Ein gemeinsamer Ansatz von Wire und OctopusCRX verbindet strukturierte Resilienzplanung mit verschlüsselter Kommunikation, um Organisationen auch in akuten Cybervorfällen handlungsfähig zu halten.
Die beiden Unternehmen reagieren damit auf eine Sicherheitslandschaft, in der Angriffe komplexer werden und regulatorische Anforderungen steigen.
Der Fokus liegt auf der Frage, wie Führungsteams und operative Einheiten selbst dann koordiniert bleiben können, wenn zentrale IT-Systeme bereits gestört oder kompromittiert sind. Wire und OctopusCRX setzen dabei auf die Kombination aus organisatorischer Vorbereitung und abgesicherter Kommunikation.
Cybervorfälle als Belastung für Kommunikation und Entscheidungen
Moderne Angriffe treffen nicht nur technische Systeme, sondern zunehmend auch die Entscheidungsfähigkeit von Organisationen. Laut den Unternehmen reichen klassische Sicherheitsmaßnahmen oft nicht mehr aus, insbesondere im Kontext von KI-gestützten Angriffen, Störungen in Lieferketten und regulatorischen Vorgaben wie NIS2, DORA und CER.
Problematisch wird es vor allem dann, wenn in einer Krisensituation die interne Kommunikation ausfällt oder nicht mehr vertrauenswürdig ist. Entscheidungen verzögern sich, Abstimmungen werden unsicher und die Auswirkungen eines Vorfalls können sich dadurch verstärken.
Strukturierte Vorbereitung auf den Ernstfall
OctopusCRX adressiert diese Herausforderungen mit einem Cyber-Resilienzmodell, das verschiedene Bereiche innerhalb einer Organisation zusammenführt. Dazu gehören Cybersecurity, IT, Geschäftsprozesse und Managementebene.
Das Modell basiert auf einem mehrstufigen Vorgehen, in dem Organisationen unter anderem Notfallpläne entwickeln, Entscheidungswege definieren und Eskalationsprozesse festlegen. Ziel ist es, im Ernstfall nicht improvisieren zu müssen, sondern auf getestete Abläufe zurückzugreifen.
Sichere Kommunikation als operative Grundlage
Wire ergänzt diesen Ansatz durch eine verschlüsselte Kommunikationsplattform, die speziell für Krisensituationen ausgelegt ist. Die Lösung ermöglicht es Führungsteams, auch bei eingeschränkter IT-Infrastruktur sicher miteinander zu kommunizieren.
Die Kommunikation erfolgt Ende-zu-Ende-verschlüsselt und bleibt auch dann nutzbar, wenn andere Systeme bereits beeinträchtigt sind. Damit soll sichergestellt werden, dass Abstimmungen, Lagebewertungen und Entscheidungen weiterhin in einem geschützten Raum stattfinden können.
Durch die Verbindung der beiden Ansätze entsteht eine Struktur, in der nicht nur Prozesse definiert, sondern auch die Kommunikationswege im Ernstfall abgesichert sind.
Das gemeinsame Angebot richtet sich vor allem an Unternehmen in regulierten Branchen sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen. Diese stehen unter besonderem Druck, sowohl ihre technische Widerstandsfähigkeit als auch ihre organisatorische Reaktionsfähigkeit nachzuweisen.
OctopusCRX liefert hierfür die methodische Grundlage und Entscheidungslogik, während Wire die technische Ebene der sicheren Kommunikation bereitstellt. Ergänzt wird dies durch Funktionen für Zusammenarbeit und Krisenkoordination, die auch unter gestörten Bedingungen nutzbar bleiben.
Ziel ist es, fragmentierte Reaktionsmuster durch klar strukturierte Abläufe zu ersetzen und die operative Kontinuität besser abzusichern.
Die Kooperation zeigt einen Trend, der über klassische IT-Sicherheit hinausgeht. Im Mittelpunkt steht nicht mehr nur der Schutz vor Angriffen, sondern zunehmend die Frage, wie Organisationen im Ernstfall strukturiert und kommunikationsfähig bleiben.
Damit wird Cyber-Resilienz stärker als organisatorische Fähigkeit verstanden, bei der technische Sicherheit und stabile Kommunikationswege eng miteinander verbunden sind.