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04.06.19 - 04.06.19
In SIGNAL IDUNA PARK, 44139 Dortmund

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04.06.19 - 06.06.19
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11.06.19 - 11.06.19
In Stadion Letzigrund, Zürich

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Die Gefährdungslage im Bereich der Cyber-Sicherheit in Deutschland ist in den vergangenen Monaten  vielschichtiger geworden. WannaCry, NotPetya, Efail oder Spectre/Meltdown  sind Ausdruck einer neuen Qualität von Cyber-Angriffen und IT-Sicherheitsvorfällen, die sich gegen die Grundpfeiler der Informationstechnologie richten. 

Gleichzeitig schreitet die Digitalisierung  und Vernetzung von IT-Systemen, Alltagsgegenständen und Industrieanlagen  voran, wodurch sich die potenzielle Angriffsfläche und auch die Abhängigkeit  von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft von funktionierenden IT-Systemen  täglich vergrößert. Diese Kombination aus neuer Angriffsqualität und  zunehmender Digitalisierung hebt die Gefährdungslage auf ein neues Niveau. 

Dies geht aus dem „Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2018“  hervor, den BSI-Präsident Arne Schönbohm gemeinsam mit  Bundesinnenminister Horst Seehofer der Öffentlichkeit vorgestellt hat.

„Die Gefährdungslage fordert uns als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde  täglich heraus, neue Lösungen zu konzipieren und umzusetzen. Der Lagebericht  macht deutlich, dass wir mit unseren Maßnahmen im Bereich der Prävention,  Detektion und Reaktion wesentliche Erfolge erzielen konnten, etwa durch die  Umsetzung der Cyber-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung oder des  IT-Sicherheitsgesetzes. Wenn wir unsere führende Position behalten und „Made  in Germany“ auch im Cyber-Raum weiterhin als Markenzeichen gelten soll, dann dürfen wir nicht nachlassen, den Dreiklang aus Digitalisierung, Vernetzung  und Innovationsgeschwindigkeit mit kreativen und praxisrelevanten Angeboten  für mehr Cyber-Sicherheit zu verstärken. Dazu braucht es eine zentrale  Cyber-Sicherheitsbehörde wie das BSI, die personell und finanziell den  Herausforderungen entsprechend ausgestattet ist,“ erklärt BSI-Präsident Arne  Schönbohm.

Dynamische Gefährdungslage erfordert flexible Gegenmaßnahmen

Das BSI beobachtet eine hohe Dynamik der Angreifer bei der Weiterentwicklung  von Schadprogrammen und Angriffswegen. Bekannte Schadsoftware-Familien werden  fortlaufend verändert, weiterentwickelt und mit zusätzlichen Schadfunktionen  ausgestattet. Auf Seiten der Verteidiger erfordert dies hohe Aufmerksamkeit  und Flexibilität zur Gewährleistung der Informationssicherheit. Im Unterschied zu den Vorjahren sind im Berichtszeitraum 2017/2018 größere  Angriffswellen mit Verschlüsselungs-Software (Ransomware) ausgeblieben.  Dennoch bleibt Ransomware eine massive Gefährdung, wie die Angriffe mit der  Schadsoftware Petya/NotPetya eindrucksvoll gezeigt haben, die auch in der  deutschen Wirtschaft Schäden in Millionenhöhe verursachten. Als neue  Gefährdung hat das BSI im Lagebericht das Thema illegales Krypto-Mining näher  betrachtet. Aufgrund der hohen finanziellen Attraktivität und der  Unauffälligkeit der Infektionen ist illegales Krypto-Mining als signifikant  zunehmendes Cyber-Risiko zu bewerten.

BSI: Integrierte Wertschöpfungskette der Cyber-Sicherheit

In den letzten Jahren hat die Bundesregierung zahlreiche Maßnahmen ergriffen,  um der Gefährdungslage zu begegnen. Das BSI als die nationale  Cyber-Sicherheitsbehörde verfügt auf Basis seiner technisch tiefgehenden  Expertise über eine integrierte Wertschöpfungskette der Cyber-Sicherheit, die  von der Cyber-Abwehr über die Beratung und Entwicklung sicherheitstechnischer  Lösungen und Handlungsempfehlungen bis hin zur Standardisierung und  Zertifizierung von IT-Produkten reicht. Mit dem Nationalen IT-Lagezentrum,  CERT-Bund und dem Cyber-Abwehrzentrum sind drei wesentliche Bausteine der nationalen Cyber-Sicherheitsarchitektur beim BSI angesiedelt. Um im  gesamtstaatlichen Interesse ein einheitliches Sicherheitsniveau zu  gewährleisten und den Aufbau von Doppelstrukturen zu vermeiden, hat das BSI  zudem die Zusammenarbeit mit den Bundesländern und Kommunen ausgebaut.

Das BSI setzt sich jeden Tag aufs Neue mit neuen Angriffsmethoden, neuen  Abwehrmechanismen und neuen Technologien auseinander. So wurden in den  letzten Monaten verschiedene Arbeitsgruppen eingerichtet, die sich mit Themen wie dem maschinellen Lernen, Quantencomputern sowie der Informationssicherheit bei Entwicklung und Aufbau des neuen  Mobilfunkstandards 5G befassen. Damit ist das BSI die zentrale Stelle für  Cyber-Sicherheit in Deutschland und wird gemäß Koalitionsvertrag auch in den  kommenden Jahren konsequent ausgebaut und fortentwickelt.

www.bsi.bund.de/lageberichte 
 

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