Toshiba hat rund 380 Millionen Dollar in sein Werk auf den Philippinen investiert. Ab 2027 sollen Festplatten mit über 30 TB folgen, um 2030 65 TB.
Toshiba verdoppelt Fertigung von Nearline-Festplatten

Toshiba hat rund 60 Milliarden Yen, umgerechnet etwa 380 Millionen US-Dollar, in den Ausbau seiner Festplattenfertigung auf den Philippinen investiert. Damit verdoppelt das Unternehmen seine Produktionskapazität für Nearline-Festplatten im Geschäftsjahr 2027 gegenüber dem Geschäftsjahr 2025. Das berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei. Laut Toshiba wurden von den neuen Fertigungslinien bereits erste Laufwerke ausgeliefert. Es ist die erste größere Investition des Unternehmens in die Festplattenfertigung seit rund fünf Jahren.
Neue Linien im Werk Laguna
Die zusätzlichen Fertigungslinien stehen im Werk Laguna Technopark (LTI). Dort sollen auch Festplatten der nächsten Generation entstehen, die bis zu 40 Prozent mehr Kapazität pro Laufwerk bieten. Dabei handelt es sich laut Tom’s Hardware um die Serie M12, die auf mikrowellenunterstützte magnetische Aufzeichnung (MAMR) setzt, bis zu elf Scheiben nutzt und mehr als 30 TB speichern soll. Zudem automatisiert Toshiba Abläufe im Reinraum und die Prüfung der Laufwerke. Das soll die Ausbeute verbessern und den Bedarf an zusätzlichem Personal um 40 Prozent senken.
65 TB um 2030, später 100 TB
Für 2027 hat Toshiba zudem Festplatten der 40-TB-Klasse mit bis zu zwölf Scheiben angekündigt. Um 2030 will das Unternehmen die Massenfertigung von Laufwerken der 65-TB-Klasse beginnen, später sollen Festplatten mit 100 TB folgen. Seinen Marktanteil gemessen an ausgelieferten Exabyte will Toshiba mittelfristig von derzeit rund 10 auf 30 Prozent steigern.
Nachfrage aus KI-Rechenzentren
Die Nachfrage nach Nearline-Festplatten ist stark gestiegen, vor allem durch KI-Rechenzentren. Seagate und Western Digital liefern bereits Laufwerke der 30- und 40-TB-Klasse. Toshiba bietet derzeit Modelle mit 24 TB (CMR) und 28 TB (SMR) an. Nach Angaben von Tom’s Hardware hat das Unternehmen in den vergangenen Quartalen seine gesamte Produktion verkauft.
(red)




