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Data LossDer sechste vierteljährliche Datenverlust-Index von Kroll Ontrack zeigt, dass die meisten Datenverlustfälle auf nicht erkannten Speichermedien beruhen.

Kroll Ontrack veröffentlicht die Ergebnisse seines aktuellen Datenverlust-Index (Data Loss Index/DLI), der Informationen zu den Ursachen für Datenverluste enthält, die anonym über ein kostenfreies Selbst-Diagnose-Tool zur Datenrettung gesammelt wurden. Im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2016 gingen über 1.348 Einreichungen aus 43 Ländern ein. Bei weitem am häufigsten, mit fast 36 Prozent, waren nicht erkannte Speichermedien der Grund für einen Datenverlust. An zweiter Stellen lagen heruntergefallene Geräte mit fast 13 Prozent, und der dritthäufigste Grund war, dass sich das Gerät nicht mehr einschalten ließ (knapp unter 10 Prozent).

Die Gesamtergebnisse für das Jahr 2016 zeigen eine starke Zunahme bei den Hauptursachen für Datenverlust. Nicht erkannte Speichermedien als Ursache stiegen von 25 Prozent in Q1 auf 27 Prozent und 29 Prozent in Q2 und Q3 und schließlich auf satte 36 Prozent am Jahresende. Dies ist eine Steigerung um 44 Prozent im Lauf des letzten Jahres. Allerdings blieb der zweite Platz im DLI-Ranking – fallengelassene Geräte – ziemlich konstant: Obwohl die Anzahl der Fälle von 10 Prozent in Q1 auf 9 Prozent in Q2 und 8 Prozent in Q3 stetig zurückging, stieg die Zahl im letzten Quartal wieder auf 13 Prozent an.

Basierend auf den Erfahrungen der Ingenieure in den Reinräumen und Laboren von Kroll Ontrack weltweit, ist das Problem von unerkannten Medien sehr häufig. Dafür kann es viele Ursachen geben, aber die drei häufigsten bei HDDs und SSDs sind ein Defekt des Schreib-/Lesekopfs, dass ein Kontroller oder ein anderes elektronisches Bauteil defekt, und dass der Service-Bereich – der Bereich auf einer Festplatte, der die nötigen Informationen über die Platte enthält – korrupt ist.

Daneben gibt es andere Ursachen für Datenverlust: Die erhaltenen Informationen deuten darauf hin, dass einige der Nutzer mit Feuer, Rauch, Wasser und anderen ungewöhnlichen Szenarien zu tun hatten.

Weitere Ursachen für Datenverlust

2016 erlebten 99 der Teilnehmer einen Datenverlust durch Feuer. Diese hohe Fallzahl überraschte die Experten von Kroll Ontrack. Interessanterweise trat die Mehrheit dieser Fälle (76) während der ersten sechs Monate des Jahres auf, wobei die Zahlen im Laufe des Jahres zurückgingen. Zwischen Oktober und Dezember traten nur 7 Zwischenfälle auf.

Wasserschäden waren ein anderer verbreiteter Grund für Datenverluste. Hier sind verschiedene Szenarien denkbar, vom in die Toilette gefallenen Smartphone bis zum Laptop im Whirlpool oder Meer. Insgesamt waren mehr als 300 Teilnehmer von solchen Fällen betroffen, was fast zwei Mal so viele sind, wie die, die von Viren betroffen waren (171).

Zwei weitere häufige Situationen, die Nutzer für ihren Datenverlust während des letzten Jahres angaben, waren vibrierende Geräte (88 Fälle) und solche die Rauch entwickelten (57). Interessanterweise wurden Vibrationen als Datenverlustursache nicht nur für die üblicherweise betroffenen Geräte wie externe Festplatten oder Laptops angegeben, sondern auch für Server und sogar für Bandmedien. Datenverlust mit Rauchentstehung ereignete sich hingegen bei allen Speichermedien – externe Festplatten, Flash Drives, Mobilgeräte, Laptops und Server – außer Tapes.

„Auch wenn Computer, mobile Geräte und Speichermedien immer weiter verbessert werden, gibt es keine 100-prozentige Ausfallsicherheit", sagt Peter Böhret, Managing Director Kroll Ontrack GmbH. „Wie wir durch die Angaben von realen Nutzern erfahren konnten, gibt es so viele verschiedene Ursachen für Datenverlust, wie Geräte auf dem Markt sind. Jeder sollte wissen, dass Datenverluste mit jedem Gerät und zu jeder Zeit passieren können. Das Bereithalten eines Datenrettungsplans, eine häufige Überprüfung der Medien und der Hardware sowie die regelmäßige Sicherung von Daten können unerwünschte Effekte auf ein Minimum reduzieren.“

Kroll Ontracks einzigartiges Selbst-Diagnose-Tool hilft Benutzern dabei, eine erste Analyse des Fehlers ihres Gerätes durchzuführen und eine Empfehlung zu erhalten, was sie als nächstes tun können. Die Szenarien decken Schäden ab, die durch Feuer, Flüssigkeit, physische Einwirkung und Malware/Virus-Infektion verursacht wurden.

Im Rahmen des neuen Freeval Services soll Kroll Ontrack nun eine kostenlose Analyse des Mediums innerhalb von 4 Stunden anbieten. Danach können Benutzer entscheiden, ob sie den weiteren Datenrettungsservice von Kroll Ontrack in Anspruch nehmen wollen oder nicht. 
 

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