Indizien verdichten sich

Windows 12 kommt angeblich noch in diesem Jahr

Windows 12
Bildquelle: ARVD73/Shutterstock.com

Für 2026 verdichten sich die Hinweise auf eine neue Windows-Generation: Windows 12. Was Leaks und Branchenbeobachter über Architektur, KI-Integration und Hardwareanforderungen berichten.


Wer dieser Tage einen neuen Laptop kauft, stolpert gelegentlich über einen Aufkleber: „Windows 12 Ready”. Bestätigt hat Microsoft das kommende Betriebssystem bis heute nicht. Trotzdem bereitet sich die Branche sichtbar vor und ein neuer Bericht von PCWorld wirft in den Raum, dass die neue Windows-Version noch in diesem Jahr erscheinen könnte.

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Oktober 2026 ist das entscheidende Datum. Dann endet der reguläre Support für Windows 10, ein System, das noch immer auf Hunderten Millionen Geräten läuft. Microsoft könnte den Zeitpunkt nutzen, um eine neue Plattform zu etablieren.

Was „Hudson Valley Next” bedeutet

Intern kursiert der Codename „Hudson Valley Next”. Dahinter verbirgt sich dem Vernehmen nach eine grundlegend umgebaute Systemarchitektur namens CorePC. Der Ansatz: einzelne Betriebssystemteile stärker voneinander zu trennen, sodass Updates gezielter eingespielt und verschiedene Geräteklassen passgenauer bedient werden können. Ein schlankes Windows für Einsteiger-Hardware wäre genauso denkbar wie eine vollausgebaute Variante für Workstations.

Der heikelste Punkt für viele Nutzer dürfte eine neue Hardwareanforderung sein. Laut mehreren unabhängigen Leaks setzt der volle Funktionsumfang von Windows 12 eine Neural Processing Unit mit mindestens 40 TOPS voraus, also einen Chip, der KI-Berechnungen direkt auf dem Gerät beschleunigt.

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Copilot übernimmt das Steuer

Bislang war Copilot ein Aufsatz auf Windows 11, nützlich für manche, ignorierbar für viele. In Windows 12 soll sich das grundlegend ändern. Der KI-Assistent soll so tief ins System integriert sein, dass er Suchanfragen, Dateioperationen und Systemeinstellungen zentral koordiniert., heißt es in dem Bericht. Wer einen Anhang sucht, muss künftig nicht mehr den genauen Dateinamen kennen, das System soll Inhalte semantisch verstehen. Ob das in der Praxis so funktioniert wie beschrieben, bleibt abzuwarten.

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Neues Gesicht, alte Fragen

Geleakte Designentwürfe zeigen ein überarbeitetes Interface: Die Taskleiste schwebt abgelöst vom Bildschirmrand, oben in der Mitte sitzt eine Suchleiste mit Copilot-Anbindung, Uhrzeit und Systemsymbole wandern nach oben rechts, schreibt PCWorld.

In Codefragmenten tauchen Hinweise auf ein mögliches Subscription-Modell auf. Gemeint ist offenbar keine vollständige Umstellung auf ein Abo-Betriebssystem, sondern ein optionaler Premium-Zugang zu rechenintensiven Cloud-KI-Funktionen, ähnlich wie Microsoft es mit Windows 365 im Unternehmensbereich bereits macht. Für Privatkunden wäre das Neuland. Das klassische Einmalkauf-Windows soll demnach weiterhin existieren.

Offen: Preis, Name, Upgrade-Recht

Ob das Produkt am Ende tatsächlich „Windows 12″ heißt, ist nicht gesichert. Ungeklärt ist auch, wer ein kostenloses Upgrade bekommt, nur Windows-11-Nutzer oder auch Windows-10-Nutzer? Oder wird die neue Version generell kostenpflichtig? Microsoft hat zu alledem bislang geschwiegen. Was über Windows 12 bekannt ist, stammt nicht vom Konzern selbst. Es sind Bruchstücke, zusammengetragen aus Codezeilen, Partneraussagen und dem Verhalten einer Industrie, die sich längst vorbereitet.

Lars

Becker

Stellvertretender Chefredakteur

IT Verlag GmbH

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