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Supply Chain

Anwendungen, die auf einer Microservices-Architektur basieren, haben das Potenzial, die Skalierbarkeit zu unterstützen und das Supply Chain Management flexibler zu gestalten – sei es bei schwankender Arbeitsbelastung, anhaltenden Verkaufsspitzen oder bei der verlässlichen Transport- und Lieferplanung. Warum das wettbewerbsentscheidend sein kann, haben uns die vergangenen Monate gezeigt.

Das Verbraucherverhalten ändert sich, und damit auch die Anforderungen an den stationären und den Online-Handel. Flexibilität, Agilität und Customer Experience spielen für den Handel eine zentrale Rolle. Sichtbar ist dieser Wandel insbesondere bei den Lieferketten – was bereits vor der Corona-Pandemie der Fall war, sich in den vergangenen Monaten aber verschärft hat.

Smarte IT-Lösungen, aufgebaut auf Microservices, können das Supply Chain Management optimieren. Der entscheidende Vorteil: Bestimmte Komponenten eines Warehouse Management Systems können abgetrennt, aktualisiert und neu eingesetzt werden, ohne die gesamte IT-Anwendung zu beeinträchtigen.

Die Umstellung auf Microservices ist eine Investition in Agilität. Eine zentrale Cloud-basierte Anwendung, die vollständig auf Microservices aufbaut, macht Lieferketten belastbarer. Der Systemaufbau basierend auf Microservices bedeutet, dass ein Einzelhändler oder ein für das Supply Chain Management zuständiges Team innerhalb eines Unternehmens die Möglichkeit hat, die Technologie genau zum gewünschten Zeitpunkt ändern und neu einsetzen zu können – ein entscheidender Faktor, wie wir bei den starken Schwankungen des Verbraucherverhaltens im Verlauf der Pandemie sehen.

Vergleichbar mit Lego

Der Unterschied zu monolithischen IT-Systemen lässt sich am Beispiel Knetgummi und Lego ganz einfach darstellen. Werden bei einer monolithischen Architektur aus Knetgummi Funktionen in Form von zwei oder drei Farben vermischt, ist es nahezu unmöglich, eine einzelne Funktion wieder herauszulösen, um sie zu einem späteren Zeitpunkt in eine neue Anwendung zu integrieren. Lego hingegen ist komponentenbasiert, sodass es einfach ist, eine bestimmte Funktion zu entfernen und in die nächste Anwendung einzubauen. Nur der entsprechende Microservice muss geändert werden, nicht die komplette Anwendung. Bei einem partiellen Systemfehler fällt nur der betroffene Microservice aus, alle weiteren Services funktionieren weiterhin.

In der Vergangenheit bedeuteten monolithische IT-Umgebungen, dass Unternehmen oft zögerten, Änderungen an einer einzelnen Anwendung vorzunehmen. Sie befürchteten, dass beim Ausfall einer einzelnen Funktion oder Komponente die gesamte Anwendung ausfallen würde. Das Problem bei der monolithischen Architektur besteht darin, dass alle Änderungszyklen in der Regel aneinander gebunden sind. Eine Änderung an einem kleinen Abschnitt einer beliebigen Anwendung kann die Erstellung einer völlig neuen Version erfordern. Oft sind dabei auch strenge und manchmal teure Testläufe erforderlich. 

Quelle: Manhattan Associates

Diese Zurückhaltung bei technischen Neuerungen betraf insbesondere Einzelhändler, die sich auf die Kontinuität der Lieferkette und die Flexibilität bei der Bedienung der Endkunden verlassen müssen. Allerdings sind Ausfallzeiten in einer Nicht-Cloud-basierten Umgebung Realität. Bei einigen Unternehmen geht es sogar so weit, dass Ausfälle zu einem einkalkulierten Teil des IT-Systems geworden sind – die Einschränkungen und die verlorene Zeit werden manchmal gar nicht mehr in Frage gestellt.

Pieter Van den Broecke, Managing Director Benelux and Germany
Pieter Van den Broecke
Managing Director Benelux and Germany, Manhattan Associates
Pieter Van den Broecke ist seit 2008 Geschäftsführer Benelux und Deutschland bei Manhattan Associates. Mit seiner langjährigen Erfahrung in den Bereichen Supply Chain und Logistik versteht er wie kein anderer die Herausforderungen, denen sich Einzelhändler in der heutigen dynamischen Omni-Channel-Landschaft stellen müssen. (Bildquelle: Manhattan Associates)

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