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Dr. Frank Lampe, Marketing Director bei IGEL Technology, über den Erfolgskurs von Thin & Zero Clients mit Linux.

Im Thin Client-Markt bewährt sich Linux als schlankes, flexibles und kostengünstiges Betriebssystem. Kein anderes ist derzeit so erfolgreich. Dem Vergleich mit Windows hält es optisch und funktional stand. Doch Vorsicht: Linux ist nicht gleich Linux, und nicht jedes Thin Client-Konzept ist wirklich zukunftssicher.

Thin Clients und insbesondere Zero Clients sollen kostengünstig sein – wartungsarm, energieeffizient und platzsparend. Diese Design-Prämisse legt neben effizienter Hardware auch ein schlankes Betriebssystem nahe, das sich bei Bedarf auch trotz geringer Bandbreiten einfach aktualisieren lässt. In letzter Konsequenz sollen so die IT-, insbesondere die Desktop-Kosten nachhaltig sinken. Mit kaum einem Thin Client-OS (Operating System) lassen sich diese Ziele einfacher erreichen, als mit Linux.

Linux-Firmware: über 27 Prozent Marktanteil

Thin und Zero Clients mit einer Linux-basierenden Firmware auszustatten, ist ein weltweit erfolgreiches Lösungskonzept. Wie die jährliche Analyse von IDC für 2012 zeigt, wurden 27 Prozent der weltweit abgesetzten Thin Clients mit einem Linux-OS ausgeliefert. Die zweitgrößte Gruppe bilden Thin Clients „ohne lokales OS“ (19 Prozent), wobei auch hier teilweise Linux im Spiel ist – beispielsweise als Mini-Firmware proprietär ausgelegter Zero Clients.

Grafik: Linux ist das weltweit meistverkaufte Thin Client-OS (Quelle: IDC, 2013)

Erfolgsgeheimnis: schlank, sicher, flexibel

Der Erfolg von Linux als Thin Client-OS beruht nicht nur auf der Lizenzkostenfreiheit, sondern auch auf der hohen Gestaltungsfreiheit bei der Programmierung und dem damit verbundenen Nutzen für den Endanwender. Linux-Betriebssysteme lassen sich schnell und einfach an kundenspezifische Problemstellungen anpassen, fördern aber gleichzeitig die Standardisierung, da sie zertifizierte Software-Clients für den Zugriff auf die jeweiligen Cloud-Umgebungen nutzen. Ein weiteres Argument für Linux-Thin und Zero Clients ist die hohe Sicherheit, denn anders als für Windows-basierende Client-Betriebssysteme gibt es für Linux bislang nur eine extrem niedrige Zahl an Malware. Trotzdem lassen sich auch Linux-Thin Clients wie ihre „Konkurrenten“ mit Windows Embedded Standard über ein selbsterklärendes lokales GUI in bewährter „Point & Click“-Manier konfigurieren und erfordern so keine speziellen IT-Schulungen.

Hohe Zukunftssicherheit durch universelle Ansätze

Moderne Thin Clients auf Linux-Basis, die auch zentrale gehostete Windows-Desktops zugänglich machen, gibt es bereits seit Anfang der 1990er Jahre. Ihr Erfolg ist eng mit dem von Citrix und den Windows Terminal Services (heute Microsoft Remote Desktop Services RDS) verknüpft und erfuhr rund 20 Jahre später einen weiteren Schub durch virtuelle Desktop-Infrastrukturen (VDI) und andere Cloud Computing-Ansätze. Als Betriebssystem kommen heute meist Derivate der Linux-Distributionen Ubuntu oder SuSE zum Einsatz. Hersteller der ersten Stunde, wie der deutsche Marktführer IGEL Technology, dessen Geräte weltweit zu 80 Prozent mit IGEL Linux bestellt werden, wissen die hohe Anpassbarkeit des Systems und die Vorteile, die eine Beteiligung an der Open Source Community mit sich bringt, zu schätzen. Sie können ihre Personalressourcen so noch stärker auf die Entwicklung von Innovationen konzentrieren und zugleich eine hervorragende Code-Qualität für die quelloffenen Software-Teile des Betriebssystems sicherstellen.

