IT Compliance und Agile: Paradoxon oder Zusammenspiel?

Marcus ToussaintDie Anforderungen der IT Compliance und das Agile Manifest bilden ein praxisrelevantes Spannungsfeld für agile Softwareentwicklungsmethoden. Bezogen auf den Einsatz in Unternehmen müssen die Anforderungen aus beiden Feldern auf einen Nenner gebracht werden. Ein Kommentar von Marcus Toussaint, Nexinto.

Auf den ersten Blick erscheinen agile Softwareentwicklung und IT Compliance unvereinbar. Einer der wichtigsten Grundpfeiler der agilen Softwareentwicklung ist, dass die besten Architekturen, Anforderungen und Designs in Teams entstehen, die sich selbst organisieren. Jeder kann dabei prinzipiell an allem arbeiten und hat Zugriff auf alle Informationen.

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Dieses Konzept steht im diametralen Gegensatz zu allen Compliance-Erfordernissen hinsichtlich Informationssicherheit und Datenschutz. Im Business-Kontext sind gesetzliche Vorgaben oder die ISO 27001 allerdings ein ‚Must have’. Regelwerke und Standards müssen auch in agilen Szenarien funktionieren, sobald Agile die Start-up-Ebene verlässt und in gewachsenen Unternehmen und Konzernen Einzug hält.

Ein erster Schritt kann darin bestehen, auf Entwicklerseite Awareness für diese Themen und die Folgen bei Nichtbeachtung zu schaffen. Im nächsten Schritt muss es darum gehen, Regelwerke, DevOps-Anforderungen und Scrum-Szenarien so aufeinander abzustimmen, dass die Schutzfunktion gegeben bleibt und gleichzeitig die Flexibilität und Dynamik in den Projekten möglichst wenig eingeschränkt sind. Dazu müssen die Verantwortlichen für Informationssicherheit und Datenschutz sowie die Entwickler an einem Strang ziehen.

https://www.nexinto.com/

 

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