Apple Intelligence, Siri AI, macOS Golden Gate

Apple WWDC 2026: Das sind die wichtigsten Neuheiten

Apple WWDC
Bildquelle: Apple

Was ist neu bei Apple? So viel vorweg: Besonders Apple Intelligence und Siri bekommen große Updates. Das sind die Highlights der WWDC 2026.

Apple-Chef Tim Cook eröffnete die Keynote mit seinem gewohnten Intro und lobte Apples Entwickler und die Stärke des Ökosystems. Es ist Tim Cooks letzte WWDC als CEO. Als symbolisches Bild zeigte er eine Aufnahme der Erde, die auf dem Weg zum Mond entstanden ist. Dann wurde es schnell inhaltlich: Apple Intelligence und Siri stehen ganz am Anfang der Agenda. Cook übergab das Zepter anschließend an Software-Chef Craig Federighi, der drei Schwerpunkte nannte: Plattformverbesserungen, Vertrauen und Sicherheit sowie Apple Intelligence und Siri. Dass ausgerechnet „Vertrauen und Sicherheit“ im gleichen Atemzug mit KI genannt wird, ist bemerkenswert und zeigt, dass Apple seinen Datenschutz-Anspruch auch im KI-Zeitalter als zentrales Alleinstellungsmerkmal versteht.

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Systemweite Änderungen statt einzelner OS-Features

Apple geht dieses Jahr einen anderen Weg. Das Unternehmen präsentiert zunächst systemweite Änderungen, die alle Plattformen gleichzeitig betreffen.

Bei der Performance legt Apple deutlich nach. Ein überarbeiteter CPU-Scheduler sorgt dafür, dass Prozesse zum richtigen Zeitpunkt ausgeführt werden. Apps auf iPhone und iPad starten dadurch bis zu 30 Prozent schneller, weil Daten nun im Voraus geladen werden. Auch Fotos erscheinen in der Kamerarolle merklich schneller, und Systemanimationen laufen flüssiger als zuvor.

Bemerkenswert ist außerdem die Reichweite des Updates: iOS 27 unterstützt iPhones bis zurück zum iPhone 11 aus dem Jahr 2019, also sieben Gerätegenerationen.

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Liquid Glass wird erwachsen

Das im vergangenen Jahr eingeführte Liquid-Glass-Design war nicht bei allen Nutzern beliebt. Apple scheint das Feedback gehört zu haben: Ein neuer Transparenz-Regler in den Einstellungen erlaubt es, den Effekt individuell anzupassen, von vollständig durchsichtig bis komplett eingetrübt. Wer Liquid Glass bisher als schwer lesbar empfand, dürfte das begrüßen.

Liquid Glass Regler
Bildquelle: Apple

Gleichzeitig treibt Apple das Design weiter voran. App-Icons bekommen eine zusätzliche Liquid-Glass-Schicht, die ihnen mehr Charakter und eine fast dreidimensionale Wirkung verleiht, egal ob im Dock, auf dem iPad oder iPhone. Ob das im Alltag überzeugt, wird sich zeigen.

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Neues macOS heißt Golden Gate

Mit einem kurzen Sketch rund um einen VW-Bus leitete Federighi die Enthüllung des nächsten macOS-Namens ein: Die neue Version heißt macOS Golden Gate. Das Update bringt KI-Funktionen, Siri-Verbesserungen, Design-Anpassungen sowie Performance-Optimierungen für Apple Silicon.

Gleichzeitig markiert Golden Gate einen historischen Einschnitt für den Mac: Es ist die erste große macOS-Version, die Intel-Macs nicht mehr unterstützt. Apple hatte bereits angekündigt, dass macOS Tahoe 26 das letzte System mit vollständigem Feature-Support für Intel-Hardware sein würde. Ältere Macs erhalten zwar noch drei Jahre lang Sicherheitsupdates, neue Funktionen bleiben ihnen jedoch verwehrt.

Suche wird grundlegend erneuert

Auch die systemweite Suche bekommt ein größeres Update. Apple hat den Suchindex von Grund auf neu aufgebaut: Spotlight, Fotos und Mail profitieren gleichermaßen davon. Die neue Infrastruktur soll ein vollständiges Bild davon haben, was auf dem Gerät gespeichert ist und wo es sich befindet. Praktisch bedeutet das eine deutlich treffsichere Suche über alle Apple-Plattformen hinweg.

Mehr Schutz für Kinder

Apple legt dieses Jahr einen deutlichen Fokus auf Kindersicherheit. Mit sogenannten Child Accounts können Eltern künftig genau steuern, welche Inhalte ihre Kinder sehen und welche Apps sie nutzen dürfen. Das Prinzip: zunächst wenig erlauben und schrittweise mehr freigeben.

