Fehler im Routing-System

AWS CloudFront-Ausfall reißt tausende Websites weltweit offline

AWS
Bildquelle: Yu Chun Christopher Wong/Shutterstock.com

Ein Routing-Fehler bei AWS CloudFront verursachte weltweite Ausfälle. Über drei Stunden waren tausende Dienste in Nordamerika, Europa und Asien beeinträchtigt.

Amazon Web Services hat einen massiven, dreieinhalbstündigen Ausfall seines Content Delivery Networks CloudFront behoben. Die Störung begann am Donnerstag um 09:45 Uhr mitteleuropäischer Zeit und führte dazu, dass tausende Websites rund um den Globus nicht erreichbar waren und 5xx-Fehlermeldungen ausgaben. Betroffen waren ausschließlich Kunden, die Virtual Private Cloud Origins zur Verbindung öffentlicher Websites mit privaten Cloud-Ressourcen nutzen.

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Laut den Systemberichten lag die Ursache in einem Paketverarbeitungssubsystem, das Anfragen von den CloudFront-Edge-Standorten nicht mehr an die Ressourcen in den privaten Netzwerken der Kunden weiterleiten konnte. Ein interner Grenzwert für die Verwaltung der Verbindungen zu den privaten VPC-Origins wurde erreicht. Das System zur Verteilung der Routing-Konfiguration an die Netzwerkprozessoren konnte die aktualisierten Daten daraufhin nicht mehr laden, was den Datenverkehr vollständig blockierte.

Weltweite Auswirkungen von AWS auf Unternehmen und Dienste

Da die zugrundeliegende VPC-Technologie global eingesetzt wird, erstreckte sich die Störung über alle Kontinente. Marktdaten zufolge nutzen allein in Nordamerika über 6.000 Unternehmen die betroffenen Amazon-Dienste. In Europa sind es mehr als 2.100 und in Asien über 1.300 Unternehmen.

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Zu den konkret bestätigten Ausfällen gehörten große Plattformen und Dienste in unterschiedlichen Regionen. In Europa war unter anderem die staatliche Lotterie in Großbritannien betroffen. Zudem meldeten das KI-Entwicklerportal HuggingFace, der Netzwerkdienst Tailscale sowie der Hardware- und Softwarehersteller Ubiquiti gravierende Erreichbarkeitsprobleme und Fehlermeldungen bei ihren Cloud-Diensten. Nach dem Einspielen eines schrittweisen Updates durch Amazon Engineers konnten alle Systeme wieder in den Normalbetrieb überführt werden.

(red)

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