In den USA und Kanada sind Werbeanzeigen in Apple Maps gestartet. Nutzer sehen gesponserte Einträge in der Suche ohne Option zum Abschalten.
Apple hat mit der Ausrollung von Werbeanzeigen in seiner Karten-App für Nutzer in den USA und Kanada begonnen. Die gesponserten Einträge erscheinen sowohl direkt bei der Ortssuche als auch im Bereich der vorgeschlagenen Orte („Suggested Places“). Pro Suchanfrage wird maximal eine Anzeige an oberster Stelle platziert. Eine Option, die Werbung in den Einstellungen vollständig zu deaktivieren, bietet Apple seinen Anwendern nicht an.
Datenschutz und strikte Branchenverbote
Die gesponserten Standorte sind mit einer blauen Markierung mit der Aufschrift „Ad“ gekennzeichnet. Um Datenschutzbedenken zu begegnen, betonte der Konzern, dass Interaktionen mit den Werbeeinblendungen nicht mit dem persönlichen Apple-Konto verknüpft und keine Daten an Drittanbieter weitergegeben werden. Zudem gelten für die Werbeplätze in Apple Maps strenge Einschränkungen: Werbeanzeigen für Handwerker-Home-Services, Krypto-Geldautomaten oder Kautionsagenturen sind strikt untersagt, während medizinische Dienstleistungen einer Einzelfallprüfung unterliegen.
Monetarisierung des eigenen Ökosystems
Der Start der Werbeplätze kündigte sich bereits im März an und wurde im Sommer über Vorabversionen von iOS 26 vorbereitet. Seit August konnten Unternehmen Anzeigenplätze buchen, wobei Apple Neukunden mit einem Guthaben von 15 Prozent auf zukünftige Werbeausgaben lockte. Die Ausspielung der Anzeigen soll in den kommenden Wochen schrittweise weiter hochgefahren werden.
(red)