Kinderaccount
Bildquelle: Apple

Die bisherige Screen-Time-Funktion wird dabei zu Time Allowances weiterentwickelt. Eltern können Nutzungszeiten künftig nach Kategorien aufteilen, also etwa getrennte Kontingente für Unterhaltung, Spiele und soziale Medien festlegen. Zusätzlich lässt sich bestimmen, wann bestimmte Kategorien überhaupt verfügbar sind, während der Schulzeit können sie beispielsweise vollständig gesperrt werden.

Apple Intelligence macht einen großen Sprung – neue Siri App

Apple bezeichnet die neue Generation von Apple Intelligence als einen bedeutenden Schritt nach vorne. Persönlicher und nützlicher soll die KI werden, mit einer komplett neuen Architektur im Hintergrund, einer grundlegend erneuerten Siri und intelligenteren Apps.

Apple Intelligence
Bildquelle: Apple

Der entscheidende Baustein dahinter ist die Partnerschaft mit Google. Dank der Integration von Google Gemini bekommt Apple Intelligence Fähigkeiten, die dem Unternehmen bisher fehlten. Dazu gehören deutlich verbesserte Bildbearbeitung und Bildgenerierung sowie eine leistungsfähigere Sprachverarbeitung direkt auf dem Gerät. Fotos sollen sich künftig so bearbeiten lassen wie nie zuvor.

Siri bekommt das Update, auf das einige Apple-Nutzer seit Jahren gewartet haben. Der Assistent wird grundlegend leistungsfähiger und deutlich kontextbewusster: Siri erkennt nun, was gerade auf dem Bildschirm zu sehen ist, und kann seine Antworten entsprechend anpassen, je nachdem in welcher App man sich gerade befindet.

On-screen Awareness Siri
Bildquelle: Apple

Darüber hinaus kann Siri nun aktiv im Web recherchieren und die Ergebnisse über Apples Private Cloud Compute verarbeiten, bevor sie dem Nutzer präsentiert werden. Das soll mehr Tiefe bei Antworten bedeuten, ohne dabei den Datenschutz zu opfern. Apple verspricht damit einen Assistenten, der nicht nur Befehle ausführt, sondern echtes Weltwissen mitbringt.

Besonders interessant ist die systemweite Vernetzung: Siri greift nun übergreifend auf Fotos, Kontakte, Karten und andere Apps zu, um Antworten zu personalisieren und Zusammenhänge herzustellen, die bisher nicht möglich waren. Wer also nach einem Restaurant fragt, das man mit einer bestimmten Person besucht hat, bekommt künftig eine Antwort, die wirklich zum eigenen Leben passt.

Auch die Stimme wurde überarbeitet. Siri klingt menschlicher als zuvor, und Nutzer können Sprechtempo und Ausdrucksstärke nach eigenen Vorlieben anpassen.

Neu ist außerdem eine eigenständige Siri-App. Sie synchronisiert den Verlauf bisheriger Anfragen geräteübergreifend, sodass man auf jedem Gerät dort weitermachen kann, wo man aufgehört hat. Siri ist damit auf allen Apple-Plattformen präsent, von macOS und iOS über iPadOS und watchOS bis hin zu visionOS.

Allerdings gibt es Einschränkungen zu beachten. Nutzer in Europa müssen vorerst auf die neuen Siri-Funktionen warten, da regulatorische Hürden noch nicht überwunden sind. Zudem werden einige der fortschrittlicheren iOS-27-Features nur auf aktueller, leistungsstarker Hardware zur Verfügung stehen.

Safari bekommt KI-Funktionen

Auch Apples Browser wird schlauer. Apple Intelligence kann Tabs künftig automatisch nach Themen gruppieren und zusammengehörige Seiten ohne manuelles Eingreifen bündeln, was besonders bei vielen gleichzeitig geöffneten Tabs praktisch sein soll.

Safari notfiy me
Bildquelle: Apple

Neu ist außerdem die Funktion „Notify Me“: Safari überwacht damit ausgewählte Webseiten automatisch auf Änderungen und benachrichtigt den Nutzer, sobald sich etwas tut. Ob Konzerttickets, die wieder verfügbar werden, oder ein Produkt, das neu auf Lager ist, ständiges manuelles Aktualisieren der Seite soll damit der Vergangenheit angehören.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert…

(red)

Lars

Becker

Stellvertretender Chefredakteur

IT Verlag GmbH

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