Vorsicht Falle: Linux ist nicht gleich Linux

Nicht jedes Thin Client-OS, das auf Linux beruht, ist standardisiert und gleich flexibel einsetzbar. Einige Anbieter vertreiben ein stark adaptiertes, proprietär ausgelegtes Linux-System. In diesen Fällen lassen sich Original-Treiber und Applikationen von Drittherstellern nicht so zuverlässig und effektiv einbauen. Ist das OS außerdem fest mit einer bestimmten VDI-Lösung verknüpft, gerät der Anwender schnell in eine technologische Sackgasse. Solche „Lock-Ins“ vermeiden Thin und Zero Client-Lösungen auf Basis einer Open Source-Distribution, mit dem sich Standard-Treiber und -Clients nutzen lassen. Alternativ lassen sich spezielle Treiberanpassungen zudem über die Open Source-Community realisieren.

Praxisbeispiel: aus Ubuntu wird IGEL Linux

Der in Deutschland führende und weltweit nach Umsatz drittgrößte Anbieter von Thin Clients, IGEL Technology, gründet sein Betriebssystem IGEL Linux auf die Distribution Ubuntu. Deren LTS-Version mit „Long Time Support“ bietet dem Hersteller eine hohe funktionelle Kontinuität, regelmäßige Security-Updates und Bugfixes. LTS-Versionen von Ubuntu erscheinen alle zwei Jahre und werden fünf Jahre lang gepflegt. Auf Basis von IGEL Linux setzt IGEL eine Firmware mit vielen Software-Clients, -Tools und Protokollen auf, die insgesamt 15 VDI- und Cloud Computing-Lösungen unterstützen und damit einen hohen Investitionsschutz bieten. Verbesserungen des Open Source Codes, wie zum Beispiel Bugfixes im X-Server, spielt IGEL wieder in den Open Source Pool zurück. Diese Veröffentlichungen erfolgen unter den jeweils ursprünglichen Lizenzmodellen, wie zum Beispiel GNU GPL oder GNU LGPL. Die Nähe zur Open-Source-Bewegung drückt sich bei IGEL auch dadurch aus, dass das Geschäftsmodell weniger auf Lizenzgebühren als auf Dienstleistung beruht. So bietet IGEL Presales, Consulting und Trainings an und wartet zudem mit dem breitesten Portfolio an unterstützten Sicherheitslösungen auf. Die Remote-Management-Software IGEL Universal Management Suite (UMS) ist im Lieferumfang enthalten, um die kundenseitigen Roll-outs zu beschleunigen und den Wartungsaufwand durch Automation und Fernadministration nachhaltig zu senken. Die ebenfalls kostenlosen Firmware-Updates für IGEL Linux erscheinen vierteljährlich und werden bis zu einem Zeitraum von drei Jahren nach Abkündigung der Hardware weitergepflegt (UD-Serie).

Spezifische Weiterentwicklung

Darüber hinaus enthält IGEL Linux einzigartige Lösungen, wie zum Beispiel die Software IGEL Universal MultiDisplay (UMD), mit deren Hilfe sich mit Standard-Hardware-Komponenten bis zu acht Bildschirme je Arbeitsplatz parallel ansteuern lassen. Weitere Beispiele für IGEL-spezifische Eigenentwicklungen bilden das Read-only File System, der Fail-Safe Update-Mechanismus oder das bandbreitendschonende Buddy Update. Letzteres erlaubt einer weit verzweigten Organisation, anstelle des gesamten Thin Client-Pools eines Standorts nur jeweils ein Gerät mit der neuen Firmware zu versehen und dieses als Update-Server für alle weiteren Thin Clients desselben Typs zu nutzen.

Fazit: die Zukunft spricht Linux

Mithilfe des Open Source-Betriebssystems Linux ist es IGEL gelungen, die scheinbar gegenpoligen Ideale von Anpassungsfähigkeit und Standardisierung im Sinne von Kunden und Partnern erfolgreich zu vereinen und so zukunftssichere Lösungen zu schaffen. Die Bedeutung von Linux als Thin Client-OS wird vermutlich auch weiter bestehen, denn vor dem Hintergrund des anhaltenden Trends zu VDI und Cloud Computing bleiben Ressourceneffizienz, Investitionsschutz und Datensicherheit auch weiterhin wichtige IT-Themen.

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