Der Cloud-Dienst Dropbox reagiert auf die steigenden Anforderungen europäischer Unternehmen an Datensouveränität und Compliance.
Das Unternehmen hat den Ausbau seiner Infrastruktur in Europa angekündigt und betreibt künftig eigene Rechenzentrumsstandorte in Frankfurt und Paris. Ziel ist es, Kunden innerhalb der EU mehr Kontrolle über die Speicherung und Verwaltung ihrer Daten zu ermöglichen.
Mehr Kontrolle über Daten in Europa
Bislang unterstützte Dropbox europäische Kunden bereits über cloudbasierte Infrastruktur in der Region. Mit den neuen Standorten geht das Unternehmen nun einen Schritt weiter und setzt auf eine selbst betriebene Infrastruktur innerhalb der Europäischen Union. Dadurch erhält Dropbox mehr Einfluss auf den Umgang mit Daten und deren Verwaltung, ohne dass sich für Nutzer Änderungen im täglichen Betrieb ergeben.
Eric Webster, Chief Business Officer von Dropbox, erklärt:„Der Ausbau unserer Infrastruktur in Paris und Frankfurt spiegelt die wachsende Bedeutung des Datenstandorts für Unternehmen in ganz Europa wider.“
Weiter betont er, dass Kunden weiterhin die gewohnte Sicherheit und Zuverlässigkeit erhalten sollen, gleichzeitig aber mehr Kontrolle über ihre Daten bekommen.
Datensouveränität wird für Unternehmen wichtiger
Nach Angaben von Dropbox nimmt die Bedeutung von Themen wie Datenresidenz, Data Governance und regulatorischer Konformität in Europa weiter zu. Auch Vertriebspartner des Unternehmens beobachten, dass Kunden immer häufiger nach Lösungen fragen, bei denen Daten innerhalb der EU gespeichert werden.
Malte Stolze, Geschäftsführer der wirverbindenwelten GmbH, verweist auf die wachsenden Anforderungen insbesondere in Deutschland. Datensouveränität, Transparenz und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben würden für Unternehmen zunehmend zu entscheidenden Kriterien bei der Auswahl von Cloud-Diensten.
Ähnlich äußert sich Jimmy Lesage, Geschäftsführer von Abis Informatique. Für viele Kunden sei die Speicherung von Daten innerhalb der Europäischen Union inzwischen eine grundlegende Voraussetzung, um regulatorische Anforderungen einfacher erfüllen zu können.
Keine Änderungen für bestehende Kunden
Der Ausbau der Infrastruktur soll für Nutzer ohne Unterbrechungen erfolgen. Dropbox setzt weiterhin auf seine globale Plattform und wird zusätzlich durch lokale Teams in Frankfurt und Paris unterstützt. Bestehende Abonnements, Login-Daten oder Arbeitsabläufe bleiben unverändert.
Unternehmen müssen daher keine Anpassungen ihrer bisherigen Prozesse vornehmen. Auch Ausfallzeiten im Zuge der Umstellung sind laut Dropbox nicht vorgesehen.
Grundlage für weitere Angebote
Mit der eigenen Infrastruktur in Europa schafft Dropbox zugleich Voraussetzungen für zukünftige Dienste und Funktionen, die speziell auf die Anforderungen des europäischen Marktes zugeschnitten sind. Die Investitionen sind Teil einer langfristigen Strategie, mit der das Unternehmen seine Plattform für moderne Arbeitsweisen und den zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz weiterentwickeln will.
EU-Datenspeicherung ab sofort verfügbar
Das erweiterte Angebot für die Datenspeicherung innerhalb der Europäischen Union steht berechtigten Dropbox-Kunden bereits zur Verfügung. Nutzer kostenpflichtiger Team-Abonnements können die Aktivierung über den Support anstoßen. Kunden, die von Vertriebspartnern oder direkten Ansprechpartnern betreut werden, erhalten Unterstützung über ihre jeweiligen Kontakte.
Mit dem Ausbau in Frankfurt und Paris reagiert Dropbox auf einen Trend, der in Europa immer stärker an Bedeutung gewinnt: Unternehmen wollen nicht nur leistungsfähige Cloud-Dienste nutzen, sondern auch mehr Einfluss darauf haben, wo und unter welchen Bedingungen ihre Daten gespeichert werden.
(red/Dropbox)