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GoogleGoogle packt das Problem der Fake News und fälschlicherweise hoch gerankten Beiträge an. Hierbei setzt der Internet-Gigant sowohl auf neue Algorithmen als auch auf Offenheit im Umgang mit seiner Technologie. Lesen Sie hier die Ankündigung von Google:

Unsere Suche ist einem beständigen Wandel unterworfen. Schließlich gibt es immer etwas zu verbessern. Dies war uns schon 1999 klar, als wir mit der Arbeit an der Google Suche begonnen hatten. Und bis heute hat sich daran nichts geändert. Damals weitete sich das Internet mit unfassbarer Geschwindigkeit aus. Wir standen vor der Aufgabe, die explosionsartig zunehmenden Informationen zu verstehen, nutzbar zu machen, zu organisieren und derart aufzubereiten, dass jedermann direkt auf der Suchergebnisseite das fand, wonach er gesucht hatte. Im Mittelpunkt der damaligen Arbeit stand dabei der PageRank-Algorithmus, mit dem wir die Bedeutung von Webseiten beurteilten und somit deren Rang unter den Suchergebnissen bestimmten.

Mit unseren Algorithmen versuchten wir jedoch nicht nur, Informationen zu organisieren, sondern auch Betrügern auf die Schliche zu kommen: Seit jeher haben Personen oder Systeme durch qualitativ schlechte „Content-Farmen“, versteckte Texte oder andere betrügerische oder irreführende Maßnahmen versucht, unsere Systeme „auszutricksen“. Im Laufe der Jahre konnten wir diese und andere Probleme beheben, indem wir unsere Algorithmen regelmäßig aktualisierten und weitere Funktionen implementierten, durch die ein Austricksen unserer Systeme verhindert werden soll.

Fake News

Heute, in einer Zeit, in der am Tag pro Minute zehntausende Seiten online gehen, kommen neue Methoden auf, unsere Systeme zu überlisten. Dazu zählt das Phänomen der sogenannten „Fake News“. Hierbei tragen im Internet veröffentlichte Inhalte zur Verbreitung von offensichtlich irreführenden, minderwertigen, anstößigen oder absolut falschen Informationen bei. Während sich dieses Problem von früheren unterscheidet, halten wir an unserem Ziel fest: Wir wollen den Menschen Zugang zu relevanten Informationen aus den verlässlichsten Quellen bieten. Und auch wenn unsere Bemühungen um eine Lösung des Problems nicht immer von Erfolg gekrönt sein mögen, so können wir gute Fortschritte vorweisen. Damit wir einen umfassenden und nachhaltigen Wandel bewirken können, werden wir die Google Suche weiteren strukturellen Änderungen unterziehen.Mit diesem langfristigen Ziel vor Augen stellen wir heute schon die Weichen für eine Verbreitung von zukünftig qualitativ höherwertigen Inhalten aus dem Internet. Dazu gehören unter anderem ein verbessertes Ranking und eine einfache Methode, direktes Feedback zu geben. Zudem möchten wir bestehende Unklarheiten beseitigen, was die Funktionsweise der Suche betrifft.

Suchranking

Mithilfe unserer Algorithmen ermitteln wir aus den mehreren hundert Milliarden Seiten in unserem Index verlässliche Quellen. Allerdings hat sich herausgestellt, dass bei wenigen Suchanfragen (0,25 Prozent unseres täglichen Traffics) anstößige oder eindeutig irreführende Inhalte als Suchergebnis ausgegeben worden sind – eben Inhalte, nach denen nicht gesucht wurde. Wir haben unsere Beurteilungsmethoden mit dem Ziel, die Verbreitung solcher Inhalte zu unterbinden, verbessert und unsere Algorithmen aktualisiert, damit zuverlässigere Inhalte angezeigt werden.

  • Neue Richtlinien für die Qualitäts-Bewertung der Suchergebnisse: Der Umsetzung von Änderungen an der Google Suche geht unermüdliches Experimentieren voraus. Wir erhalten zu unseren Experimenten Feedback von Prüfern – realen Personen, die die Qualität der Suchergebnisse von Google unter die Lupe nehmen. Dieses Feedback hat keinen unmittelbaren Einfluss auf das Ranking einzelner Seiten, hilft uns jedoch dabei, Daten zur Qualität unserer Suchergebnisse zu sammeln und Bereiche mit Verbesserungsbedarf zu erkennen. Vergangenen Monat haben wird unsere Richtlinien für die Qualitäts-Bewertung der Suchergebnisse überarbeitet. Anhand von ausführlicheren Beispielen zu Webseiten von minderer Qualität möchten wir es Bewertern erleichtern, Seiten, die irreführende Informationen enthalten, unerwartet anstößige Suchergebnisse, Falschmeldungen und unbestätigte Verschwörungstheorien angemessen zu melden und zu kennzeichnen. Neben den genannten Bewertern sollen diese Richtlinien auch bei unseren Algorithmen dafür angewendet werden, Inhalte von geringer Qualität herabzustufen, und uns dabei unterstützen, mit der Zeit zusätzliche Verbesserungen vorzunehmen.
     
