existierenden Altsystemen.

Laut Einschätzung der Befragten sind 50,6% der entwickelten Low-Code-Anwendungen in Deutschland durchaus aus unternehmenskritischen Bereichen und von hoher Komplexität wie zum Beispiel das Ablösen von sogenannten Legacy Systemen. Weltweit liegt der Wert bei 54,7%, in Europa bei 52,2%.

Für Software-Entwickler wie für IT-Entscheider zählen Low-Code-Fähigkeiten als wichtige Zukunfts-Skills, wenngleich Deutschland hier vergleichsweise noch etwas zurückhaltender ist: 47% der deutschen IT-Experten (weltweit 58%) sind von der Wichtigkeit von Low-Code für die nächste Karrierechance überzeugt. 29% der erfahrenen Coder sehen Low-Code-Kenntnisse eher als Nice-to-Have (weltweit 16%). Als für ihre weitere berufliche Laufbahn irrelevant sehen unter erfahrenen Coder die Technologie nur verschwindend geringe 6%.

Fazit

„Die Studie bestätigt unsere Erfahrungen mit Kunden und Partnern weltweit sowie das, woran wir schon lange geglaubt haben“, so Derek Roos, CEO und Co-Founder von Mendix. „Low-Code ist die Zukunft der Software-Entwicklung und Mendix hierbei führend. Low-Code ist von Haus aus agil, es vergrößert den Pool an Entwickler-Talenten massiv und es ist für die Zusammenarbeit und die schnelle Software-Entwicklung konzipiert. Low-Code, und insbesondere Low-Code mit Mendix, wird schnell zu einer Kerntechnologie, die Unternehmen benötigen, um in einer digitalisierten Welt erfolgreich zu sein.“

Low-Code Marktexperte Hans de Visser, VP Product Management bei Mendix, ergänzt: „Low-Code gewinnt immer mehr an Bedeutung und das auch bei geschäftskritischen Anwendungen. Die Bekanntheit und die Akzeptanz auf beiden Seiten, bei IT-Führungskräften und von klassischem Coding geprägten Software-Entwicklern, ist heute schon sehr hoch und wächst weiter. Low-Code kann wesentlich dazu beitragen, die App-Entwicklung zu beschleunigen – selbst wenn IT-Fachkräfte fehlen, da auch IT-fremde Mitarbeiter ihr Fachwissen in die Software-Entwicklung einbringen. Wir sehen weltweit, als auch in Deutschland, dass der Bedarf nach maßgeschneiderten Software-Lösungen branchenübergreifend wächst, und Unternehmen dem nachkommen müssen, um nicht abgehängt zu werden. Laut unserer Studie scheint es so, dass man in Deutschland vergleichsweise noch etwas traditioneller über Software-Entwicklung denkt– das ändert aber nichts an den großen Herausforderungen der Digitalisierung, der fieberhaften Nachfrage und dem geforderten Tempo, das Alternativen jetzt und zukünftig verlangt.“

Weitere Informationen:

Die Studie „The State of Low-Code 2021: A Look Back, The Light Ahead” ist hier abrufbar.

Zur Methodik der Umfrage:

Im Auftrag von Mendix befragte das unabhängige Marktforschungsunternehmen Reputation Leaders zwischen dem 10. Mai und dem 21. Juni 2021 insgesamt 2.025 IT-Fachleute mittels einer Online-Umfrage. Unter den Umfrageteilnehmern waren insgesamt 1.209 IT-Führungskräfte und 816 Softwareentwickler. Von den Befragten kamen 1.012 aus den USA, 503 aus Europa und 510 aus China. 156 Befragte stammen aus Deutschland. Von diesen sind 89 Software-Entwickler und 67 IT-Entscheider. Alle IT-Fachleute waren in KMU/Unternehmen mit 50 oder mehr Mitarbeitern beschäftigt. IT-Führungskräfte wurden entweder als CIO, CTO oder Chief Data Officer/Head of Data/Head of Data Management identifiziert und damit als Personen, die eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung in Bezug auf Technologien und IT-Ressourcen spielen. Die Fehlermarge für die Gesamtstichprobe von 2025 beträgt 2,2% bei einem Vertrauensniveau von 95%. In den USA liegt die Fehlermarge bei +/-3,1% und in Europa und China bei +/-4,4%.

Hintergrundinformation:

In einer von der COVID-19-Pandemie geprägten Welt werden Software-Anwendungen im Alltag noch stärker gebraucht. Sie stellen das Bindeglied dar, das die globale Wirtschaft zusammenhält. Herkömmliche Softwareentwicklung dauert jedoch zu lange und liefert oft nicht die gewünschten Ergebnisse für Unternehmen und Anwender. Schon vor COVID-19 gab es nicht genügend professionelle Softwareentwickler, um den sich rasch wandelnden Unternehmens- und Kundenanforderungen gerecht zu werden. Die globale Pandemie hat diese schon bestehende Geschäftsherausforderung noch beschleunigt und verschärft. Low-Code-Entwicklung kann hier helfen. Low-Code von Mendix ist ein visueller Entwicklungsansatz auf Unternehmensebene, der professionelle Entwickler und Geschäftsanwender ohne Programmierkenntnisse in die Lage versetzt, mithilfe von Drag-and-Drop-Komponenten und modellgesteuerter Logik Cloud-Native Anwendungen für das Web und Mobilgeräte 10x schneller zu erstellen.

www.mendix.com/de
 


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