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Kontinuierliche offensive Sicherheit im KI-Maßstab

NetSPI und Synack bündeln ihre Kräfte

Die Sicherheitsspezialisten NetSPI und Synack schließen ihre Kompetenzen zusammen, um Unternehmen ein breiteres Angebot für offensive Sicherheitstests bereitzustellen.

NetSPI und Synack bündeln ihre Kräfte

Die gemeinsame Organisation verbindet klassische Penetrationstests, kontinuierliche Sicherheitsprüfungen und KI-gestützte Angriffssimulationen mit der manuellen Validierung durch Experten.

Kombination aus menschlicher Expertise und KI

Beide Unternehmen prüfen Anwendungen, APIs, Cloud-Umgebungen, Infrastrukturen und KI-Systeme. NetSPI bringt zusätzlich Erfahrung mit älteren Technologien, Mainframes, Hardware, IoT und Operational Technology (OT) ein. Synack ergänzt das Portfolio durch eine globale Community von mehr als 1.500 geprüften Sicherheitsforschern sowie Dienstleistungen für kontinuierliche und punktuelle Tests.

Zusammen verweisen die Anbieter auf mehr als 13 Millionen Stunden offensiver Sicherheitstests, einen Umsatz von über 200 Millionen US-Dollar und eine fast 40-jährige Unternehmensgeschichte. Die neue Organisation tritt unter dem Namen NetSPI+Synack auf.

Ein zentraler Bestandteil ist der Einsatz agentenbasierter KI. Synacks Lösung Sara AI Pentesting automatisiert realistische Angriffstests und soll damit Prüfungen in größerem Umfang ermöglichen. Die Ergebnisse werden anschließend von menschlichen Fachleuten überprüft. KI soll die Arbeit erfahrener Tester ergänzen, nicht deren Urteil ersetzen.

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Schwachstellen nach tatsächlichem Risiko bewerten

Für Sicherheitsteams reicht es nicht aus, mögliche Schwachstellen lediglich zu erfassen. Entscheidend ist, ob und wie sich diese tatsächlich ausnutzen lassen. Von Experten bestätigte Befunde und konkrete Nachweise können dabei helfen, Risiken besser einzuordnen und notwendige Maßnahmen zu priorisieren.

Das kombinierte Angebot soll verschiedene Schritte des Sicherheitsprozesses miteinander verbinden. Dazu gehören die Erfassung von IT-Ressourcen, die Analyse möglicher Angriffsflächen, offensive Tests, die Überprüfung von Schutzmaßnahmen sowie die Kontrolle, ob behobene Schwachstellen tatsächlich geschlossen wurden.

Kontinuierliche Prüfungen können Veränderungen in dynamischen IT-Umgebungen erfassen. Ergänzend bleiben gezielte Penetrationstests und Bewertungen für bestimmte Technologien oder Compliance-Anforderungen relevant.

NetSPI deckt auch spezialisierte Systeme ab

NetSPI bringt eine interne Organisation mit mehr als 350 fest angestellten Penetrationstestern ein. Das Unternehmen bietet Tests für Web- und Mobilanwendungen, Netzwerke, Cloud-Plattformen wie AWS, Azure und Google Cloud sowie KI- und Machine-Learning-Systeme an.

Zum spezialisierten Portfolio gehören unter anderem Mainframes mit z/OS, medizinische Geräte, Automobilsysteme, Geldautomaten und industrielle Steuerungstechnik. Hinzu kommen die Überwachung externer und interner Angriffsflächen sowie Simulationen von Sicherheitsverletzungen und Angriffen. Eine zentrale Plattform soll die Ergebnisse bündeln und die Bearbeitung nach Priorität unterstützen.

Im Juli 2026 erweiterte NetSPI sein Angebot nach eigenen Angaben um kontinuierliche Tests von Webanwendungen, KI-Systemen und internen Umgebungen. Auch die Validierung von Befunden aus KI-gestützten Sicherheitswerkzeugen wurde ergänzt.

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Synack verbindet Forschungsgemeinschaft mit automatisierten Tests

Synack steuert sein Synack Red Team mit mehr als 1.500 geprüften Sicherheitsforschern bei. Die Community unterstützt unter anderem bei der Prüfung von Anwendungen, Cloud-Umgebungen, internen Systemen und KI-Anwendungen. Weitere Leistungen umfassen gezielte Schwachstellenrecherchen, Cloud-Tests, Sicherheitsbenchmarks und Wiederholungsprüfungen nach der Behebung von Fehlern.

Sara AI Pentesting ist laut Unternehmen seit Mai 2026 allgemein verfügbar. Die Lösung führt automatisierte Angriffstests innerhalb des festgelegten Prüfungsumfangs durch. Menschliche Experten prüfen die Ergebnisse, bevor sie an Kunden weitergegeben werden. Ergänzend bietet Synack Funktionen zur Erkennung von Assets, zur Bewertung von Schwachstellen und zur Überprüfung installierter Patches.

Bestehende Abläufe bleiben zunächst bestehen

Für Kunden und Partner sollen sich die bisherigen Abläufe vorerst nicht ändern. Testintervalle, Prüfungsumfang, Plattformzugänge und Ansprechpartner bleiben laut den Unternehmen bestehen. Auch die bisherigen Vertriebs- und Partnerwege werden weitergeführt.

Ein gemeinsames Produktpaket, ein einheitliches Preismodell oder ein neues Channel-Programm wurde bislang nicht angekündigt. Die Zusammenführung soll zunächst vor allem die technische Abdeckung erweitern und die unterschiedlichen Testverfahren stärker miteinander verknüpfen.

(red/Synack)

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