Ende des Prompt-Engineerings

Loop Engineering: KI steuert sich jetzt selbst

Prompt

Entwickler setzen auf Loop Engineering. Statt manueller Befehle steuern automatisierte Schleifen die Arbeit von KI-Programmierassistenten komplett autark.

In der Entwicklung von Anwendungen mit künstlicher Intelligenz etabliert sich ein neuer Ansatz namens Loop Engineering. Führende Softwareingenieure gehen dazu über, Programmier-Assistenten nicht mehr direkt durch menschliche Eingaben anzuleiten, sondern diesen Prozess über automatisierte Schleifen zu steuern. Boris Cherny, Entwickler des Werkzeugs Claude Code, erklärte in einem Interview, dass er kaum noch eigene Prompts verfasse. Stattdessen übernehme ein Agent diese Aufgabe. Cherny sagte dazu:

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„Es ist ein Agent, der Claude anweist. Ich schreibe den Prompt nicht mehr. Claude schreibt den Prompt, und jetzt spreche ich mit diesem neuen Claude, der gewissermaßen koordiniert.“

Boris Cherny, Entwickler des Werkzeugs Claude Code

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Diese Form der sequenziellen Steuerung betrachte er als einen der bedeutendsten Fortschritte seiner Arbeit für das kommende Jahrzehnt.

Verzicht auf manuelle Eingaben bei Programmier-Assistenten

Auch andere Experten aus der Technologiebranche bestätigen diesen Trend zu autonomen Arbeitsabläufen. Peter Steinberger, Entwickler bei OpenAI und Ersteller des OpenClaw-Projekts, riet Anwendern auf der Plattform X öffentlich davon ab, Programmier-Agenten weiterhin manuell zu füttern. Er betonte: „Hier ist Ihre monatliche Erinnerung, dass Sie Programmier-Agenten nicht mehr anweisen sollten. Sie sollten Schleifen entwerfen, die Ihre Agenten anweisen.“ Als praktisches Beispiel nannte Steinberger eine Schleife, die das System Codex alle fűnf Minuten aktiviert, um Repositories zu verwalten und Aufgaben parallel auf verschiedene Threads zu verteilen.

Ende des traditionellen Prompt-Engineerings

Claire Vo, Gründerin der Plattform ChatPRD, wies ebenfalls darauf hin, dass die manuelle Eingabe per Tastatur nicht mehr zwingend erforderlich sei, damit ein Agent Aufgaben im Auftrag des Nutzers ausführe. Laut der Einschätzung von Addy Osmani, Direktor bei Google Cloud sind die Tage, in denen generative KI-Werkzeuge für die Programmierung direkt durch den Menschen angewiesen werden, vorbei oder stehen zumindest kurz vor dem Ende.

(red)

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