Auswirkungen auf die Produktivität

Digitale Wissenslücken bremsen Beschäftigte

Fragezeichen Laptop

Laut einer Adobe-Studie fühlen sich nur 35 Prozent der Beschäftigten in Deutschland bei digitalen Aufgaben wirklich sicher.

Der Softwarehersteller Adobe hat mit seiner Studie „Digital Skills Gap“ digitale Wissenslücken bei Beschäftigten in Deutschland untersucht. Für die Untersuchung befragte das Marktforschungsunternehmen 3Gem im Auftrag von Adobe Acrobat zwischen dem 20. und 27. April 2026 repräsentativ 1.500 Erwachsene in Deutschland; ergänzend wertete Adobe über den Dienst DataForSEO Google-Suchvolumina zu dokumenten- und PDF-bezogenen Suchbegriffen der vergangenen zwölf Monate aus.

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Größte Unsicherheiten bei Präsentationen und Tabellen

Als besonders wichtige digitale Fähigkeiten im Berufsalltag gelten laut Studie das Bearbeiten und Formatieren von Dokumenten (34 Prozent) sowie der Umgang mit Tabellenkalkulationen (32 Prozent). Gleichzeitig äußern viele Befragte Unsicherheit in genau diesen Bereichen: 23 Prozent fühlen sich beim Bearbeiten und Formatieren von PDFs oder Word-Dokumenten unsicher, 29 Prozent fehlt nach eigenen Angaben das Vertrauen im Umgang mit Excel-Formeln oder Datentabellen.

Am größten ist die Unsicherheit bei Präsentationen: 35 Prozent geben an, sich beim Erstellen von PowerPoint-Präsentationen nicht sicher zu fühlen. Die Studie verweist zudem auf mehr als 4,5 Millionen Google-Suchanfragen zum Zusammenführen von PDFs sowie über 2,5 Millionen Suchanfragen zum Komprimieren von PDFs in Deutschland im vergangenen Jahr als Beleg für verbreitete Unsicherheiten im Umgang mit Dokumenten.

Auswirkungen auf die Produktivität

Fast ein Drittel der Beschäftigten (32 Prozent) verliert laut Studie wöchentlich bis zu einer Stunde Arbeitszeit durch Schwierigkeiten mit digitalen Aufgaben. 10 Prozent geben an, Aufgaben bei unbekannten digitalen Werkzeugen aufzuschieben oder zu vermeiden, weitere 8 Prozent meiden gezielt Aufgaben mit unbekannter Software. Besonders betroffen ist demnach die Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen mit durchschnittlich 2,06 verlorenen Stunden pro Woche, verglichen mit 0,68 Stunden bei den über 55-Jährigen. Nach Branchen zeigt sich der stärkste Effekt im Energie- und Versorgungssektor mit durchschnittlich 3,04 verlorenen Stunden pro Woche; in der Hospitality- und Eventbranche geben 7 Prozent an, digitale Aufgaben möglichst zu vermeiden, und 4 Prozent, sie ganz abzulehnen.

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KI-Nutzung vor allem bei Jüngeren verbreitet

Bei der Suche nach Unterstützung greifen 41 Prozent der Befragten auf Google oder YouTube-Tutorials zurück. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) nutzt laut Studie inzwischen KI-Tools, um schwierige digitale Aufgaben zu bewältigen – bei den 18- bis 34-Jährigen sind es 40 Prozent, bei den über 55-Jährigen dagegen nur 19 Prozent. Ältere Beschäftigte holen sich stattdessen häufiger persönliche Unterstützung: 40 Prozent der über 55-Jährigen fragen laut Studie Kolleginnen, Kollegen, Freunde oder Familienmitglieder um Hilfe. Insgesamt trauen sich nur 35 Prozent der Befragten zu, die meisten digitalen Aufgaben eigenständig zu lösen.

(red/Adobe Acrobat)

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