Anonyme E-Mail-Adressen

Neue Subdomain macht anonyme Apple-Mails blockierbar

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Bildquelle: Samuel Boivin / Shutterstock.com

Apple zieht seine anonymen E-Mail-Dienste auf eine eigene Subdomain um. Experten befürchten, dass Anbieter diese Adressen nun einfacher blockieren können.

Apple hat eine strukturelle Änderung für seine Datenschutzfunktionen Hide My Email und Sign in with Apple angekündigt. Im Laufe des Sommers sollen die generierten E-Mail-Adressen unter einer neuen, separaten Subdomain namens @private.icloud.com zusammengeführt werden. Diese Adresse ersetzt die bisher genutzten Endungen @icloud.com und @privaterelay.appleid.com. Das Unternehmen stellte klar, dass bereits existierende Adressen auf den alten Domains weiterhin ohne Unterbrechung funktionieren und eingehende Nachrichten an die Postfächer der Nutzer weiterleiten werden.

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Die Funktion Hide My Email ermöglicht es Anwendern, bei Registrierungen zufällige E-Mail-Aliase anstelle der echten E-Mail-Adresse zu verwenden. Apple leitet die Nachrichten automatisch an das reale Postfach weiter, während der Nutzer das Alias jederzeit löschen kann, um Spam oder Tracking zu unterbinden.

Bedenken hinsichtlich gezielter Sperren

Datenschützer und Entwickler äußern jedoch die Befürchtung, dass die Zusammenführung auf einer eindeutig identifizierbaren Subdomain negative Konsequenzen für die Privatsphäre haben könnte. Bislang nutzten die privaten Masken dieselbe Domain wie reguläre iCloud-Konten, weshalb Diensteanbieter die Aliase nicht ohne Weiteres blockieren konnten, ohne gleichzeitig normale iCloud-Nutzer auszuschließen. Arseniy Shestakov, Mitbegründer und CTO bei Hack The Publisher, warnt vor den Folgen der neuen Infrastruktur:

„Das macht es viel einfacher, alle Aliase zu sperren, ohne die Nicht-Relay-Postfächer bei iCloud Mail zu beeinträchtigen. Aber jetzt werden viele Dienste diese E-Mails einfach ablehnen, genau wie es bei kostenlosen temporären Postfächern der Fall ist.“

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Arseniy Shestakov, Mitbegründer und CTO bei Hack The Publisher

Vorzeitige Erstellung von Alt-Adressen bei Apple

In Entwicklerforen und sozialen Netzwerken hat die Ankündigung zu Diskussionen geführt. Da die alten Aliase auf der Hauptdomain icloud.com laut Apple dauerhaft aktiv bleiben sollen, versuchen einige Anwender nun, vor dem offiziellen Wechsel gezielt zusätzliche Adressen nach dem alten Muster für den zukünftigen Gebrauch zu generieren. Nutzer berichten in diesem Zusammenhang jedoch, dass Apple die Anzahl der pro Zeiteinheit erstellbaren Aliase über Ratenbegrenzungen einschränkt, was eine automatisierte Massenerstellung über Skripte erschwert.

(red)

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