Verteiltes SQL – Das ist bei der Implementierung wichtig

Verteiltes SQL ist eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Client-Server-Datenbanken. Doch es eignet sich nicht für alle Szenarien. Unternehmen sollten bei der Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Lösung einige Kriterien beachten.

Verteilte SQL-Datenbanken verwenden dasselbe relationale Modell und dieselbe Abfragesprache wie traditionelle Datenbanken. Sie verteilen jedoch Lese- und Schreibvorgänge, die Verarbeitung von Abfragen und die Indizierung auf einen Cluster von Datenbankknoten. 

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Verteilte Datenbanken sind sinnvoll, wenn die Arbeitslast die Kapazität eines einzelnen Servers übersteigt, da sie Daten in einer angemessenen Zeit zurückgeben können. Sie zeichnen sich durch eine hohe Verfügbarkeit aus, steigern die Gesamtkapazität und optimieren die Skalierung des Datenbanksystems.

Kriterien für die Auswahl einer Datenbanklösung

Die Einführung einer Datenbanklösung auf der Basis von verteiltem SQL ist allerdings kein Selbstläufer. Auf dem Markt finden sich vielfältige Lösungen, die sich nicht für jedes Anwendungsszenario eignen. Im Vorfeld müssen Fragen geklärt werden, beispielsweise die Übereinstimmung mit den Anforderungen an Latenzen und Datendurchsatz. Die folgende Übersicht nennt Kriterien, mit denen Unternehmen das Marktangebot prüfen können.

Database as a Service (DBaaS)

Viele Anbieter von verteilten SQL-Systemen vertreiben ihr Produkt auch als Database as a Service (DBaaS). Hier empfiehlt sich ein genauer Blick auf das Angebot: Nicht alle sind über das Teststadium hinaus voll funktionsfähig oder verfügen über öffentliche Referenzen von Produktivsystemen. 

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Verfügbarkeit von Cloud-Anbietern

Unternehmen können ihre verteilten SQL-Datenbanken selbst verwalten, entweder im eigenen Rechenzentrum oder bei einem beliebigen Cloud-Dienst. Wenn es jedoch darum geht, die Kubernetes-Implementierung eines bestimmten Cloud-Anbieters zu unterstützen oder DBaaS zu nutzen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Eine flexible Lösung unterstützt alle drei großen Cloud-Plattformen (AWS, Google, Azure) für selbst gehostete Installationen.

Private & Hybrid Clouds

Viele IT-Organisationen betreiben aus Gründen der Sicherheit oder der Netzwerklatenz zusätzlich zu externen Cloud-Diensten auch Private Clouds. So arbeiten beispielsweise IT-Systeme in der Industrieproduktion in der Regel lokal und nutzen die Cloud für die Notfallwiederherstellung. Einige Angebote von verteiltem SQL sind aber nur im Public-Cloud-Format verfügbar. Wichtiges Auswahlkriterium ist deshalb die Verfügbarkeit in öffentlichen, privaten und hybriden Clouds.

Datendurchsatz

Ein wichtiger Grund für das Nutzen von verteiltem SQL ist letztlich ein höherer Durchsatz bei geringeren Kosten. Bei jeder Plattform gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Einschränkungen. Einige der weltweit größten Unternehmen setzen verteiltes SQL mit bis zu 120.000 Transaktionen pro Sekunde (TPS) ein. Solche Werte sind mit herkömmlichen Datenbanken nur schwer zu erreichen. Allerdings bietet auch nicht jeder Anbieter von verteilten SQL-Systemen diese Leistung.

Skalierbarkeit

Fast alle Datenbanken sind in gewissem Maße skalierbar. Verteilte SQL-Datenbanken sind deutlich besser skalierbar als traditionelle Datenbanken oder viele NoSQL-Datenbanken wie MongoDB. Unternehmen sollten Benchmarks nutzen, um die Skalierbarkeit unterschiedlicher Datenbanksysteme zu vergleichen. Ein wichtiges Kriterium ist dabei die Möglichkeit, Cluster automatisch und ohne Daten- oder Dienstverlust zu verkleinern, indem Knoten entfernt werden.

Andrew Oliver

MariaDB Corporation -

Senior Director of Product Marketing

Andrew Oliver ist seit 2021 für MariaDB tätig und verfügt aus vorherigen Stationen bei IBM, Cisco, Red Hat, Lucidworks, Couchbase und Yugabyte profunde Kenntnisse sowohl in der Java-Entwicklung als auch im Bereich des technischen Produktmarketings.
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