Xiaomi hat in China die Modelle 18 Pro und 18 Pro Max vorgestellt, deren hardwarebasierter Blickschutz flexibler ist als Samsungs Privacy Display.
Xiaomi hat am 23. September in China seine neuen Flaggschiff-Smartphones Xiaomi 18 Pro und Xiaomi 18 Pro Max vorgestellt. Zentrales neues Merkmal beider Geräte ist ein sogenannter Privacy Screen, eine im Display-Panel selbst verbaute Blickschutzfunktion, die Xiaomis eigene Umsetzung der zuvor bei Samsungs Galaxy S26 Ultra eingeführten Privacy-Display-Technologie darstellt.
Standortbasierte Aktivierung als Unterschied zu Samsung
Anders als bei Samsung setzt Xiaomi bei der Funktion auf sogenannte standortbasierte Auslöser: Der Blickschutz aktiviert sich automatisch abhängig vom Aufenthaltsort und blendet dabei potenziell sensible Inhalte wie Benachrichtigungen oder eingeblendete Fenster für Personen in der Umgebung aus. In gezeigten Demonstrationen unterstützt Xiaomis Umsetzung zudem einen Blickschutz für einzelne Fenster im Splitscreen-Modus sowie für einzelne Benachrichtigungen, was flexibler wirkt als das bislang von Samsung öffentlich gezeigte Verhalten. Die Funktion steht bislang ausschließlich beim Xiaomi 18 Pro und dem 18 Pro Max zur Verfügung.
Rückdisplay und neues M11-Panel
Wie bereits bei den Vorgängermodellen verfügen beide neuen Geräte über ein zusätzliches Display auf der Rückseite: 2,66 beziehungsweise 2,7 Zoll beim 18 Pro und 2,86 beziehungsweise 2,9 Zoll mit 120 Hertz beim 18 Pro Max. Über diese kleinen Zusatzbildschirme lassen sich Widgets, Hintergrundbilder und Mediensteuerungen anzeigen, zudem dienen sie zum Anvisieren von Selfies mit der Hauptkamera. Das neue Hauptdisplay, ein M11-Panel, erreicht laut Xiaomi eine Spitzenhelligkeit von bis zu 4.000 Nits bei einer um 20 Prozent verbesserten Energieeffizienz gegenüber der Vorgängergeneration und soll bei einem Stromverbrauch nahe einem 1,5K-Panel eine Bildschärfe auf 2K-Niveau erreichen.

Kameras, Chips und Akku
Beide Modelle teilen sich eine gemeinsame Dreifachkamera mit zwei 200-Megapixel-Sensoren in Zusammenarbeit mit Leica. Als Prozessor kommt beim Xiaomi 18 Pro der Snapdragon 8 Elite Gen 6 zum Einsatz, beim 18 Pro Max der leistungsstärkere Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6. Der Akku des 18 Pro fasst 7.000 Milliamperestunden auf Silizium-Kohlenstoff-Basis, jener des 18 Pro Max 8.500 Milliamperestunden; außerhalb Chinas könnten die Kapazitäten geringer ausfallen.
Preis und internationale Verfügbarkeit
Die beiden neuen Modelle starten in China bei umgerechnet rund 900 US-Dollar und reihen sich neben dem bereits im Vormonat vorgestellten faltbaren Xiaomi 18 Fold in die neue Flaggschiff-Reihe des Unternehmens ein. Ein internationaler Marktstart für mindestens eines der beiden 18-Pro-Modelle ist für später in diesem Jahr angekündigt, konkrete Länder oder ein genauer Zeitpunkt stehen bislang nicht fest. Die Vorgängermodelle Xiaomi 17 Pro und 17 Pro Max blieben ausschließlich in China erhältlich, während zumindest das Modell Xiaomi 17 Ultra auch nach Großbritannien und Europa kam.
(red)