Nutzer können die automatische Datensicherung über OneDrive künftig dauerhaft ablehnen, statt lediglich eine Erinnerung um wenige Tage zu verschieben.
Wie das Fachportal Windows Latest berichtet, erschien auf mehreren getesteten Rechnern mit stabilen Windows-11-25H2-Versionen ein neuer Vollbild-Dialog mit der ausdrücklichen Option, das Backup abzulehnen, anstatt die bisherige OneDrive-Synchronisierung fortzusetzen. Microsoft bewirbt OneDrive in diesem Dialog zwar weiterhin mit Vorteilen wie dem Schutz eigener Dateien, dem Vermeiden von Datenverlust sowie dem einfachen Abgleich von Einstellungen zwischen mehreren Geräten, stellt nutzern nun jedoch erstmals eine klar erkennbare Schaltfläche zum vollständigen Ablehnen der Sicherung zur Verfügung.
Bislang bot der vergleichbare Dialog laut dem Bericht lediglich die Wahl zwischen einem sofortigen Fortsetzen, wodurch OneDrive aktiviert und die Synchronisierung noch vor einer möglichen manuellen Deaktivierung gestartet wurde, sowie einer Option, erst in drei Tagen erneut daran erinnert zu werden. Eine eindeutige Ablehnungsmöglichkeit fehlte dabei vollständig, ein seit Langem in zahlreichen Nutzerforen dokumentiertes Ärgernis. Der entsprechende Dialog tauchte dabei wiederholt und unabhängig vom eigentlichen Auslöser erneut auf, etwa nach Windows-Updates oder einfach beim gewöhnlichen Neustart des Systems.
OneDrive-Backup: Teil einer erkennbaren Kurskorrektur
Auch während der eigentlichen Windows-11-Ersteinrichtung setzte Microsoft bislang auf einen ähnlichen Mechanismus ohne klar erkennbare Ablehnungsoption und zwang Nutzer stattdessen dazu, entweder sämtliche Daten mit OneDrive zu synchronisieren oder diese Entscheidung auf später zu verschieben. Die neue Option zum Ablehnen des Backups wirkt dagegen erstmals wie eine tatsächliche, dauerhafte Entscheidung statt einer bloßen erneuten Vertagung.
Der Schritt kommt nicht aus dem Nichts. Microsoft hat zuletzt schon an anderer Stelle auf Kritik von Nutzern reagiert: Erst kürzlich hatte das Unternehmen eingeräumt, die neue App OneDrive Photos versehentlich breiter als beabsichtigt auf Windows-10- und Windows-11-Geräten installiert zu haben, die Verteilung inzwischen jedoch pausiert und teilweise wieder zurückgenommen.
(red)