Biometrie neu gedacht

VitalID: Schädelbrummen als Passwortersatz

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Mit VitalID präsentieren US Forscher eine ungewöhnliche Methode zur Authentifizierung. Statt Passwort oder Iris Scan nutzt die Technologie minimale Schädelvibrationen. Besonders für XR Anwendungen könnte das den Zugang sicherer und deutlich komfortabler machen.

Neue biometrische Dimension

Forscher der Rutgers University erweitern die bekannten biometrischen Verfahren um einen bislang wenig beachteten Faktor: die individuellen Schwingungen des menschlichen Schädels. Diese entstehen durch Atmung und Herzschlag und sind laut den Wissenschaftlern ebenso einzigartig wie ein Fingerabdruck.

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Die entwickelte Software mit dem Namen VitalID erkennt diese minimalen Vibrationen und nutzt sie zur Identifikation. Grundlage ist eine aktuelle Studie, die im Rahmen einer internationalen Sicherheitskonferenz veröffentlicht wurde. Ziel ist es, klassische Authentifizierungsverfahren wie Passwörter oder PIN Eingaben langfristig überflüssig zu machen.

Relevanz für Extended Reality

“Extended Reality wird in unserer Zukunft eine wichtige Rolle spielen”, so Yingying Chen, Rutgers University. “Wenn immersive Systeme in den Alltag integriert werden sollen, muss die Authentifizierung sicher, kontinuierlich und mühelos sein.”

Extended Reality (XR) umfasst Technologien wie Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality. Sie verbinden digitale Inhalte mit der realen Welt und finden zunehmend Einsatz in Bereichen wie Medizin, Finanzwesen, Bildung und Remote Arbeit. “XR entwickelt sich zu einem Zugangstor zu alltäglichen Internetdiensten, von denen viele sensible personenbezogene Daten beinhalten”, sagt Yingying Chen, Rutgers University

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Gerade in solchen Szenarien gewinnt eine reibungslose und sichere Authentifizierung an Bedeutung. Herkömmliche Methoden stoßen hier schnell an Grenzen, da sie den immersiven Charakter der Anwendungen unterbrechen oder zusätzliche Hardware erfordern.

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Kontinuierliche Authentifizierung im Hintergrund

Ein zentraler Vorteil von VitalID liegt in der kontinuierlichen Überprüfung. Headsets erkennen permanent, ob sie sich auf dem richtigen Nutzer befinden. Selbst wenn ein Gerät gestohlen wird, bleibt der Zugriff auf sensible Daten geschützt. Die Eingabe von Passwörtern entfällt vollständig. Nutzer können sich innerhalb virtueller Umgebungen bewegen und gleichzeitig auf Dienste wie Finanzplattformen, Unternehmenssysteme oder medizinische Daten zugreifen, ohne sich aktiv anmelden zu müssen.

Technik filtert Störungen heraus

Damit die Erkennung zuverlässig funktioniert, haben die Forscher ein Filtersystem entwickelt, das äußere Einflüsse ausblendet. Bewegungen des Kopfes oder Körpers werden ignoriert, sodass sich die Analyse ausschließlich auf die relevanten Mikrovibrationen konzentriert. Diese entstehen innerhalb des Körpers und werden über Knochen und Gewebe übertragen. Dadurch gelten sie als besonders fälschungssicher. Zwar lässt sich der Atemrhythmus imitieren, die individuellen biomechanischen Eigenschaften eines Schädels jedoch nicht ohne Weiteres nachbilden.

Ausblick auf den Einsatz von VitalID

Mit zunehmender Verbreitung von XR Technologien könnte VitalID eine Schlüsselrolle spielen. Die Kombination aus Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit adressiert ein zentrales Problem moderner digitaler Systeme. Ob und wann die Technologie in kommerziellen Produkten eingesetzt wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch schon jetzt, dass biometrische Verfahren damit um eine ungewöhnliche, aber vielversprechende Komponente erweitert werden.

(vp/pressetext.redaktion)

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