  • Änderungen beim Ranking: Wir kombinieren hunderte von Faktoren, sei es, wie aktuell ein Inhalt ist oder wie oft genau die Suchanfrage auf der Seite auftaucht, um diejenigen Ergebnisse zu ermitteln, die wir zu einer bestimmten Suchanfrage anzeigen. Wir haben diese Faktoren angepasst, damit wir verlässlichere Seiten anzeigen und Inhalte von minderer Qualität herabstufen können, sodass es unwahrscheinlicher wird, dass sich solche Fälle wie im vergangenen Dezember mit den Suchergebnissen zur Holocaustleugnung wiederholen.

Tools für direktes Feedback

Wir möchten die Suche über Google für alle Benutzer beschleunigen und damit angenehmer gestalten. Dieses Ziel verfolgen wir mit Funktionen wie der automatischen Vervollständigung, bei der Suchanfragen schon während des Tippens angezeigt werden, und den hervorgehobenen Snippets, die oberhalb der Suchergebnisse in einem Block angezeigt werden und so die Aufmerksamkeit auf besonders relevante Ergebnisse legen sollen. Die Inhalte, die beim automatischen Vervollständigen oder in den Snippets angezeigt werden, wurden durch Algorithmen erstellt und speisen sich aus den Suchanfragen anderer Benutzer und im Internet verfügbaren Inhalten. Aus diesem Grund kann es mitunter dazu kommen, dass unerwartete, falsche oder anstößige Suchergebnisse angezeigt werden. Mit dem heutigen Tag bieten wir allen Benutzern eine noch einfachere Möglichkeit, Inhalte ohne Umwege zu kennzeichnen, die in den automatisch vervollständigten Suchanfragen und den hervorgehobenen Snippets erscheinen. Heikle oder unnütze Inhalte können uns so direkt und verständlich mitgeteilt werden. Dieses Feedback soll in die Verbesserung unserer Algorithmen einfließen.

Mehr Offenheit in Bezug auf unsere Produkte

In den vergangenen Monaten wurden wir mit der schwierigen Frage konfrontiert, weshalb Suchanfragen automatisch mit schockierenden oder anstößigen Inhalten vervollständigt wurden. Wir haben dies zum Anlass genommen, zu prüfen, inwiefern wir unsere Inhaltsrichtlinien verbessern können, und haben die Richtlinien entsprechend bearbeitet. Damit sich jeder mit der Funktion und unserer Herangehensweise an die Entfernung von Inhalten eingehend vertraut machen kann, veröffentlichen wir diese Richtlinien in unserer Google-Hilfe.

Für alle, die sich in die Materie vertiefen möchten, haben wir kürzlich unsere Seite “How Search Works” aktualisiert. Hier geben wir einen Blick hinter die Kulissen unserer Suche und informieren über die zugrunde liegende Technologie. Beispielsweise wird der Prozess beschrieben, wie mithilfe des Ranking-Systems von Google aus mehreren hundert Milliarden Seiten Suchergebnisse ausgewählt werden. Zudem gibt es einen Überblick über unsere verschiedenen Testverfahren mit Nutzern.Jedes Jahr gehen Billionen Suchanfragen bei Google ein. Und tatsächlich handelt es sich bei 15 Prozent der täglichen Suchanfragen um völlig neue Eingaben. Daher werden wir nicht ruhen, sondern weiter hart dafür arbeiten, dass wir unseren Benutzern aus einer Vielzahl von zulässigen Quellen die bestmöglichen Antworten auf ihre Suchanfragen bieten können. Uns ist klar, dass unsere Suchergebnisse niemals perfekt sein werden. Doch geht es uns darum, das Vertrauen der Benutzer in uns zu wahren und unsere Produkte derart zu gestalten, dass sie für jedermann nützlich sind. Und genau dafür setzen wir uns ein – früher, heute und in Zukunft. 


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