Millionen Notrufe sichern täglich Hilfe in ganz Deutschland. Ein großer Teil dieser lebenswichtigen Kommunikation läuft über die Infrastruktur der Deutschen Telekom, die nach eigenen Angaben zentrale technische Verantwortung für den stabilen Betrieb des Notrufsystems trägt.
Im Jahr 2025 wurden rund 31,5 Millionen Notrufe über das Netz der Telekom abgewickelt. Spezialisierte Teams betreuen dabei rund um die Uhr mehrere hundert Feuerwehr- und Polizeileitstellen bundesweit.
Mobilfunk dominiert das Notrufgeschehen
Der überwiegende Teil der Notrufe wird inzwischen über mobile Endgeräte abgesetzt. Bundesweit erfolgen mehr als zwei Drittel der Anrufe über das Mobilfunknetz, während Festnetzanschlüsse deutlich seltener genutzt werden. Auch innerhalb des Telekom-Netzes zeigt sich dieser Trend klar: Die Mehrheit der dort registrierten Notrufe stammt von Mobiltelefonen.
Automatische Notrufe aus Fahrzeugen
Zum Gesamtaufkommen tragen zudem vernetzte Fahrzeugsysteme bei. Das sogenannte eCall-System baut nach einem Unfall automatisch eine Verbindung zur Notrufnummer 112 auf oder kann manuell ausgelöst werden. Dabei werden gleichzeitig wichtige Daten wie Standort oder Fahrzeugtyp übermittelt, was Rettungskräften eine schnellere Einschätzung der Lage ermöglicht. Seit 2018 ist diese Technik für neue Fahrzeugtypen in der EU vorgeschrieben.
Technische Weiterentwicklung des Notrufs
Parallel zum steigenden Notrufaufkommen wird auch die zugrunde liegende Technik ausgebaut. Neue Funktionen sollen die Erreichbarkeit verbessern und zusätzliche Informationen bereitstellen. Dazu gehört etwa textbasierte Echtzeitkommunikation, die insbesondere Menschen mit Hör- oder Sprachbeeinträchtigungen unterstützen kann. Außerdem wird der automatische Fahrzeugnotruf technisch weiterentwickelt und an moderne Mobilfunkstandards angepasst.
Was im Ernstfall wichtig ist
Trotz moderner Technik bleibt entscheidend, dass Notrufe klar und strukturiert erfolgen. Wichtig sind vor allem präzise Angaben zum Ort des Geschehens, zur Art des Ereignisses, zur Zahl der Betroffenen sowie zu möglichen Verletzungen oder Gefahren. Ebenso sollten Anrufende in der Leitung bleiben, um Rückfragen der Leitstelle beantworten zu können.
Notrufsysteme hängen nicht nur von engagierten Einsatzkräften ab, sondern auch von zuverlässiger digitaler Infrastruktur. Ihre kontinuierliche Modernisierung ist damit ein zentraler Baustein für Sicherheit und schnelle Hilfe im Alltag.