Der Einsatz von KI erfordert eine grundlegende Neuausrichtung der Netzwerkinfrastruktur in Unternehmen. Damit steigt die Nachfrage nach schnelleren, intelligenteren und anpassungsfähigeren Networking-Komponenten und begleitenden Services – für den IT-Channel eine attraktive Wachstumschance.
Der folgende Beitrag erläutert, wie Partner ihre Kunden bei der Migration auf KI-optimierte Infrastrukturen unterstütze können.
Die inzwischen allgegenwärtigen KI-Workloads – von generativer KI bis hin zu Inferenzdiensten – stellen enorme Anforderungen an die Performance, Skalierbarkeit und Sicherheit moderner Enterprise-Netzwerke. Unternehmen kommen daher nicht umhin, ihre Kommunikation auf eine zeitgemäße, smarte Infrastruktur zu migrieren. Dabei sprechen wir aber nicht von einem einfachen technischen Update – sondern von einem tiefgreifenden Paradigmenwechsel, der für die Zukunft der betroffenen Unternehmen von entscheidender Bedeutung ist.
Unternehmen mit KI-optimierten Netzwerken können Services schneller bereitstellen, die Customer Experience nachhaltig verbessern und ihre Abläufe resilient konzipieren. Die Nachfrage nach den entsprechenden Lösungen nimmt daher über alle Branchen hinweg rasant zu – von IT und Finanzwesen über Gesundheitswesen und Fertigung bis hin zum Handel und zum öffentlichen Sektor.
Eine aktuelle Studie von Westcon-Comstor belegt jetzt aber, dass derzeit nur 33 Prozent der befragten Systemintegratoren ihre Kunden als „vollständig KI-ready“ einschätzen. Oder umgekehrt: 67 Prozent sehen die Kunden erst am Anfang eines langen Weges – und genau hier liegt eine große Chance für den Channel.
Zentrale Herausforderungen der Anwender
KI-Workloads sind heute überall: in der Cloud, auf Edge-Systemen und in On-Premises-Umgebungen. Damit all diese Komponenten reibungslos zusammenspielen, sind intelligente, nahtlos integrierte Architekturen erforderlich. Doch derzeit tun sich viele Unternehmen noch schwer, eine tragfähige Brücke zwischen KI, Infrastruktur, Sicherheit und Cloud zu schlagen.
Mit einzelnen Produkten und Insellösungen ist diesen Kunden nicht geholfen. Sie brauchen umfassende KI-Lifecycle- Services – von der Beratung über Design und Implementierung bis hin zu kontinuierlicher Betreuung und Optimierung, die auch wichtige Themen wie Datenschutz, Compliance und Governance berücksichtigt.
Die Challenge: Aktuell sind drei von vier befragten Channelpartnern nicht in der Lage, ganzheitliche KI-Netzwerklösungen anzubieten. Wer diese Lücke zu schließen weiß, kann sich also klar vom Wettbewerb differenzieren – mit modularen, anpassungsfähigen und zukunftssicheren Architekturen, die Endkunden agil und innovationsfähig halten.
Im Rahmen der Umfrage wurden vor allem zwei große Hemmnisse erkennbar: die hochkomplexe Integration bestehender Systeme und das in vielen Betrieben fehlende Fachwissen.
Angesichts der hohen Geschwindigkeit des technologischen Wandels sind Unternehmen vor allem auf eines angewiesen: auf vertrauensvolle Partner.
Evelyn Vogt, Westcon Group Germany GmbH
Alt trifft auf Neu – die Integrationsherausforderung
46 Prozent der Befragten sehen die Integration als größte Hürde für ihre Kunden. Immerhin sind die Netzwerke oft über Jahre unkontrolliert gewachsen, setzen auf veraltete Technologie und sind nicht für die Performance-Anforderungen von heute ausgelegt. Werden in einer solchen Umgebung modernste KI-Lösungen aufgesetzt, sind Engpässe und Performance-Einbrüche vorprogrammiert.
Hier kann der Channel greifbaren Mehrwert bieten – etwa durch:
➤ AI Readiness Assessments, um den Modernisierungsbedarf zu ermitteln
➤ Migrationsfahrpläne, die den Weg in Richtung KI-Readiness ganz klar aufzeigen
➤ Hybridstrategien, die bestehende und neue Systeme intelligent miteinander verbinden
➤ Laufende Unterstützung und Schulungen, um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen
Auf diese Weise schlägt der Channel die Brücke von der Vision zur Umsetzung – und ermöglicht es Unternehmen, ihre Netzwerke für die Zukunft fit zu machen und so das volle Potenzial der KI-Technologie auszuschöpfen.
Der Fachkräftemangel als Chance
Ein weiteres Hindernis: der Mangel an internem Know-how. 39 Prozent der Befragten beklagen die fehlende KI-Expertise auf Seiten der Kunden als große Herausforderung. Immerhin erfordert der Betrieb von KI-Infrastrukturen ein breites Kompetenzspektrum – von Cloud-nativen Technologien über Datenmanagement bis zu modernen Sicherheitsarchitekturen.
Auch hier kann der Channel mit folgenden Services punkten:
➤ Trainings und Enablement, um IT-Teams beim internen Wissensaufbau zu unterstützen
➤ Managed Services, bei denen der operative Betrieb von KI-Infrastrukturen auf externe Dienstleister ausgelagert wird
➤ Strategische Beratung, um Kunden bei der stetigen Optimierung ihrer KI-Strategie zu begleiten
Channelpartner, die sich für diesen Weg entscheiden, können sich langfristig als strategischer Partner ihrer Kunden etablieren und deren Geschäftserfolg aktiv mitgestalten.
Ein starkes Partnernetzwerk für die KI-Ära
Angesichts der hohen Geschwindigkeit des technologischen Wandels sind Unternehmen vor allem auf eines angewiesen: auf vertrauensvolle Partner. Als Endkunden suchen sie nicht nach Produkten, sondern nach einem Trusted Advisor, der ihnen während der gesamten KI-Journey zur Seite steht. Channelpartner, die sich im Zentrum dieser Transformation positionieren, schaffen langfristige Beziehungen, die beiderseitiges Wachstum sichern.
Ein erfahrener Distributor wirkt dabei als wertvoller Multiplikator: er wirkt nicht nur als Supply-Chain-Partner, sondern auch als ein kompetenter Enabler, der für jede Aufgabe sofort die richtigen Tools, Daten, Insights und Services bereithält. So können die Channelpartner die KI-Transformation ihrer Kunden erfolgreich mitgestalten – und selbst mit ihr wachsen.