Kali Linux 2026.2 veröffentlicht

Kali Linux 2026.2 veröffentlicht

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Bildquelle: Shutterstock/jivacore

Die neue Version Kali Linux 2026.2 bietet neun neue Werkzeuge, beschleunigte Bootzeiten in virtuellen Maschinen und Updates für die NetHunter-Plattform.

Die Entwickler von Kali Linux haben die Version 2026.2 freigegeben. Es handelt sich um die zweite Aktualisierung des laufenden Jahres für die auf Sicherheitsanalysen, Penetrationstests und Netzwerkrecherchen ausgelegte Linux-Distribution. Das Betriebssystem steht sowohl als installierbare Variante wie auch als Live-Umgebung bereit und unterstützt diverse Hardware-Plattformen, darunter Einplatinencomputer wie den Raspberry Pi sowie Android-Smartphones über die NetHunter-Umgebung.

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Neun neue Werkzeuge im Netzwerk-Repository von Kali Linux

Das Update aktualisiert zahlreiche bestehende Pakete sowie Bibliotheken und setzt standardmäßig auf den Linux-Kernel 6.19, während Kernel 7.0 in den experimentellen Repositories bereitsteht. Das Netzwerk-Repository wurde um neun neue Werkzeuge erweitert:

  • arsenal-ng: Eine Go-basierte Befehlsbibliothek mit mehr als 200 Cybersecurity-Cheat-Sheets
  • hydra-gtk: Die GTK-basierte grafische Benutzeroberfläche für das Netzwerk-Anmelde-Werkzeug Hydra
  • legba: Ein Multiprotokoll-Werkzeug für Brute-Force-Angriffe und Passwort-Spraying
  • oletools: Programme zur Analyse von Microsoft OLE2-Dateien und Office-Dokumenten
  • penelope: Ein Shell-Handler
  • shell-gpt: Ein Kommandozeilenwerkzeug, das große Sprachmodelle nutzt
  • tailscale: Eine Plattform für sichere Netzwerkkonnektivität
  • tookie-osint: Ein OSINT-Werkzeug zur Suche nach Social-Media-Konten
  • uro: Ein Werkzeug zur Bereinigung von URLs für das Crawling und Pentesting

Zusätzlich wurden die Hilfsskripte für Dienste überarbeitet. Diese erleichtern das Starten und Stoppen von Diensten, prüfen den Status, listen Standard-Anmeldedaten auf und zeigen die Zugriffsmöglichkeiten an. Zudem erfolgt bei Neuinstallationen die Umstellung auf das APT deb822-Format für Repositories.

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Bildquelle: Kali Linux

Beschleunigte Bootzeiten für virtuelle Maschinen

Eine wesentliche technische Änderung betrifft die Handhabung von Grafik-Firmware in virtuellen Maschinen. Die vorkonfigurierten VM-Images enthalten keine Grafik-Firmware mehr, und das Installationsprogramm erkennt automatisch, ob das System in einer virtuellen Umgebung aufgesetzt wird, um das Aufspielen dieser Firmware zu verhindern. Das Entwicklerteam kommentiert diesen Schritt wie folgt:

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„Als Ergebnis ist die initrd für VM-Benutzer auf 60 MB gesunken, und die Bootzeit wird um das Dreifache verkürzt (getestet für eine QEMU-VM auf einem Linux-Host, Ihre Ergebnisse können variieren). Das ist eine massive Verbesserung der Bootzeit.“

Entwicklerteam von Linux

Bei Installationen auf physischer Hardware bleibt die initrd bei einer Größe von circa 200 MB, um alle notwendigen Grafiktreiber direkt bereitzustellen. Eine Anpassung dieser Systeme muss manuell durch das Deinstallieren ungenutzter Firmware erfolgen. Zudem wurden die Desktop-Umgebungen auf GNOME 50 und KDE Plasma 6.6 aktualisiert.

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Erweiterungen für die mobile Plattform NetHunter

Für die mobile Variante Kali NetHunter bringt die Version 2026.2 eine Reihe von Optimierungen. Dazu gehören die Magisk-Unterstützung für das eigenständige Flashen von Kerneln sowie neue Kernel mit Unterstützung für qcacld3-Paketinjektion. Zudem wurde die Hardware-Unterstützung auf weitere Smartphone-Modelle ausgeweitet.

Das Entwicklerteam erklärt zu den Anpassungen: „Die Kali NetHunter-App startet jetzt sofort, verschiedene Fehler bei den benutzerdefinierten Befehlen und dem Chroot-Manager wurden behoben. Ein neuer EvilTwin (Wi-Fi Fake AP)-Reiter wurde mit einem Captive-Portal zur Passwortüberprüfung hinzugefügt, was eine dringend benötigte iptables-Korrektur mit sich brachte. Nach der Verwendung von Wifipumpkin3 oder EvilTwin funktioniert der Android-Hotspot nun ordnungsgemäß.“

Zusätzlich wird die Kernel-Installation vereinfacht: „Die eigenständige Magisk-Kernel-Flashing-Unterstützung ist jetzt da – Sie können einfach jede neu erstellte Kernel-Installer-Zip-Datei in der Magisk-App öffnen, die mit dem kali-nethunter-installer erstellt wurde.“ Bestehende Installationen können über die standardmäßigen Befehle der Paketverwaltung aktualisiert werden, wobei im Fall von bestimmten Paketen wie xrdp ein anschließender Systemneustart erforderlich ist.

(red)

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